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Benzinmotor vs. Elektromotor vs. Akku – Welches ist das Richtige?

Egal an welchen Geräten aus dem Bereich Gartentechnik man interessiert ist, in fast allen Fällen hat man bei der Antriebsart die Qual der Wahl. Auf den ersten Blick erscheinen die Geräte trotz ihrer verschiedenen Motortypen recht ähnlich, tatsächlich eignet sich bestimmte Antriebsarten jedoch für bestimmte Zwecke am besten.

Dies bezieht sich vor allem auf die Länge der Arbeitszeit beziehungsweise auf die Größe der Arbeitsfläche. Auch die maximale Leistung ist bei allen drei Antriebsarten unterschiedlich.

Geräte mit Benzinmotor stellen dabei meistens die leistungsstärksten Geräte ihrer Art dar. Allerdings sind diese Geräte meistens auch am größten und am schwersten und damit etwas unhandlicher als Geräte mit Elektromotor. Was sie mit den Akkugeräten gemein haben, ist die Freiheit von jeglichen Kabeln, was die Flexibilität im Einsatz erhöht.

Ein Verbrennungsmotor ist jedoch deutlich lauter als ein Elektromotor. Außerdem entstehen bei der Verbrennung Abgase.

Was die Einsatzzeit limitiert, ist bei Benzinmotoren die Tankgröße bzw. die Verfügbarkeit von Benzin überhaupt. Wer sich ein Gartengerät mit Benzinmotor anschafft, muss selbstverständlich auch Benzin zum Nachfüllen verfügbar haben, dessen Lagerung wiederum Platz beansprucht. Außerdem ist das Tanken natürlich etwas aufwändiger als der Anschluss an eine Steckdose.

Dank der sehr großen Leistungsreserven von Geräten mit Benzinmotor eignen diese sich bestens für schwere Arbeiten oder beim Arbeiten auf sehr großen Flächen. In Fällen, in denen keine Steckdose in der Nähe zur Verfügung steht, aber ein Akkugerät nicht stark genug ist, stellen Modelle mit Benzinmotor außerdem quasi die einzige sinnvolle Alternative dar.

In einigen Geräteklassen sind Modelle mit Benzinmotor oftmals für professionelle Anwendungszwecke ausgelegt. Für normale Gartenbesitzer sind sie daher oft überdimensioniert.

  • Höchste Leistungsfähigkeit
  • Kabelfreiheit
  • Komplett unabhängig von Steckdosen
  • Meistens größer und schwerer als Geräte mit Elektromotor
  • Abgase
  • Benzin muss zum Tanken bereitstehen

Bei Geräten mit Elektromotor spricht man in den meisten Fällen von solchen, die per Kabel mit einer Steckdose verbunden werden müssen. Strenggenommen handelt es sich aber auch bei Akku-betriebenen Modellen um Geräte mit Elektromotor, weswegen im Einzelfall darauf geachtet werden sollte, ob zur Stromversorgung ein Kabel oder ein Akku genommen wird.

Der klar erkennbare Nachteil einer Kabelverbindung ist natürlich, dass eine Steckdose überhaupt erst in der Nähe sein muss und außerdem die Flexibilität im Umgang deutlich eingeschränkt ist. Der Aktionsradius ist von der Länge des (Verlängerungs-)Kabels abhängig, dazu ist bei der Arbeit darauf zu achten, dass Kabel nicht zu beschädigen. Außerdem muss sichergestellt werden, dass kein Wasser an die Stromverbindungen gelangen kann.

Auf der anderen Seite ist die Einsatzzeit eines per Stromkabel verbundenen Geräts (theoretisch) unendlich lang. Ein Nachladen oder Auftanken ist nicht nötig. Gartengeräte mit Elektromotoren produzieren außerdem keinerlei Abgase und sind meistens deutlich leichter als Modelle mit Benzinmotor. Im Heimbereich sind Geräte mit Elektromotoren daher besonders beliebt. Ihre maximale Leistungsfähigkeit liegt allerdings unter der von mit Benzin betriebenen Modellen, weswegen sie für schwere Arbeiten keine optimale Lösung darstellen.

Die mit Abstand flexibelste Lösung ist die Anschaffung eines Gartengeräts mit Akku. Zwar handelt es sich auch hier um Modelle mit Elektromotor, doch kommen diese komplett ohne Stromkabel aus. Sie kombinieren daher die Freiheit eines Benzinmotors mit der Leichtigkeit eines Elektromotors und sind daher in der Handhabung maximal komfortabel.

Allerdings sind sie zumeist die schwächsten Geräte ihrer Gattung, wenn es um die Leistungsfähigkeit geht. Außerdem ist die Einsatzzeit am stärksten limitiert. Ist der Akku leer, muss dieser erst aufgeladen werden, was natürlich einige Zeit kostet. Hier kann die Anschaffung von Ersatzakkus allerdings Abhilfe schaffen, da so Wartezeiten verkürzt oder sogar eliminiert werden können. Grundsätzlich sind Lösungen mit Akku jedoch bei größeren Arbeiten nicht sehr effizient.

