Computer Bild - 2 Homematic IP Heizkörperthermostate Testsieger

2 Homematic IP Heizkörperthermostate im Test-Vergleich von Computer Bild

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03/2025 - Computer Bild

Test: Homematic IP Flex und Pure – Smarte Heizkörperthermostate im Vergleich

Die neuen Thermostate Flex und Pure von Homematic IP versprechen effizienteres Heizen durch smarte Steuerung. Beide Modelle lassen sich per App bedienen und bieten verschiedene Automatikfunktionen. Dazu gehören Heizschaltpläne, die den Heizbetrieb an Tageszeiten anpassen, und eine Fenstererkennung, die beim Lüften die Heizung automatisch herunterregelt. Zudem gibt es einen Boost-Modus, der den Raum kurzfristig auf Maximaltemperatur erwärmt, sowie einen vorausschauenden Heizmodus, der die Heizung rechtzeitig hochfährt, um pünktlich die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Eine GPS-basierte Anwesenheitserkennung bieten die Thermostate allerdings nicht. Dafür lassen sich Heizprofile anlegen und per „Urlaubsmodus“ der Heizbetrieb bei längerer Abwesenheit reduzieren. Beide Modelle sind zudem mit den Sprachassistenten Alexa und Google Assistant kompatibel, nicht jedoch mit Apple Home. Ein weiteres Extra ist die Heizkörperkontrolle: Die App warnt bei Problemen oder einem Heizungsausfall. Zudem sorgt der dynamisch-adaptive Ausgleich dafür, dass das Heizwasser gleichmäßig durch alle Heizkörper fließt.

Wie einfach ist die Montage?

Der Einbau der Thermostate gestaltet sich unkompliziert und erfordert keine besonderen handwerklichen Fähigkeiten. Nach dem Einsetzen der Batterien wird die Überwurfmutter des alten Thermostatkopfs gelöst und der neue Regler aufgeschraubt. Adapter für gängige Ventile liegen bei. Die Inbetriebnahme erfolgt über die Homematic-IP-App. Im Test waren beide Thermostate nach etwa 15 Minuten einsatzbereit. Der Flex-Regler lässt sich auch ohne App und Access Point nutzen, da er direkt am Gerät programmiert werden kann.

Wie leise sind die Thermostate im Betrieb?

Beim Regeln der Temperatur ist ein leichtes Surren zu hören. Im Schlafzimmer empfiehlt sich der Flüstermodus, der deutlich leiser arbeitet – allerdings auf Kosten der Batterielaufzeit.

Wie genau messen die Homematic IP Thermostate die Temperatur?

Für effizientes Heizen ist eine präzise Temperaturmessung entscheidend. Im Vergleich mit einem klassischen Thermometer zeigten die Homematic-IP-Regler im Test eine durchschnittliche Abweichung von 0,4 Grad. Das ist ein guter Wert. Wer die Temperatur abseits des Heizkörpers messen möchte, kann einen Funk-Raumthermostat mit Display und Drehregler für 50 Euro hinzukaufen. Dieser eignet sich besonders, wenn die Raumtemperatur in der Mitte des Raums deutlich von der am Heizkörper abweicht.

Worin unterscheiden sich die Modelle Flex und Pure?

Der Hauptunterschied liegt in der Bedienung und im Display:

  • Homematic IP Pure ist schlanker und schlichter. Es besitzt ein kleines Display, das nur die aktuelle Temperatur anzeigt. Die Steuerung erfolgt durch Drehen des Thermostatkopfs, der Boost-Modus wird per Knopfdruck aktiviert. Für alle weiteren Einstellungen ist die Homematic-IP-App erforderlich. Der Pure-Regler benötigt einen Access Point für die Verbindung mit der App.
  • Homematic IP Flex ist etwas größer und kantiger. Sein größeres Display zeigt neben der Temperatur auch den Akkustand und den Heizplan an. Der Heizbetrieb lässt sich direkt am Gerät programmieren, was einen autarken Betrieb ermöglicht. Allerdings ist die Bedienung am Gerät recht fummelig, sodass die Tester im Alltag doch lieber zur App griffen. Der Flex-Regler kann optional auch ohne Access Point verwendet werden.

Beide Thermostate nutzen ein stromsparendes E-Ink-Display, das nur bei Änderungen kurzzeitig Energie verbraucht. Die beiden AA-Batterien sollen bis zu drei Jahre halten.

Wie gut funktioniert die Steuerung per App?

Die Homematic-IP-App bietet eine übersichtliche Benutzeroberfläche und zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Heizpläne lassen sich detailliert festlegen, wobei sich Zeiträume und Temperaturen für jeden Wochentag individuell anpassen lassen. Die App liefert zudem Warnmeldungen bei Heizungsausfällen und zeigt den Status der Thermostate an. Neben der Heizungssteuerung lassen sich auch andere Homematic-IP-Geräte wie Lichtsteuerungen, Sensoren und Alarmanlagen über die App bedienen. Ein Nachteil: Ohne Access Point funktioniert die App-Steuerung nicht.

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