Computer Bild - 3 Apple Neuheiten Testsieger
3 Apple Neuheiten im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
07/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
Was bringen die neuen Apple-Geräte mit M3 und M4 wirklich?
Pünktlich zum Frühling hat Apple mehrere neue Modelle seiner Produktfamilien vorgestellt – darunter das iPad Air 2025, das MacBook Air 15 Zoll mit M4 sowie den Mac Studio mit M3 Ultra. In einem ausführlichen Test hat sich die Redaktion von COMPUTER BILD die Geräte genau angeschaut und zieht ein differenziertes Fazit: viel Leistung, gezielte Detailverbesserungen – und vor allem ein bemerkenswerter Leistungssprung durch neue Prozessoren.
Wie groß ist der Unterschied zu den Vorgängern?
Von außen gleichen die neuen Modelle ihren Vorgängern weitgehend. Das hat durchaus Vorteile, denn vorhandenes Zubehör wie Tastaturen oder Schutzhüllen lassen sich weiterverwenden. Beim iPad Air etwa bleibt das Design unverändert, doch der neue M3-Prozessor bringt in Benchmarks über 20 Prozent mehr Tempo. Besonders bei grafikintensiven Anwendungen wie Spielen oder Videobearbeitung ist das Plus spürbar.
Das MacBook Air erhält mit dem M4-Chip ein kleines, aber feines Leistungsupdate – rund zehn Prozent schneller als der M3. Auch die Akkulaufzeit bleibt hoch, die Lautstärke niedrig, da das Gerät komplett lüfterlos arbeitet. Der größte Sprung gelingt jedoch dem neuen Mac Studio mit M3 Ultra, der seine beiden M3 Max-Chips zu einer 32-Kern-Einheit kombiniert. Ergebnis: deutlich mehr Leistung bei minimalem Energieverbrauch.
Was unterscheidet M3 von M4?
Ein Blick unter die Haube zeigt die Strategie: Apple bringt mit dem M3 Ultra einen besonders leistungsstarken Chip, der noch zur M3-Serie gehört, aber auf maximale Rechenleistung optimiert ist – mit 32 CPU-Kernen, 80 GPU-Kernen und 32 Neural-Kernen. Der M4 hingegen setzt auf neue Technologien wie effizientere Chipstrukturen, bleibt aber bei geringerer Kernausstattung.
Warum dieser Spagat? COMPUTER BILD erklärt, dass Apple mit dem M3 Ultra vor allem die Leistungsgrenze ausreizen will, während die M4-Architektur auf Effizienz und Integration in schlankere Geräte wie das MacBook Air setzt. Für den Nutzer bedeutet das: M4 ist moderner, M3 Ultra aber ungleich stärker.
Wie schlagen sich die Geräte im Alltag?
Alle drei getesteten Geräte zeigen im Praxisalltag überzeugende Leistungen:
- Das iPad Air 13 Zoll mit M3 glänzt mit einem scharfen, farbgenauen Display (2732 x 2048 Pixel), langer Laufzeit (8:40 h) und hohem Arbeitstempo. Wer gern mobil arbeitet oder kreativ ist, bekommt ein topmodernes Tablet, das auch für anspruchsvollere Aufgaben geeignet ist.
- Das MacBook Air mit M4 profitiert von mehr Arbeitsspeicher (ab 16 GB), schnellerer Gestensteuerung und einer neuen Webcam mit Center-Stage. Spiele laufen in Full HD mit flüssigen 54 fps – für ein Lüfter-loses Notebook eine starke Leistung.
- Der Mac Studio mit M3 Ultra stellt mit Abstand den leistungsstärksten Apple-Rechner dar. Trotz 32 Kernen und hoher Performance bleibt der Stromverbrauch niedrig (12 Watt im Normalbetrieb, 110 Watt unter Volllast) – ein Beispiel für exzellentes Energie-Management.
Gibt es auch Schwächen?
Kritik gibt es vereinzelt bei der Nicht-Aufrüstbarkeit. Speicher und RAM sind bei allen Geräten fest verlötet – wer aufstocken möchte, muss das beim Kauf tun. Auch die Preise für mehr Speicher sind hoch. Das iPad Air mit 1 TB kostet fast doppelt so viel wie das Basis-Modell mit 128 GB. Beim Mac Studio sind Tastatur und Maus ebenfalls nicht inklusive, was bei einem Preis von über 10.000 Euro für das Topmodell durchaus ins Gewicht fällt.
Wie lautet das Gesamtfazit von COMPUTER BILD?
Alle drei Geräte überzeugen – wenn auch in unterschiedlichen Kategorien. Das iPad Air 13 Zoll erhält die Testnote „sehr gut (1,4)“, ebenso wie der Mac Studio M3 Ultra. Das MacBook Air mit M4 schneidet mit „gut (1,9)“ ab – etwas schwächer, aber immer noch stark. Die Redaktion lobt vor allem das Zusammenspiel aus Leistung, Effizienz und durchdachtem Design.
Insgesamt zeigt Apple mit diesem Update, dass Evolution nicht weniger wichtig ist als Revolution. Neue Chips, feine Hardware-Tuning-Maßnahmen und kluge Softwareanpassungen sorgen für Geräte, die in ihren jeweiligen Klassen wieder Maßstäbe setzen – auch wenn die ganz großen Neuerungen diesmal ausbleiben.