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NAS Server Ratgeber

1. Was ist ein NAS (NAS-Server)?

Ganz einfach gesprochen steht NAS für Network Attached Storage, zu gut Deutsch also netzgebundener Speicher. Solche Speichersysteme kommen immer dort zum Einsatz, wo in einem Netzwerk ein gewisser Festplattenspeicher zur Verfügung gestellt werden soll. Ein NAS-Speicher ist direkt am Netzwerk angeschlossen und arbeitet autonom, unabhängig von einem PC besitzt er einen eigenen Arbeitsspeicher und einen eigenen Prozessor. Aus dem Netzwerk heraus können verschiedene Nutzer auf diesen Speicher zugreifen, wobei die Verbindung in der Regel durch WLAN- oder LAN-Netzwerke hergestellt wird.

Damit bietet sich ein NAS-System sehr gut für die zentrale Speicherung von Filmen, Fotos, Musik oder Dokumenten an, wobei NAS-Systeme auch im professionellen Bereich zur gemeinsamen und unkomplizierten Nutzung verschiedener Daten genutzt werden können.

2. Vor- und Nachteile eines NAS-Systems

  • Schneller Zugriff auf Daten von mehreren Nutzern gleichzeitig
  • vergleichsweise geringer Stromverbrauch
  • kein separater Rechner notwendig
  • Sicherheit gegenüber Cloudspeicherung
  • teilweise komplizierte Einrichtung
  • Know-How hinsichtlich Netzwerke notwendig

3. Worauf beim Kauf eines NAS achten?

Wer mit dem Gedanken spielt, ein NAS-System in das private oder auch berufliche Netzwerk zu integrieren, der muss sich vor dem Kauf ein paar wichtige Fragen stellen. Im Idealfall ist der gewählte NAS-Server ganz genau auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt.

Hierbei sollten sich Interessenten Gedanken über die gewünschte Speicherkapazität machen. Diese sollte dem eigenen Vorhaben entsprechend gewählt werden, denn ein NAS-Server mit zu wenig Speicherplatz wird schnell nicht den gewünschten Effekt erzielen. Ein überdimensional gewählter Speicher kann kostentechnisch deutlich teurer werden, im Gegenzug jedoch ist man so für die Zukunft und weitere Vorhaben besser gerüstet. Um bestmöglich auf Speicher-Engpässe reagieren zu können, bieten sich NAS-Server ohne vorinstallierte Festplatte an, so können Nutzer selbst mit SATA-Festplatten aufrüsten und ihren Vorstellungen entsprechend die Kapazität wählen.

Neben der Speicherkapazität kann das NAS-System auch anhand des gewünschten BAY-Typs ausgewählt werden. Hier gibt es die Möglichkeit auf ein einfaches 1-BAY-NAS zu setzen, dieses bietet Platz für nur eine Festplatte und ist gut für Einsteiger geeignet. 2-BAY-NAS bieten zwei Steckplätze und sind ebenso für Einsteiger geeignet. Fortgeschrittene können auch auf das 3-BAY-NAS mit Platz für 3 Festplatten setzen, Profis greifen wohl gleich zum 4-BAY-NAS.

Hinsichtlich der Anschlüsse bietet jedes NAS einen Ethernet-Anschluss, dieser verbindet NAS und Netzwerk per Gigabit-LAN miteinander. Neben diesem essentiellen Anschluss ist es aber auch praktisch wenn das neue NAS auch einen oder mehrere USB-Ports sein eigen nennt. So können beispielsweise Drucker oder andere Peripherie-Geräte direkt an den Server angeschlossen werden.

Ausreichend Speicher und passende Konnektivität vorausgesetzt, stellt auch der Prozessor samt Arbeitsspeicher (RAM) und Betriebssystem eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung dar. Umso leistungsstärker der integrierte Prozessor ist, desto flüssiger und effektiver kann auch der Netzwerkspeicher arbeiten.

4. Wo sind die Unterschiede zwischen Festplatte und NAS?

Wer ausschließlich seine Daten sichern möchte, der benötigt nicht zwingend ein NAS. Für diesen Fall ist eine klassische Festplatte gut geeignet. Wenn jedoch mehr vom zukünftigen Speicher gewünscht ist und ein Aufpreis zur Festplatte in Kauf genommen werden kann, dann kann die Einbindung eines Servers ins Netzwerk durchaus sinnvoll sein.

Der größte Unterschied ist die Funktion, dass ein NAS-System dank Einbindung im Netzwerk von mehreren Nutzern, Rechnern und Systemen angesteuert werden kann. Eine externe Festplatte hingegen muss immer genau dort angeschlossen werden, wo die Daten benötigt sind.

Zusätzlich kann ein NAS durch verschiedene Programme sehr intelligent genutzt werden, für automatische Backups mehrerer Rechner beispielsweise. Wer die Möglichkeiten eines NAS ausnutzt, ist hier deutlich flexibler als bei einer einfachen Festplatte. Wer die Möglichkeiten nicht ausnutzt, ist mit einer Festplatte besser beraten und kann sich den teils nicht ganz günstigen Preis für ein NAS sparen.

5. Ist die Cloud-Speicherung eine Alternative zu NAS-Servern?

Speichern in der Cloud ist sehr beliebt, hat aber im Vergleich zu einem NAS-Server durchaus Nachteile in bestimmten Situationen. Wie auch das NAS-System sind Clouds zur Speicherung von Daten als sehr vielseitig einzuschätzen. Auch hier ist der Zugriff auf die Daten von überall auf der Welt möglich.

Im Vergleich zu einem NAS-System liegen die eigenen Daten aber nicht auf dem eigenen Server, sondern auf einem fremden Server des Anbieters. Wie hoch die Sicherheitsvorkehrungen dieses Servers sind lässt sich in der Regel nur schwer einschätzen. Damit ist ein NAS-System in punkto Sicherheit deutlich besser als die Cloud. Auch ermöglicht ein NAS einen Fernzugriff per VPN und kostet in der Anschaffung nur einmal Geld (evtl. weitere Festplatten). Bei der Cloud hingegen kann es zu regelmäßigen Kosten an den Anbieter kommen, wobei kleinere Kapazitäten mit ein paar GB in der Regel kostenlos angeboten werden. Für größere Speichermengen sind je nach Anbieter mit nicht unerheblichen Kosten zu rechnen.

Die Nutzung einer Cloud zur Speicherung von Fotos, Videos & Co. ist generell sehr einfach und unkompliziert. Ein NAS hingegen erfordert in der Regel deutlich mehr Einarbeitung und Know-How.

Generell kann die Speicherung von Daten in einer Cloud durchaus sinnvoll und eine gute Ergänzung sein. Wer mehr Komfort und Möglichkeiten wünscht, ist in der Regel mit einem NAS aber besser bedient.

6. Speicher im Netzwerk: Das perfekte NAS

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