Computer Bild - 5 Stromspeicher Testsieger
5 Stromspeicher im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
10/2026 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
Balkonkraftwerk-Speicher: Lohnt sich der Zusatzakku?
Balkonkraftwerke werden 2026 noch attraktiver: Neue Regeln, höhere Leistungsgrenzen und moderne Speicherlösungen machen kleine Solaranlagen für viele Haushalte interessant. COMPUTER BILD hat deshalb fünf Stromspeicher mit integriertem Wechselrichter getestet und erklärt, worauf es bei Anmeldung, Betrieb und Alltag wirklich ankommt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich ein zusätzlicher Speicher überhaupt lohnt. Während klassische Balkonkraftwerke tagsüber oft mehr Strom erzeugen als direkt verbraucht wird, speichern Akkus überschüssige Energie für den Abend oder die Nacht. Dadurch steigt der Eigenverbrauch deutlich. Besonders Haushalte mit konstantem Strombedarf profitieren davon. Gleichzeitig bleiben Speicher vergleichsweise teuer und amortisieren sich langsamer als einfache Solarmodule ohne Akku.
Neue Regeln und wichtige Unterschiede
Seit 2024 gelten vereinfachte Regeln für Steckersolargeräte. Die Einspeiseleistung darf inzwischen bis zu 800 Watt betragen, viele Systeme unterstützen auf Modulseite sogar deutlich höhere PV-Leistungen. Mit Speichern verändern sich jedoch einige Anforderungen: Je nach Aufbau gelten andere Normen, außerdem unterscheiden sich Geräte bei Anschlüssen, Erweiterbarkeit und Steuerung erheblich.
Im Test zeigte sich, dass moderne Speicherlösungen vor allem mit smarter Steuerung punkten. Apps überwachen Verbrauch, Einspeisung und Akkustand in Echtzeit und helfen dabei, möglichst wenig Strom ins öffentliche Netz abzugeben. Funktionen wie Nulleinspeisung, dynamische Lastanpassung oder Notstrom-Steckdosen gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Welche Speicher überzeugen im Alltag?
Die größten Unterschiede zeigten sich im Test bei Bedienung, Erweiterbarkeit und App-Qualität. Der Anker Solix Solarbank E2700 3 Pro überzeugte mit einfacher Einrichtung und hoher Flexibilität, während das Zendure SolarFlow 2400 Pro besonders viele Anschlussmöglichkeiten und starke Erweiterbarkeit bietet. Auch EcoFlow, Jackery und Maxxisun setzen auf umfangreiche App-Funktionen und modulare Systeme.
Wichtig bleibt jedoch die richtige Planung: Speichergröße, Ausrichtung der Module und Stromverbrauch im Haushalt sollten zusammenpassen. Zudem helfen bereits kleine Maßnahmen im Alltag – etwa saubere Module, optimierte Winkel oder clevere Verbrauchszeiten –, den Solarertrag deutlich zu steigern. Der Test zeigt insgesamt: Mit dem passenden Setup können Balkonkraftwerke heute deutlich mehr leisten als nur etwas günstigen Sonnenstrom für die Steckdose.