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Champagner

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Champagner Ratgeber

Champagner

Champagner ist nicht nur ein äußerst schmackhafter Schaumwein, sondern ein Symbol für Luxus und Genuss. Die Exklusivität des Getränks stützt sich dabei nicht nur auf die lange Geschichte der Herstellung und gelungene Image-Pflege, sondern vor allem auf die aufwändige Herstellung, die ein möglichst bestechendes Geschmackserlebnis hervorbringt. Wer nach einem Champagner Ausschau hält, hat etwas zu feiern oder möchte sich einfach etwas gönnen. Was man auf keinen Fall bekommt, ist etwas „Normales“, denn Champagner ist höchster Genuss und immer exklusiv.

Dieser kurze Ratgeber soll einen kleinen Überblick über Champagner, seine Definition und Herstellung sowie über seine verschiedenen Varianten liefern.

Echt „Champagner“ – Kriterien für das begehrte Zertifikat

Ein Champagner ist kein gewöhnlicher Schaumwein, eben deshalb darf er sich Champagner nennen. Der Begriff ist dabei umfangreich durch verschiedene Gesetze geschützt und stellt sicher, dass nur das französische Original unter diesem Begriff verkauft werden darf. Genauer gesagt muss der Champagner aus einer etwa 35.000 Hektar großen Region nördlich des Marne-Tals stammen, damit er sich so nennen kann. Das Anbaugebiet muss dabei streng abgegrenzt sein. Außerdem gilt es, weitere Anbauvorschriften zu befolgen wie etwa die für die Pflanzdichte und die Ertragsreduzierung.

Als Rebsorten kommen hauptsächlich Spätburgunder, Schwarzriesling und Chardonnay zum Einsatz. Die Lese muss mit der Hand erfolgen, die Pressung umgehend und möglichst schonend. Das ist aber erst der Anfang. Anders als die meisten gewöhnlichen Sekt-Sorten reift der Champagner mindestens 3 Jahre in der Flasche. Danach muss das Produkt mithilfe aufwändiger Verfahren geklärt werden.

Jeder einzelne Schritt wird ständig durch unabhängige Stellen penibel kontrolliert. Dies stellt sicher, dass der Champagner nichts von seiner Qualität einbüßt, sodass man sich sicher sein kann, dass man immer eines der exklusivsten Getränke der Welt vor sich hat.

Champagner Herstellung

Grundlage eines jeden Champagners ist ein Wein, der mit den weiter oben genannten Auflagen gekeltert werden muss. Es wird dabei darauf geachtet, dass nur wenige rote Farbstoffe der roten Traubensorten in den Wein gelangen, weshalb diese möglichst schnell gepresst werden.

Nach Abschluss der alkoholischen Gärung wird der Grundwein für die Flaschengärung vorbereitet. Zuerst wird dafür die sogenannte Assemblage durchgeführt, bei der Weine verschiedener Lagen und Jahrgänge miteinander vermischt werden. Dies soll vor allem einen möglichst gleichbleibenden Geschmack des Produkts garantieren. Daneben bieten einige Hersteller aber auch Jahrgangs-Champagner an, wobei diese im Vergleich selten sind.

Während der mindestens 15 Monate (3 Jahre für Jahrgangs-Champagner) langen Lagerzeit gärt der Champagner weiter. Hier bildet sich auch die charakteristische Kohlensäure. Die Hefe zersetzt sich im Laufe dieses Prozesses und verleiht dem Champagner schließlich das Aroma, das ihn auszeichnet.

Bevor der Champagner auf den Markt kommen kann, muss der Rest der Hefe aus der Flasche. Dafür werden die Flaschen über mehrere Wochen gerüttelt, bis sich schließlich die gesamte Hefe im Flaschenhals sammelt. Der Flaschenhals wird dann stark abgekühlt, sodass die Hefe als Propfen gefriert und nach Öffnen der Flasche in einem Stück hinausschießt. Der verlorene Inhalt wird ersetzt durch die Dosage. Dabei handelt es sich oft um Süßweine, es kann jedoch auch eine Zuckerlösung beinhalten. Jeder Hersteller fügt seinem Champagner eine ganz eigene Dosage zu, wodurch jede Marke einzigartig wird. Außerdem bestimmt sie über die Süße des Champagners. Die Süße wird in einer Skala eingeteilt von Ultra Brut (sehr trocken) bis Demi Sec (süß) oder sogar Doux (sehr süß).

Champagner Qualitätsmerkmale

Champagner ist in jedem Fall ein exklusives Getränk. Das heißt aber nicht, dass jeder Champagner gleich ist. Selbst die Auswahl eines einzigen Herstellers weist große Unterschiede bezüglich der Exklusivität und des Preises auf. Die angefügte Liste soll dabei die wichtigsten Begriffe, die sich auf dem Etikett eines Champagners finden lassen, genauer erläutern.

Ein Merkmal, das an dieser Stelle aber gleich noch angeschnitten werden soll, ist die Flaschengröße. Tatsächlich hat die Größe der Flasche einen Einfluss auf die Qualität des Endprodukts, schließlich reift der Champagner ja in der Flasche, in der er ausgeliefert wird. Während eine gewöhnliche Flasche (Imperial) 0,75 Liter enthält, gibt es noch kleinere und deutlich größere Flaschen. Die 1,5-Liter-Flasche (Magnum) gilt dabei als die mit dem besten Ergebnis.

Glossar

Blanc de blancs

Ausschließlich aus Chardonnay-Trauben hergestellt.

Blanc de noirs

Ausschließlich aus roten Trauben hergestellt.

Cuvée

Hier sind die Grundweine aus der besonders edlen ersten Traubenpressung hervorgegangen, dies kennzeichnet eine besonders hohe Qualität.

Cuvée prestige / cuvée spéciale

Das Spitzenerzeugnis des Herstellers.

Millésime

Jahrgangs-Champagner mit Angabe des Jahrgangs.

Réserve

Kennzeichnet eine gehobene Qualitätsstufe von Champagnern, die mit älteren Jahrgängen derselben Lage vermischt wurden.

Rosé

Auf Grundlage von Rosé-Weinen hergestellter Champagner.

Tradition

Champagner der Standardqualität.