Öko-Test - 11 Gusseisenpfannen Testsieger
11 Gusseisenpfannen im Test-Vergleich von Öko-Test
In diesem Vergleich wurden getestet:
06/2024 - Öko-Test
Inhaltsverzeichnis
- Testbericht: Gusseiserne Pfannen im Öko-Test – Wie gut sind sie wirklich?
- Sind Schwermetalle in gusseisernen Pfannen ein Problem?
- Was taugen emaillierte Pfannen?
- Welche Pfanne brät am besten?
- Wie pflegt man gusseiserne Pfannen richtig?
- Sind teure Pfannen wirklich besser?
- Fazit: Welche gusseiserne Pfanne lohnt sich?
Testbericht: Gusseiserne Pfannen im Öko-Test – Wie gut sind sie wirklich?
Gusseiserne Pfannen gehören zu den Klassikern in der Küche, doch wie schneiden sie in einem aktuellen Test des Ökomagazins ab? Der Test beleuchtet nicht nur ihre Brateigenschaften, sondern auch die Freisetzung von Schwermetallen und weitere Aspekte wie Handhabung und Sicherheit. Können teure Pfannen wirklich überzeugen, oder steckt die wahre Qualität in den günstigen Modellen?
Sind Schwermetalle in gusseisernen Pfannen ein Problem?
Ein zentrales Ergebnis des Tests war die Freisetzung von Schwermetallen beim Kochen, insbesondere bei unbeschichteten Pfannen. Einige Modelle, darunter die Petromax FP25-T Feuerpfanne, gaben besorgniserregende Mengen von Chrom, Eisen, Mangan, Vanadium und sogar Arsen ab. Letzteres ist besonders problematisch, da es als hochgiftig und krebserregend gilt. Auch die teure Stur Gusseisenpfanne konnte hier nicht überzeugen und lag ebenfalls über den empfohlenen Richtwerten.
Diese Erkenntnisse werfen die Frage auf, ob gusseiserne Pfannen tatsächlich gesundheitlich unbedenklich sind. Zwar sind Metalle wie Eisen oder Mangan für den Körper wichtig, doch eine Überdosis kann schädlich sein. Das Ergebnis des Tests zeigt, dass es entscheidend ist, auf die Herkunft und Qualität der verwendeten Materialien zu achten.
Was taugen emaillierte Pfannen?
Neben den unbeschichteten Varianten wurden auch fünf emaillierte Modelle getestet. Diese bieten den Vorteil, weniger pflegeintensiv zu sein und sind widerstandsfähiger gegen Rost. Doch auch hier gab es kritische Befunde: Bei drei Modellen, darunter die bekannte Marke Le Creuset, wurde Cadmium in gesundheitlich bedenklichen Mengen nachgewiesen. Besonders problematisch war die Ernesto Gusseisen-Pfanne von Lidl, die den Richtwert für Cadmium um das Zehnfache überschritt.
Cadmium kann sich im Körper anreichern und langfristig Nieren- und Knochenschäden verursachen. Auch wenn emaillierte Pfannen pflegeleichter sind, sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Grenzwerte für Schwermetalle nicht überschritten werden.
Welche Pfanne brät am besten?
Ein weiteres zentrales Kriterium im Test war die Bratqualität. Hier zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen emaillierten und unbeschichteten Lösungen. Emaillierte Modelle, wie die Staub-Pfanne für 159 Euro, lieferten oft ungleichmäßige Bratergebnisse. Im Gegensatz dazu schnitten unbeschichtete Pfannen, insbesondere die WAS Brat-/Servierpfanne und die Stur Gusseisenpfanne, deutlich besser ab. Diese beiden Modelle boten gleichmäßige Bräunung und überzeugten in ihrer Bratleistung. Auffällig dabei: Die günstige WAS-Pfanne für nur 11,55 Euro schnitt ebenso gut ab wie die wesentlich teurere Stur-Pfanne. Das zeigt, dass ein hoher Preis nicht zwangsläufig mit besserer Leistung einhergeht.
Wie pflegt man gusseiserne Pfannen richtig?
Gusseiserne Pfannen können bei richtiger Pflege ein Leben lang halten. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Patina, eine natürliche Antihaftschicht, die sich durch regelmäßigen Gebrauch bildet. Um diese Schicht zu erhalten, sollten die Pfannen ohne Spülmittel gereinigt und nach jedem Gebrauch sorgfältig abgetrocknet werden.
Besonders wichtig: Gusseiserne Pfannen sind nicht für die Zubereitung von säurehaltigen Lebensmitteln geeignet. Säuren wie Zitronensaft oder Tomaten können die Patina beschädigen und die Freisetzung von Metallen aus dem Eisen begünstigen. IKEA war der einzige Anbieter im Test, der explizit darauf hinwies. Andere Hersteller gaben diese Information erst nachträglich bekannt oder verwiesen auf Hinweise in den Online-Anleitungen.
Sind teure Pfannen wirklich besser?
Der Test widerlegt die weit verbreitete Annahme, dass teure Pfannen automatisch besser sind. Die Stur Gusseisenpfanne für 169 Euro und die WAS Brat-/Servierpfanne für 11,55 Euro lieferten in vielen Bereichen vergleichbare Ergebnisse. Beide Modelle boten hervorragende Bratqualitäten, während die teuren Pfannen wie die von Staub oder Le Creuset nicht immer überzeugen konnten – insbesondere bei der Schwermetallbelastung und der Bräunungsleistung.
Der Test zeigt, dass es sich lohnt, bei der Wahl von Kochgeschirr genau hinzusehen und nicht allein auf den Preis zu achten. Die günstigste Pfanne im Test, die WAS Brat-/Servierpfanne, bot hervorragende Leistungen und war auch in Bezug auf die Freisetzung von Schwermetallen unbedenklich.
Fazit: Welche gusseiserne Pfanne lohnt sich?
Die Ergebnisse des Tests machen deutlich, dass der Preis allein kein verlässlicher Indikator für die Qualität einer gusseisernen Pfanne ist. Zwar bieten teure Modelle oft eine längere Haltbarkeit und hochwertigere Verarbeitung, doch auch günstige Optionen können in der Bratleistung und Handhabung überzeugen. Verbraucher sollten besonders auf die Schwermetallfreisetzung achten und sich gut über die Pflegehinweise informieren, um eine möglichst langlebige und gesunde Nutzung zu gewährleisten.
Wer eine Pfanne sucht, die sowohl in der Bratleistung als auch in der Gesundheitssicherheit punktet, findet in der WAS Brat-/Servierpfanne ein hervorragendes Modell zum kleinen Preis.