ADAC motorwelt - 8 All-Terrain-Reifen Testsieger

8 All-Terrain-Reifen im Test-Vergleich von ADAC motorwelt

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05/2025 - ADAC motorwelt

All-Terrain-Reifen im ADAC-Test: Für Alltag oder nur fürs Abenteuer?

Grobes Profil, robuster Look – All-Terrain-Reifen liegen im Trend, vor allem bei Campern, Pick-ups und Offroad-Fans. Doch wie schlagen sich die grobstolligen Reifen im Alltag auf Asphalt? Der ADAC hat acht aktuelle Modelle in der Größe 225/65 R17 getestet – mit überraschend deutlichem Ergebnis.

Was macht AT-Reifen so beliebt?

Viele entscheiden sich für All-Terrain-Reifen nicht nur wegen der Geländetauglichkeit, sondern wegen der Optik. Das rustikale Profil verleiht Campervans, Pick-ups und SUVs einen kernigen Auftritt. Doch während echte Offroad-Einsätze in Australien oder Südamerika zum Alltag gehören, rollen AT-Reifen in Europa meist über ganz normalen Asphalt – allen Abenteuern zum Trotz.

Wie wurde getestet?

Der ADAC stellte die AT-Modelle einem umfangreichen Vergleich gegenüber – auf trockener und nasser Fahrbahn, im Schnee und auf Schotter. Als Referenz diente ein gängiger Pkw-Ganzjahresreifen, der ebenfalls das Schneeflockensymbol trägt. So ließ sich beurteilen, ob AT-Reifen auch abseits des Marketings überzeugen können.

Überraschend schwach auf der Straße

Im Ergebnis wird klar: Auf regulärer Fahrbahn können die getesteten All-Terrain-Reifen nicht mithalten. Besonders bei Nässe zeigen fast alle Modelle Schwächen. Lange Bremswege, wenig Seitenführung und ein unsicheres Fahrgefühl sind die Folge. Auch auf trockener Straße liefern sie weniger Präzision als normale Pkw-Reifen – von sportlichem Fahrverhalten ganz zu schweigen.

Wer fährt am besten durchs Gelände?

Abseits des Asphalts können AT-Reifen ihre Stärken ausspielen – zumindest teilweise. Auf Schotter zeigen einige Modelle mehr Traktion als der Referenzreifen. Zudem überstehen sie die Belastung robuster. Der Matador MP72 bietet in dieser Disziplin die beste Beschleunigung, wird dabei aber vom Ganzjahresreifen fast eingeholt – ein Hinweis darauf, dass man für leichte Offroad-Passagen nicht zwangsläufig zu AT-Reifen greifen muss.

Auch auf der Wiese kein großer Vorteil?

Gerade Camper hoffen bei nassem Untergrund – etwa auf dem Campingplatz – auf bessere Traktion. Doch der Test zeigt: Entscheidend ist hier weniger der Reifen, sondern der Antrieb. Ein Allradfahrzeug kommt deutlich besser voran als eines mit nur einer angetriebenen Achse. Die Unterschiede zwischen Ganzjahres- und AT-Reifen fallen dagegen gering aus.

Wie schneiden die Reifen im Winter ab?

Alle getesteten AT-Reifen sind mit dem 3PMSF-Symbol für den Wintereinsatz zugelassen. Trotzdem unterscheiden sich ihre Schneeeigenschaften deutlich. Der Yokohama Geolandar A/T G015 liegt hier vorne, kommt dem Ganzjahresreifen nahe. Der Bridgestone Dueler A/T002 hingegen fällt mit schwacher Schneeperformance auf.

Kein Reifen ohne Kompromisse

Ein zentrales Ergebnis des ADAC-Tests: Kein getesteter AT-Reifen ist uneingeschränkt empfehlenswert. Vier Modelle erreichen immerhin eine „befriedigende“ Gesamtnote – darunter die Produkte von Yokohama, Falken und General Tire. Die übrigen vier schneiden deutlich schlechter ab. Der BF Goodrich Trail Terrain T/A fällt sogar mit der Note 5,4 klar durch.

Für wen lohnt sich ein All-Terrain-Reifen überhaupt?

Wer regelmäßig auf Schotter- oder Feldwegen, in der Baustelle oder im leichten Gelände unterwegs ist, findet in AT-Reifen eine robuste Lösung. Für den normalen Straßenbetrieb, gerade bei Nässe, sind sie jedoch nicht die sicherste Wahl. Wer den Look will, muss also bei der Performance Kompromisse eingehen.

Gibt es Alternativen?

Für viele Einsatzbereiche bieten Ganzjahresreifen mit Winterzulassung die bessere Balance zwischen Alltagstauglichkeit, Traktion und Fahrkomfort. Der ADAC testet regelmäßig entsprechende Modelle – und empfiehlt für schwere Campingfahrzeuge auch Reifen mit C- oder CP-Kennung, die für hohe Lasten und ganzjährigen Einsatz ausgelegt sind.

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