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Fernseher

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Bildschirmauflösung

Energieeffizienzklasse

3D-Technologie

Anschlüsse

VESA-Norm

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Fernseher Ratgeber

1. Kaufberater Fernseher

Gerade für Laien und den normalen Verbraucher ist der Markt für Fernseher in den letzten Jahren sehr unübersichtlich geworden. Hier überfluten eine Vielzahl an Hersteller diesen mit den unterschiedlichsten Größen, verschiedensten Serien und Ausstattungsdetails. Dabei spielen häufig Fremdwörter wie UHD, LCD, Triple Tuner oder auch Smart TV wichtige Rollen. In unserem Glossar sagen wir euch was diese und weitere Fachbegriffe bedeuten. Weiterhin möchten wir euch nachfolgend aber auch ein paar weitere Tipps geben wie ihr euch den perfekten Fernseher ins eigene Wohnzimmer holt.

Aktuelle Umfragen bestätigen das jeder Deutsche täglich mehr als 3 Stunden vor dem Fernseher sitzt. Auf das gesamte Leben gerechnet bedeutet dies etwa 12 Jahre seiner Lebenszeit. Statt seine Freunde zu treffen, Freizeitbeschäftigungen in der Natur oder anderen Aktivitäten nachzugehen schaut der Deutsche häufig einfach TV. Da muss der eigene Fernseher schon einiges hergeben, wir verraten euch wie ihr an das richtige Gerät kommt.

2. Welche Typen von Bildschirmen gibt es

Generell unterscheidet man zwischen LCD-Fernseher beziehungsweise LED TV, zwischen Plasma Fernseher und Bildschirmen mit der OLED-Technologie. Wir verraten euch kurz was es mit diesen Techniken auf sich hat und sagen euch wo die Vor- und Nachteile der einzelnen Bildschirm-Typen liegen.

LED-TVs

Die sogenannten LCD-Fernseher zählen zu den beliebtesten TVs auf dem Markt, gehören sie doch auch preislich zu den günstigsten Kandidaten. Die Bildschirme mit Flüssigkristallen (Liquid Crystal Display) arbeiten dabei häufig mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung, wobei LED hier für Light-Emitting-Diode steht. Das Prinzip basiert dabei auf der Lichtpolarisation die durch die Beleuchtung von Flüssigkristallen genutzt wird. Dabei verändern diese durch das Anlegen von elektrischer Spannung ihre elektrische Struktur und lassen damit mehr oder weniger Licht auf den Bildschirm durch.

Beim Edge-LED Fernseher werden die LEDs im Rahmen des Gehäuses angebracht, dadurch ist eine sehr geringe Bautiefe möglich, hier wird das Licht über einen Spiegel umgeleitet. Im Vergleich dazu arbeiten Fernseher mit Full LED oder auch Direct LED mit Leuchtdioden die direkt hinter dem LCD-Panel angebracht sind. Dadurch können helle und dunkle Inhalte zur gleichen Zeit erzeugt werden, Bilder werden besonders kontrastreich dargestellt.

Vor- & Nachteile LED-Fernseher

  • günstige Preise möglich
  • geringer Stromverbrauch
  • flache Bildschirme
  • tolle Kontraste und hohe Schwarzwerte
  • kein Einbrennen von Bildelementen wie beim Plasma-TV
  • lange Lebensdauer
  • Clouding möglich
  • Nachteile gegenüber höherpreisigen Plasmas bei Farbe, Reaktionszeiten und Kontrasten

OLED-Fernseher

Heimkinofans die immer die neueste Technik wünschen und dafür auch bereit sind etwas mehr Geld zu bezahlen, die kommen derzeit kaum an der Königsklasse, den OLED-TVs vorbei. Dabei werden hier statt Punktlichtquellen wie beim LED-TV Flächenlichtquellen eingesetzt, die mehrfarbig leuchtenden OLEDs (Organic Light-Emitting Diode) stellen hier die Bildpunkte dar.

