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Schleifmaschinen

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Schleifmaschinen Ratgeber

1. Welche Schleifmaschinen gibt es?

AEG WS 22-230 E

Im Bereich der professionellen Bearbeitung von Werkstücken aus Holz oder Metall gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Schleifgeräte. Aber auch im Heimwerker-Segment kommen unterschiedliche Schleifgeräte immer wieder zum Einsatz. Nachfolgend wollen wir die wichtigsten Schleifmaschinen mit ihren Eigenschaften etwas genauer vorstellen.

  • Bandschleifer: Wird mit einem Schleifband betrieben, welches um eine Antriebs- und eine Umlenkrolle geführt wird.
  • Deltaschleifer: Wird durch einen Vibrationsmechanismus betrieben, welcher sich direkt auf ein dreieckiges Schleifblatt überträgt.
  • Exzenterschleifer: Arbeitet mit einer Kombination aus Schwing- und Drehbewegungen.
  • Schwingschleifer: Führt mit einer viereckigen Schwungplatte kleine und kreisrunde Bewegungen aus.
  • Winkelschleifer: Umgangssprachlich auch als Flex oder Trennschleifer bezeichnet, kann ein solcher nicht nur schleifen, sondern auch Werkstücke trennen.
  • Trockenbauschleifer: Ermöglicht durch langen Griff das Schleifen von Wänden und Decken ohne zusätzliche Hilfe.

2. Welchen Schleifer für welchen Zweck?

Wie verschiedene Schleifmaschinen funktionieren und wie sie arbeiten haben wir im ersten Absatz geklärt. Doch für welche Arbeiten die jeweiligen Schleifmaschinen geeignet sind, beantworten wir erst jetzt:

  • Bandschleifer: Für Holz, Kunststoff und nicht eisenhaltige Metalle geeignet. Ist für große bis sehr große Flächen vorgesehen und in der Lage einen hohen Abtrag zu erreichen.
  • Deltaschleifer: Abhängig vom Schleifband lassen sich damit Holz, Metall oder auch Lacke bearbeiten. Besonders in Ecken, an Kanten oder in anderen schwer zugänglichen Stellen geeignet.
  • Exzenterschleifer: Eignet sich für viele Werkstoffe wie Holz, Metall, Kunststoff, Glas oder auch Lacke. Ist bei groben Oberflächen, planen und gewölbten Flächen gut geeignet.
  • Schwingschleifer: Ist ausschließlich zum Bearbeiten von Holz geeignet. Bietet sich bei glatten Flächen, aber auch in Ecken und Kanten an.
  • Winkelschleifer: Für Metall und Stein geeignet. Eignet sich zum Entfernen von Rost auf besagten Materialien, aber ebenso zum Durchtrennen.
  • Trockenbauschleifer: Mit einem solchen Schleifgerät lassen sich Tapetenreste, Farben, Spachtelmasse und Gispkarton schleifen.

3. Was passiert mit dem Staub beim Schleifen?

Egal mit welchen Schleifgerät gearbeitet wird und welches Material behandelt wird, es entsteht Staub beim Schleifen. Dieser kann unter Umständen zum Problem werden. Zum einen sorgt der Staub für eine dreckige Umgebung was gerade in Innenräumen ärgerlich ist, zum anderen kann der feine Staub auch für die Gesundheit des Handwerkers ein Problem darstellen sollte dieser zu viel davon einatmen.

Die Lösung ist im Prinzip ganz einfach und heißt Staubaufnahmesystem. Gute Schleifmaschinen bieten die Möglichkeit über ein eingebautes System den Staub in einen dafür vorgesehen Behälter zu leiten oder zumindest die Option, einen Staubsauger anschließen zu können.

4. Tipps für optimales Schleifen

  • Das richtige Schleifgerät für die jeweilige Arbeit verwenden.
  • Werkstücke immer in mehreren Durchgängen bearbeiten.
  • Mit einer groben Körnung starten und immer feiner werden.
  • Beim Schleifen von Holz immer mit der Maserung schleifen.
  • Beim Schleifen immer auf den persönlichen Schutz achten und eine Schutzbrille oder Staubmaske tragen.
  • Ein regelmäßiger Wechsel des Schleifmittels erhöht die Lebensdauer der Schleifmaschine.

5. Welche Art von Schleifer braucht man für welche Arbeiten?

Externer Inhalt: Youtube Video

6. Glossar

Körnung

Schleifpapier und andere Schleifmittel sind in verschiedenen Körnungen erhältlich. Diese hat maßgeblichen Einfluss auf die Schleifarbeit. Je höher der Wert der Körnung, desto glatter wird die Oberfläche und feiner ist das Schleifpapier. Die Angabe der Körnung erfolgt in der Regel auf der Rückseite und wird in der Maßeinheit Mesh angegeben. Diese gibt die Anzahl der Maschen eines Netzes pro Zoll an.

Maserung

Die Maserung beschreibt die Textur von Holz, Leder oder auch Mamor. Hierbei handelt es sich um ein welliges Muster, welches von Natur aus in den jeweiligen Stoffen vorkommt. Beim Schleifen von Werkstoffen ist für ein optimales Ergebnis immer die Arbeit mit der Maserung entscheidend.

Schleifmittel

Schleifmittel sind für den Abtrag an Material des Werkstückes entscheidend. Das am häufigsten eingesetzte Schleifmittel ist Korund, aber auch Zirkon, Siliciumcarbid, Bornitrid oder Diamant kann als Schleifmittel zum Einsatz kommen. Schleifmittel aller Art sind besonders hart und zäh, sind chemisch beständig und können auch hohen Druck aushalten. Bei Schleifmitteln handelt es sich immer um einen Kornwerkstoff, welcher auf einem Schleifwerkzeug gebunden ist.

Schleifteller

Der Schleifteller ist für die Aufnahme des Schleifmittels zuständig. Es gibt je nach Anwendungsgebiet weiche, mittelharte oder harte Schleifteller.