ADAC motorwelt - 10 E-Scooter Testsieger

10 E-Scooter im Test-Vergleich von ADAC motorwelt

ADAC motorwelt

07/2026 - ADAC motorwelt

Wie gut schlagen sich die E-Scooter im ADAC-Test?

Der ADAC hat zehn aktuelle E-Scooter bis zu einem Preis von 800 Euro auf Reichweite, Fahrverhalten, Komfort, Handhabung, Sicherheit und Haltbarkeit untersucht. Das Ergebnis fällt gemischt aus: Einige Modelle erreichen insgesamt gute Bewertungen, gleichzeitig offenbart der Test erhebliche Schwächen bei einzelnen Kandidaten. Besonders gravierend sind die im Belastungstest festgestellten Lenkerbrüche bei Modellen von Streetbooster und Navee. Auch bei Beleuchtung, Bremsen und der Verarbeitung zeigen sich deutliche Unterschiede. Zu den überzeugenderen Kandidaten gehört der Segway Ninebot F3 Pro, der laut Test vor allem mit komfortablem Fahrwerk und gutem Sicherheitsniveau punktet.

Wie realistisch sind Reichweite und Ladezeiten?

Ein Schwerpunkt des Tests liegt auf der Reichweite, denn die Herstellerangaben erweisen sich teilweise als deutlich zu optimistisch. Unter den standardisierten ADAC-Prüfbedingungen mit einem Fahrergewicht von 90 Kilogramm, aktiviertem Licht und maximal zulässiger Geschwindigkeit von 20 beziehungsweise 22 km/h erreichen die getesteten Roller zwischen 23,9 und 49,9 Kilometer. Besonders groß fällt die Abweichung beim Egret X core aus: Gemessen werden 32,9 Kilometer, während der Hersteller 55 Kilometer nennt. Auch lange Ladezeiten schränken die Alltagstauglichkeit ein. Beim Segway dauert eine vollständige Ladung mehr als acht Stunden, während der Soflow seinen Akku laut Test bereits nach rund vier Stunden und 15 Minuten wieder vollständig füllt.

Wo besteht bei Sicherheit und Haltbarkeit Nachholbedarf?

Gerade bei sicherheitsrelevanten Eigenschaften zeigt der Vergleich, warum ein E-Scooter nicht allein nach Reichweite und Preis ausgewählt werden sollte. Die Bremsleistungen unterscheiden sich deutlich, wobei Segway und Xiaomi im Test besonders überzeugen. Bei Licht und Blinkern sieht der ADAC dagegen grundsätzlich Verbesserungspotenzial: Zwar besitzen inzwischen fast alle geprüften Modelle Blinker, doch deren Erkennbarkeit und Bedienung fallen unterschiedlich aus. Hinzu kommen konstruktive Schwächen einzelner Fahrzeuge. Beim Trittbrett stellte der ADAC beispielsweise eine fehlerhafte Montage fest. Besonders kritisch bleiben jedoch Bauteile, die den praxisnahen Belastungsprüfungen nicht standhalten. Der Test macht damit deutlich, dass Stabilität, Bremsverhalten, Beleuchtung und eine realistische Reichweite beim Kauf mindestens ebenso wichtig sind wie Ausstattung und nominelle Leistungsdaten.

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