Der TV-Markt bietet bereits einige der modernen OLED-Fernseher, diese sind jedoch preislich sehr intensiv und für den Ottonormalverbraucher häufig noch nicht zu bezahlen. Die Dioden sind zudem recht anfällig und auch die Lebensdauer der OLEDs ist deutlich geringer als bei LEDs. Aktuell findet man die moderne Technik häufig noch auf kleineren Bildschirmen von Tablets und Smartphones.

Vor- & Nachteile OLED-TV

  • neueste Technologien
  • beste Bildqualität
  • sehr hohe Preise
  • anfällige Dioden
  • geringe Lebensdauer der OLEDs

Curved Fernseher

Der Curved-TV stellt einen weiteren Fernseher stellen einen weiteren Bildschirmtyp dar, wobei man hier sowohl LED-TVs als auch OLED-Bildschirme mit einer gekrümmten Oberfläche auf dem Markt finden kann. Nahezu jeder Hersteller hat bereits Modelle mit den beliebten Curved-Bildschirmen im Angebot.

Dabei steht diese Technik jedoch noch am Anfang, die versprochenen Vorteile hinsichtlich der Bildqualität gegenüber einem normalen Fernseher werden hier aktuell häufig noch nicht sichtbar. Auch wenn die gekrümmten Schirme bildtechnisch noch nicht den gewünschten Mehrwert bieten, ein optisches Highlight im Heimkino sind sie aber schon heute.

Vor- & Nachteile Curved-TV

  • sehr schönes Design
  • gewölbter Schirm sorgt für ein größeres, plastischeres Bild
  • sehr hohe Preise
  • aktuell bildtechnisch noch wenige Vorteile erkennbar

Zusammenfassung Bildschirm-Typen

Verbraucher die sich einfach nur auf das Sofa setzen und Fernsehen wollen, die sind in den meisten Fällen mit einem klassischen LED-Flachbildfernseher bestens bedient. Er zeigt kontrastreiche Bilder zu einem oftmals noch günstigen Preis. Wer hingegen ein Plus an Kontrast und Farbkraft wünscht, der ist beim Plasma-Bildschirm gut aufgehoben, sollte jedoch den höheren Einstiegspreis und die Verbrauchswerte bedenken. Cineasten die heute schon die Technik von morgen ins Wohnzimmer holen wollen, die können sich nach einem OLED-TV umsehen, sollten aber dazu auch das nötige Kleingeld mitbringen. Der Curved-TV ist genau dann richtig, wenn vor allem auch das Design eine wichtige Rolle spielt.

3. Wichtige Kriterien beim Kauf des Fernsehers

Größe des Raums

Im Vergleich zu den herkömmlichen Röhrenfernsehers erlaubt der Flachbildschirm auch bei großen Diagonalen einen deutlich geringen Sitzabstand ohne dabei einen Bildverlust zu erleiden. Dennoch sollte man sich vor dem Kauf Gedanken über die passende Größe machen, nicht jeder Fernseher ist in jedem Zimmer die richtige Wahl.

Tipp: Es gibt dabei eine Faustformel die man beim Kauf gerne beachten kann: Die Bildschirmdiagonale in Zentimetern mal 2,5 beträgt in etwa den optimalen Sitzabstand. Bei einem 32 Zoll (81 cm) Fernseher wären das etwa 2 Meter, beim großen 55 Zoll (140 cm) Fernseher 3,50 Meter. Dabei ist diese Formel lediglich eine Stütze, die tatsächlichen Abstände muss jeder individuell für sich bestimmen.

Wohnzimmer

Das typische Wohnzimmer hat heutzutage eine Größe von 15 bis 25 m². In solchen Räumen finden Bildschirmdiagonalen von bis zu 60 Zoll (152 cm) sehr gut einen Platz. Gerade Fernseher mit Diagonalen von 50 und 55 Zoll zählen aktuell zu den beliebtesten Größen für das Wohnzimmer.

Bildqualität & Bildauflösung

Neben der Größe des Bildschirmes spielt bei den meisten Verbrauchern natürlich das Bild und seine Qualität eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung.