Akkugeräte eignen sich am besten für kleinere und kurze Arbeiten, bei denen die Mängel bei Einsatzzeit und Leistung nicht zu schwer ins Gewicht fallen.

Bodenpflege – Rasenlüfter, Vertikutierer und Motorhacken

Für eine Pflege des Gartens ist nicht nur der regelmäßige Schnitt des Rasens, sondern auch eine Pflege des Bodens notwendig. Mose, Rasenfilz und Unkraut können sich einnisten und dem Rasen Platz und Luft nehmen. Für einen perfekten Rasen ist daher die Entfernung dieser ungebetenen Störenfriede von Zeit zu Zeit unabdingbar.

Die klassischen Geräte dafür sind die Vertikutierer. Sie verfügen über Krallen, die sich in den Boden eingraben und diesen auflockern. Mose und Unkraut werden gleichzeitig entfernt. Vertikutierer gibt es ebenso wie Rasenmäher mit verschiedenen Antriebsarten. Kaufkriterium ist analog dazu die Größe der zu bearbeitenden Fläche. Für sehr kleine Flächen gibt es auch Geräte ganz ohne Motor. Beachtet werden sollte, dass ein Vertikutierer nur zweimal pro Jahr verwendet werden sollte, da sonst der Rasen Schaden nehmen kann.

Wer Angst um seinen Rasen hat, kann sich auch eines Rasenlüfters bedienen. Ein Rasenlüfter funktioniert sehr ähnlich wie ein Vertikutierer. Der Unterschied liegt darin, dass die Krallen eines Rasenlüfters nur bis kurz über die Erdoberfläche reichen. Dadurch wird der Boden selbst nicht aufgelockert und Schäden an den Wurzeln werden vermieden. Unkraut wird dennoch entfernt, allerdings können bodennahe Mose weiterhin übrigbleiben. Dafür können Rasenlüfter wesentlich öfter benutzt werden als Vertikutierer.

Die radikalste Art der Bodenbearbeitung ist mit Motorhacken möglich. Diese graben sich tief ins Erdreich und lockern den Boden stark auf. Die erreichten Tiefen liegen zumeist zwischen 2 cm und 10 cm. Motorhacken sind kein klassisches Mittel der Rasenpflege, da sie die Wurzeln des Grases zerstören, und sind eher für das Umgraben von Beeten gedacht.

Schneidgeräte für Sträucher und Bäume

Natürlich beschränkt sich die Gartenpflege nicht nur auf die Pflege des Rasens. Auch Sträucher, Büsche und Bäume müssen von Zeit zu Zeit zugeschnitten werden, damit es nicht zu einem Zuwuchern kommt.

Was dabei genau gebraucht wird, hängt maßgeblich davon ab, was genau geschnitten werden soll. Geht es um das Schneiden von kleinen Sträuchern, ist eine Strauchschere das Mittel der Wahl. Wer sich die Arbeit besonders einfach machen möchte, wählt dabei eine elektronische Strauchschere, bei denen zwei sich zueinander gegenläufige Schwerter für den Schnitt sorgen. Äußerlich haben sie mit klassischen, handbetriebenen Strauchscheren nur wenig gemein.

Wer es eine Nummer größer braucht greift stattdessen zu einer Astschere. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine größere Version einer Strauchschere mit größerer Klingenlänge und größerer Schnittkraft, um auch kleinere Äste und holziges Gestrüpp wirkungsvoll schneiden zu können. Analog dazu gibt es auch Astscheren in handbetriebenen und motorisierten Versionen.

Für gröbste Arbeiten, bei denen gleich ganze Bäume und große Äste geschnitten werden müssen, geht jedoch nichts über eine Kettensäge. Vorsicht ist hier jedoch beim Umgang geboten. Außerdem lassen sich mit ihnen nur grobe Schnitte tätigen, weswegen sie für die meisten Sträucher nicht geeignet sind. Für das Schneiden von Ästen im eigenen Garten kann auch schon ein Hochentaster genug sein. Moderne Kettensägen mit Elektromotor sind dabei eine sinnvolle Alternative zu den klassischen Kettensägen mit Benzinmotor geworden.

Wer nicht nur Holz einfach so schneiden möchte, sondern dieses gleich in das perfekte Format für den eigenen Kaminofen bringen will, kann über den Kauf eines Holzspalters nachdenken. Eine klassische Axt und Kettensägen können im Prinzip als Holzspalter agieren, mittlerweile gibt es jedoch auch spezielle Geräte, bei denen aus dem Stamm geschnittene Scheiben direkt in diesen platziert und sehr einfach gespalten werden können. Günstige und leichte Varianten spalten das Holz dabei liegend, während für schwerere Arbeiten stehende Holzspalter am sinnvollsten sind.