Bildauflösung: Die Auflösung von Fernsehern wird in Pixelspalte mal Pixelzeile angegeben, wobei diese Werte bei einem modernen Fernseher häufig im Verhältnis 16:9 stehen. Umso größer die Diagonale des Fernsehers ist, desto größer sollte auch die Auflösung sein. Man unterscheidet hier zwischen dem HD ready Fernseher mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel, diese ist für Geräte mit kleinen Diagonalen ausreichend.

Bei Full-HD TVs mit 1920 x 1080 Bildpunkten wird ein größerer Screen ab spätestens 32 Zoll empfohlen. Bei Fernsehern mit einer Größe ab 55 Zoll wird auch das moderne Ultra HD interessant, hier bekommt man eine viermal (4K) so hohe Auflösung wie bei Full HD geboten.

Bildmodi

Die meisten Hersteller lassen ihre Käufer bei den Bildeinstellungen nicht allein. Man kann zwar in den meisten Fällen auch ganz individuell am Bild herumregeln, jedoch werden häufig auch voreingestellte Bildmodi angeboten. In hellen Umgebungen kommen beispielsweise Presets wie "Lebhaft" oder "Dynamisch" zum Einsatz, in abgedunkelten Räumen die Bildmodi "Kino" oder "Film". Neben diesen voreingestellten Modi gibt es viele weitere Möglichkeiten, einige Hersteller haben zum Beispiel passende Modi für Sportveranstaltungen im Angebot.

3D-Darstellung

Viele moderne Flachbildfernseher verstehen sich auf die Darstellung von dreidimensionalen Inhalten. Hier unterscheidet man in zwei Klassen, zum einen die 3D-Darstellung via Polarisations-Technik, hier kommen günstige und leichte Brillen zum Einsatz. Als zweite Alternative setzen viele Hersteller auf die sogenannte Shutter-Technik, hier ist ein bessere 3D-Erlebnis gewährleistet, dafür sind die Brillen jedoch preisintensiver und weniger komfortabel. Auch 3D komplett ohne Brille scheint in Zukunft möglich, hier stehen die Entwicklungen jedoch noch gänzlich am Anfang.

TV-Empfang

Bei klassischen Fernsehern musste man für den Empfang von TV-Signalen einen separaten Receiver beziehungsweise Tuner anschaffen. Der moderne Flachbildfernseher hat einen solchen Empfänger häufig jedoch bereits eingebaut, sodass man keine zusätzlichen Geräte benötigt. In vielen Fällen kommt hier der sogenannte Triple-Tuner zum Einsatz, dieser ermöglicht den flexiblen Empfang aller Kanäle über Kabel (DVB-C), Antenne (DVB-T) oder auch Satellit (DVB-S).

Wenn es diesen Triple Tuner in zweifacher Ausfertigung gibt, spricht man vom sogenannten Twin Tuner, dieser ermöglicht den gleichzeitigen Empfang eines Programmes und das Aufzeichnen eines anderen Programmes. Voraussetzung dafür ist dann die passende Aufnahmefunktion des Fernsehers. Neben dem Triple Tuner kommen vereinzelt auch Fernseher mit nur einem oder zwei Tunern (Dual-Tuner) zum Einsatz.

Anschlüsse

Die Rückseite des Fernsehers wird meist dafür genutzt eine Auswahl an Anschlussmöglichkeiten zu bieten, hier wird der TV mit Peripheriegeräten wie dem Blu-ray-Player, dem Soundsystem oder auch der Spielekonsole verbunden. HDMI gehört hier zu den wichtigsten Schnittstellen, liefern moderne HDTV-Quellen über den digitalen Anschluss doch die besten Bilder und Klänge.

Moderne Fernseher besitzen weiterhin auf den USB-Port, hier lassen sich Filme, Fotos und Musik von der entsprechenden Festplatte zuspielen. Für ältere Geräte stehen weiterhin Scart-Anschlüsse zur Verfügung, ein PC-Anschluss findet man häufig und auch die Tonausgänge dürfen nicht fehlen. Darüber hinaus kann sich der moderne Flatscreen über den Netzwerkanschluss (LAN) mit dem Router und damit mit dem Internet verbinden, alternativ gelingt dies über WLAN auch kabellos.

Smart TV

Häufig spricht man bei einem Fernseher alternativ auch vom Smart TV. Dabei handelt es sich um einen speziellen Flachbildfernseher welcher in der Lage ist über die Verbindungen zum Internet diverse Funktionen zu bieten, diese Verbindung wird häufig über WLAN, aber auch via LAN zur Verfügung gestellt.

Gerade der Zugriff auf Online-Videotheken wie Maxdome, Netflix, Amazon Prime oder auch Youtube ist hier zu nennen, aber auch viele weitere Apps werden zur Verfügung gestellt und auch ermöglicht der klassischen Smart TV das einfache Surfen im Internet. Je nach Preisklasse kann sich das Angebot an smarten Funktionen hier zum Teil deutlich unterscheiden.

4. Häufige Fragen

LCD oder LED?

Am Ende unterscheiden sich LCD und LED TV kaum. Beim LCD-Panel handelt es sich um die vorgesetzte Oberfläche des Fernsehbildschirms, durch LEDs wird dieses beleuchtet. Reine LCD-Geräte findet man heutzutage kaum noch.

Fernseher oder Beamer?

Die Frage stellt sich vor allem den Nutzer die ein möglichst großes Bild wünschen. Zwar gibt es mittlerweile Fernseher mit riesigen Diagonalen von bis zu 2 Metern, diese sind dann jedoch preislich häufig sehr intensiv. Auch Beamer sind natürlich nicht unbedingt günstig, hier lassen sich jedoch bequem noch größere Diagonalen erzeugen.

An die Qualitäten eines modernen Fernsehers reichen Projektoren für das Heimkino häufig noch nicht heran, aber auch hier gibt es Modelle mit Full HD oder sogar Ultra HD Auflösungen die für ein tolles Heimkino-Erlebnis sorgen können. Beim Beamer sollte man dann aber immer auch auf eine hochwertige Leinwand setzen.

Was verrät die Energieeffizienzklasse über einen Fernseher?

Wie bei vielen anderen technischen Geräten werden auch Fernseher in bestimmten Energieeffizienzklassen (EEK) eingeordnet. Diese gibt einen Überblick über den Stromverbrauch und die Umwelteigenschaften. Umso besser die EEK, desto geringer ist der Stromverbrauch und die damit verbundenen Folgekosten. Seit November 2011 ist die Kennzeichnung bei TV-Geräten Pflicht, man unterscheidet hier zwischen A (sparsam) bis G (sehr hoher Verbrauch).

Durch den Einsatz der sparsamen LED-Beleuchtung erreichen modernen Fernseher häufig die EEK A. Um dennoch Unterschiede beim Verbrauch erkennen zu können, gibt es ab 2014 die Klasse A+. Ab 2017 kommt die Klasse A++ und ab 2020 die Klasse A+++ hinzu. Wichtig ist zudem auch die Größe des Fernsehers, umso größer der Bildschirm, desto größer natürlich auch der Stromverbrauch.

Welches Budget muss ich bei der Neuanschaffung einplanen?

Diese Frage lässt sich generell nur schwer beantworten. Fernseher gibt es ab einem Preis von 200-300 Euro, dies sind meist besonders kleine und einfache Modelle, bis hin zu mehreren tausend Euro, nach oben hin sind dem Preis kaum Grenzen gesetzt.

Entscheidend ist hier eher die Frage was ich von meinem neuen Fernseher erwarte. Sollte er möglichst groß sein und allen modernen Techniken an Bord haben, sollte das Budget schon im vierstelligen Bereich liegen. Aber auch für den etwas kleineren Geldbeutel gibt der Markt tolle Alternative her. Wer vor allem Wert auf ein gutes Bild legt, findet schon für weniger als 1000 Euro große und gute Full HD TVs auf dem Markt.

Muss es heute schon ein Ultra HD (4K) Fernseher sein?

Auch diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Ohne Zweifel bietet der UHD-Fernseher ein schärferes Bild mit mehr Bildpunkten und Kontrasten. Dafür bezahlt man zur Zeit jedoch noch einen sehr hohen Preis. Zudem ist der Unterschied zwischen einem Full HD Fernseher mit ebenso schon sehr hoher Qualität und dem Ultra HD TV für den Ottonormalverbraucher nur bedingt zu erkennen.

Generell lässt sich festhalten das man ein Ultra HD Gerät erst bei einem großen Bildschirm ab etwa 55 Zoll in Betracht ziehen sollte. Aktuell fehlen bei den 4K-Fernsehern jedoch noch einheitliche Standards und auch das Bildmaterial hält sich derzeit noch in Grenzen. Die Technik steht hier generell noch am Anfang, sodass man zurzeit bedenkenlos noch zu einem guten Full HD Fernseher greifen kann.

5. Glossar

3D-TV

Viele moderne Fernseher sind in der Lage neben dem typischen zweidimensionalen Bild auch Inhalte in 3D anzubieten. Bei der räumlichen Wahrnehmung wie sie bei einem dreidimensionalen Bild stattfindet, ist das Prinzip im Grunde ganz einfach. Jedes Auge erfasst einen Gegenstand aus einem etwas anderen Blickwinkel, das Gehirn setzt die beiden unterschiedlichen Bilder dann dreidimensional zusammen. Neben der Höhe und der Breite erkennt man so auch die Tiefe des Gegenstandes in einem Raum. Bei Fernsehern unterscheidet man hier zwischen zwei Techniken.

Beim Einsatz von Polarisationsfiltern werden zwei Bilder mit unterschiedlichen Welleneigenschaften projiziert. Jeder Seite der sogenannten Polaristaionsbrille lässt nur eines der Bilder durch und filtert das andere heraus, dadurch entsteht für den Betrachter der dreidimensionale Effekt. Der Vorteil dieses Technik sind die vergleichsweise günstigen Brillen, jedoch ist die Hersteller des Displays aufwendiger und auch die Bildauflösung ist dabei nur halbiert.

Bei der sogenannten Shutter-Technik werden die Bilder in voller Auflösung nacheinander auf das recht und linke Auge dargestellt. Der Fernseher sendet dabei ein Signal an die Brille und hier werden die Gläser im Wechsel geöffnet und geschlossen. Bei voller Auflösung bekommt man so sattere Farben und schärfere Kontraste geboten, die Brillen sind jedoch etwas teurer.

Analoges Fernseher

Aktuell kann das analoge Fernsehen nur noch über Kabel empfangen werden, für alle anderen Empfangswege wurde das Analog-TV abgeschaltet in Deutschland. Als Weiterentwicklung zum analogen TV-Empfang setzt man heutzutage auf die digitale Übertragungstechnik. Diese bietet die deutlich schärferen Bilder und auch klanglich sind die Qualitäten besser. In modernen Fernsehern sind meist die passenden Receiver für den digitalen Empfang integriert.

Anschluss des Fernsehers

Trotz kabelloses Techniken und Wireless-Übertragung spielen Schnittstellen zur Kopplung unterschiedlicher Geräte weiterhin eine wichtige Rolle, gerade wenn ein besonders schneller Austausch von Daten stattfinden soll. HDMI gehört hier zu den wichtigsten TV-Ports und hat den analogen Scart-Anschluss fast komplett abgelöst. Die High-Definition Multimedia Interface Schnittstellen dienen einem schnellen Datenaustausch großer Audio- und Video-Volumen zwischen dem Fernseher und anderen Multimediageräten. Die Anzahl der HDMI-Anschlüsse ist dabei ein wichtiger Aspekt bei der Wahl zum neuen Fernseher, mindestens drei Ports sollte der neue Flachbildschirm haben. Eine weitere wichtige Schnittstelle ist der USB-Port. Dabei handelt es sich um eine klassischen Schnittstelle welche für die Kopplung von TV und passenden USB-Sticks oder Festplatten genutzt werden kann. Hier lassen sich bequem Multimediainhalte auf dem Fernseher abspielen, oder aber bei einer passenden Aufnahmefunktion auf dem USB-Speicher abgelegt werden.

Es gibt weiterhin noch ältere Fernseher die mit einer DVI-Schnittstelle bestückt sind. Digital Visual Interface ist ein Anschluss für die digitale Übertragung von Bildmaterial, dabei werden jedoch Audiosignale nicht übertragen. Daher empfiehlt sich der Einsatz eines HDMI-Kabels.

Auflösung

Bei der Auflösung eines Fernsehers handelt es sich um die Anzahl der dargestellten Punkte aus denen sich das Bild zusammensetzt. Diese Punkte sind die sogenannten Pixel. Bei analogen PAL-Signalen beträgt die Auflösung 720 x 576 Pixel, bei HDTV 1280 x 720 Pixel und bei Full HD 1920 x 1080 Bildpunkte.

Ganz moderne Fernseher kommen aktuelle mit der Ultra HD Auflösung mit 3840 x 2160 Pixeln daher, oder teils sogar mit Cinema-4K, hier beträgt die Auflösung 4096 x 2304 Pixel. Generell bedeutet eine höhere Auflösung immer ein Plus an Bildschärfe. Umso größer ein Bildschirm ist, desto höher sollte auch die Auflösung sein, damit das Fernseher in High Definition (HD) auch tatsächlich möglich ist.

Bildfehler

Fernseher liefern immer bessere Bilder mit immer wieder neuen Technologien. Aber moderne Techniken haben meist auch immer ein paar Schwächen, diese haben zum Teil spezielle Fachbegriffe.

Das sogenannte Banding beschreibt eine schlechte Signalverarbeitung, welche die Farbübergänge nicht sehr weich sichtbar macht, sondern eher stufig. Gerade bei großen Bildschirmen kann man dieses häufig erkennen.

Das Clouding beschreibt helle Stellen in einem dunklen Bild, dieses wird bei Bildfehlern häufig genannt. Bei einem LCD-Bildschirm tritt dieser Effekt bei einer unterschiedlichen Wärmeentwicklung der Hintergrundbeleuchtung auf. Bei einem neuen Fernseher sollte dieser Effekt nach etwa 20 Betriebsstunden verschwinden, ansonsten hat man hier die Möglichkeit einen Gewährleistungsfall daraus zu machen.

Beim Ghosting handelt es sich um einen Bildfehler, welchen man bei der dreidimensionalen Darstellung findet. Dabei werden Inhalte in schnellen Bewegungen nur verschleiert dargestellt.

Ein weiterer Bildfehler kann der sogenannte Soap-Effekt sein. Gerade ältere Filme liefern häufig gar nicht so viel Bildmaterial wie es der Fernseher mit seinen hohen Bildwiederholungsraten anzubieten hat. Ist dies der Fall kann der Prozessor des Fernsehers aus dem vorhandenen Bildmaterial weitere Zwischenbilder berechnen, diese Technik nennen einige Hersteller Motion-Funktion. Die Auffüllung der Hz-Zahl dient dazu ein gleichmäßiges Bild bei Bewegungen zu gewährleisten. Dies funktioniert jedoch nur dann wenn ausreichend Rechenleistung geboten wird. Ist dies nicht der Fall, dann wirken Bilder oftmals künstlich und statisch, der Soap-Effekt tritt ein.

Bildwiederholungsrate

Beim TV-Bild werden Inhalte nicht pro Zeile aufgebaut, sondern die Bildpunkte werden hier zur gleichen Zeit zum Leuchten gebracht. Die Schärfe der Bewegungen wird dabei von der Bildwiederholungsrate beeinflusst, diese wird bei einem Fernseher in Hertz gemessen. Hat man zum Beispiel einen Fernseher mit 100 Hz, wiederholt diese ein Bild in der Sekunde 100-mal.

Die 100-Hz-Rate reicht bei den meisten Fernsehern in 2D absolut aus, bei 3D-Darstellungen darf der Fernseher gerne aber auch mehr bieten. Sehr hohe Werte ab 500 Hertz sind häufig jedoch nur Marketing-Aussagen, effektiv zeigen die TVs keine 500 Bilder in der Sekunde, hier werden nur Teilbilder hinzuaddiert. Dennoch kann man generell sagen, umso höher die Bildwiederholungsrate, desto besser ist die Qualität von bewegten Bildern.

Blu-ray-Disc

Die Blu-ray-Disc ist ein optischer Speicherträger welcher aufgrund mehrerer Schichten deutlich mehr Speicherkapazität besitzt als eine herkömmliche DVD. Bei der Wiedergabe werden die Schichten durch einen Laserstrahl abgetastet. Durch die große Speicherkapazität kann die Blu-ray-Disc bis zu 5-mal mehr Details anzeigen, wobei Filme hier in einen Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln dargestellt werden. Die Qualität ist damit deutlich höher als bei der DVD.

CI-Modul und CI Plus

Das CI-Modul (Common Interface) handelt es sich um ein Modul welches verschlüsselte Daten entschlüsselt auf das Endgerät, den Fernseher liefert. Dieses wird zusammen mit einer Smartcard im CI-Schacht des Fernsehers platziert, wobei die Smartcard den Schlüssel enthält. Aktuell verfügen fast alle modernen Fernseher über ein solches CI-Modul, welches für den Empfang von Pay-TV unerlässlich ist.

CI Plus ist die Weiterentwicklung von CI. Wohingegen beim CI-Modul entschlüsselte Signale an den TV geliefert werden und dort auch entschlüsselt bleiben, zum Beispiel für eine Aufzeichnung auf einer Festplatte, setzt man bei CI Plus auf eine Rückverschlüsselung. Damit werden die Anforderungen der Rechteinhaber an die Datensicherheit vollständig umgesetzt, Filme können so zum Beispiel nicht vervielfältigt werden.

DVB

Die Kurzform von Digital Video Broadcasting oder auf Deutsch Digitaler Videorundfunk beschreibt das standardisierte Übertragen von digitalen Diensten und Programmdaten. Hier unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Übertragungswegen. Per Satellit bezeichnet man die man die Übertragung als DVB-S, per Antenne DVB-T und per Kabel DVB-C.

Durch die komprimierten Daten lassen sich hier große Mengen übertragen, im Vergleich zur analogen Übertragung stehen somit pro Kanal mehr Programme zur Verfügung und auch steigt die Bild- und Tonqualität. Für den Empfang ist ein externe Receiver notwendig, viele moderne Fernseher besitzen aber auch einen solchen.

EPG

Als EPG (Electronic Program Guide) oder auf Deutsch elektronischer Programmführer bezeichnet man eine digitale Variante der herkömmlichen Fernsehzeitschrift in gedruckter Form. Fernseher mit einem solchen EPG können über das aktuelle TV- und Radioprogramm informieren.

HDTV

Unter HDTV versteht man den Sammelbegriff von TV-Normen die mit einer höheren Bildqualität als ein herkömmlicher Fernseher mit SD-Auflösung arbeitet. Ein HD-Fernseher bietet Bilder mit einer Auflösung von mindestens 1280 x 720 Bildpunkten, die Bilddarstellung ist damit deutlich besser als in der Vergangenheit. Programme in HD werden von den meisten Fernsehanstalten angeboten.

HD+

Bei HD+ handelt es sich um kostenpflichtige Programme (Pay TV) der bekannten TV-Anstalten. Die privaten Sender liefern hier verschlüsselte und besonders hochauflösende Inhalte. Benötigt dazu wird ein passender Receiver mit einer CI-Schnittstelle und die kostenpflichtige SmartCard des Anbieters.

LCD

Die Abkürzung LCD steht für Liquid Crystal Display. Dies beschreibt eine Bildtechnologie bei der das ausgesandte Licht einer Lampe auf Flüssigkeitskristalle trifft, diese manipulieren die Intensität des Lichts. Durch nachgeschaltete Filter werden einzelne Bildpunkte dann eingefärbt.

Plasma-Display

Bei einem Plasma Bildschirm sind Phosphorzellen enthalten, diese werden durch elektrische Signale angeregt und erzeugen somit das Plasma. Das Plasma sendet hier farbiges Licht aus.

Durch eine hohe Dichte der Bildpunkte erlaubt der Plasma-Schirm Filme und Sendungen in hohen Auflösungen, wobei auch der große Farbkontrast eine Stärke dieser Fernseher ist. Die meisten Hersteller setzen heutzutage jedoch weniger auf die aufwendige und teure Plasma-Technologie, sondern die meisten Fernseher werden mit LCD-Bildschirmen angeboten.

PVR ready

PVR ist eine Abkürzung für den englischen Begriff “Personal Video Recorder”, im deutschen demnach der Videorecorder. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Fernseher mit der Kennzeichnung “PVR Ready”. Es handelt sich hier um Geräte die in der Lage sind Videosignale auf ein digitales Speichermedium, zum Beispiel per USB, aufzuzeichnen.

Herkömmliche Videorecorder werden demnach nach und nach durch Fernseher mit dem Label PVR ready abgelöst. Häufig wird diese Funktion durch das sogenannte Time Shift ergänzt, hier kann eine Sendung zu einem späteren Zeitpunkt gestartet oder weitergesehen werden, da diese zur gleichen Zeit wiedergegeben und aufgezeichnet wird.

Smart TV

Mittlerweile handelt es sich bei den meisten neuen Flachbildfernsehern um einen Smart TV. Ein solcher ist in der Lage sich via WLAN mit dem Internet zu verbinden und zusätzlich zu den normalen Angeboten eine Vielzahl an Funktionen und Web-Angeboten zu gewährleisten. Hier hat der Nutzer die Möglichkeit auf die verschiedensten Streaming-Angebote von Video on Demand Diensten der Hersteller und Online-Sender zurückzugreifen.

Netflix, Amazon Prime, Maxdome oder Youtube wären hier passende Beispiele. Die Hersteller bieten dabei unterschiedliche Auswahl an Apps, wobei man mit einem solchen Smart TV auch oftmals ganz normal im Internet surfen kann. Mit der passenden Smart Touch Fernbedienung gelingt das Navigieren dabei meist noch komfortabler.

Triple Tuner

Besitzt ein Fernseher einen solchen Triple Tuner benötigt man keinen externen Receiver zum Empfang von TV-Signalen. Das integrierte Empfangsteil kann Signael via Satellit (DVB-S), via Kabel (DVB-C) oder auch terrestrisch (DVB-T) empfangen. Handelt es sich lediglich um einen Dual Tuner, wurde auf eines der Empfangsteile verzichtet.

Twin-Tuner/-Receiver

Der sogenannte Twin Tuner ist ein Receiver mit zwei integrierten Empfangseinheiten. Durch diesen ist die gleichzeitige Wiedergabe eines Programmes und das Aufnehmen eines anderen Programmes möglich. Der Anschluss eines solchen Twin-Tuners ist über zwei separate Anschlusskabel notwendig, die Übertragungsqualität wird dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Mit dem Twin-Receiver lassen sich auf Wunsch damit auch zwei Sendungen zur gleichen Zeit aufnehmen. Eine weitere Funktion solcher Receiver ist die Bild-in-Bild-Funktion, gleichzeitig können damit mehrere Sender auf einem Schirm dargestellt werden.

Zoll

Die Größe eines Fernseher wird häufig in Zoll angegeben. Es handelt sich hier um eine veraltete Maßeinheit die jedoch heutzutage gerade im englischen Sprachraum (inch) weiterhin zum Einsatz kommt. Im Bereich der TV-Technik entspricht 1 Zoll in etwa 2,5 Zentimeter.