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Auto-Bremsanlagen Test

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Auto-Bremsanlagen Ratgeber

1. Das Fahrzeug sicher zum stehen bringen

Die Bremsanlage ist eines der wichtigsten Elemente eines jeden Kraftfahrzeugs. Die Hauptfunktion besteht darin, das Fahrzeug sicher abzubremsen, aus jeder Geschwindigkeit heraus. Eine gut funktionierende Bremsanlage ist elementar an jedem Fahrzeug und sorgt für die notwendige Sicherheit auf der Straße. Doch auch bei Abwesenheit des Fahrers sorgt die Bremse dafür, dass das Fahrzeug in Stillstand gehalten wird. In Kombination mit aktiven Sicherheitssysteme wie dem ABS (Antiblockiersystem) oder ASR (Antriebsschlupfregelungen) sorgt die Bremsanlage gerade in kritischen Situationen dafür, dass das Fahrzeug stabilisiert und zum Stehen gebracht werden kann.

Für die Bremsanlage selbst, aber auch für deren Einzelkomponenten gelten generell umfassende internationale Vorschriften. Betriebsbremse und Feststellbremse sind voneinander unabhängig gefordert, sodass neben der eigentlichen Bremsanlage im KFZ auch eine sogenannte Handbremse notwendig ist. Durch zwei getrennte Bremskreise der Betriebsbremse ist im Notfall garantiert, dass mindestens zwei Räder, welche auf unterschiedlichen Seiten liegen, funktionieren.

2. Die vier Baugruppen einer Bremsanlage

Generell besteht eine Bremsanlage aus vier Baugruppen:

  • Betätigungseinrichtungen: Sind für das Auslösen und Regeln der Bremswirkung zuständig. Dabei wirkt die Fußkraft per Bremspedal auf den Bremskraftverstärker.
  • Übertragungseinrichtung: Ist für die Übertragung des durch den Hauptzylinder umgewandelten hydraulischen Drucks über die Bremsleitungen und Bremsschläuche zuständig.
  • Radbremsen: Sind verantwortlich für den eigentlichen Bremsvorgang. Hier werden die Bremsbeläge an die Bremsscheibe bzw. die Bremstrommel gepresst, durch die erzeugte Reibkraft wird das daran verschraubte Rad abgebremst.
  • Elektronische Fahrsicherheitssysteme: Solche Systeme sollen den Fahrer in kritischen Situationen unterstützen und in Zusammenarbeit mit der Bremsanlage drohende Instabilität erkennen und das Fahrzeug sicher in der Spur halten.

3. Trommel- oder Scheibenbremse?

Die sogenannte Trommelbremse wird schon seit den Frühzeiten des Automobils als Bremsanlage verwendet. An der Hinterachse gibt es solche Bremsen heute noch bei Kleinwagen und Wagen der Kompaktklasse. Der Vorteil von Trommelbremsen liegt in der robusten Bauweise und dem im Vergleich zu Scheibenbremsen, günstigeren Preis. Trommelbremsen sind langlebig, im Gegenzug aber auch anfälliger für Überhitzung, der Belagwechsel zudem etwas aufwendiger.

Trommelbremsen bestehen aus einem runden Stahlbehälter, der sogenannten Bremstrommel, darin sind zwei Bremsbacken enthalten. An der Trommel sind die Räder verschraubt. Wird nicht gebremst dreht sich die Bremstrommel ungehindert. Wird die Bremse aktiviert, werden die Bremsbacken nach außen gedrückt, die Beläge schleifen dann an der Bremstrommel, die Drehzahl wird verringert, das Fahrzeug somit abgebremst.

Scheibenbremsen gibt es seit etwa der 1950er Jahre und sind heute der gängigste Bremsentyp bei Kraftfahrzeugen. Scheibenbremsen sind vergleichsweise standfest gegenüber Überhitzung, die Wartung ist einfach und die Verzögerungswirkung, also die Bremsleistung sehr gut. Hier ist eine Bremsscheibe aus Stahl oder Keramik am Rad befestigt und dreht sich mit diesem bei der Fahrt. Fährt das Auto normal, liegen die Bremsbeläge beidseitig locker an der Bremsscheibe an. Tritt der Fahrer dann auf die Bremse, packen die Bremsbeläge zangenartig zu, das Fahrzeug wird abgebremst.

Der Wechsel der Bremsbeläge bei Scheibenbremsen wird heute meist elektronisch angezeigt, wobei je nach Fahrweise schon bei 30.000 Kilometern ein Austausch notwendig werden kann. Die Bremsscheibe an sich hält im Mittel rund 150.000 Kilometer, wobei auch hier je nach Bremshäufigkeit oder genereller Nutzung des Fahrzeugs Unterschiede auftreten. Zur besseren Kühlung von Scheibenbremsen gibt es solche innenbelüftet oder auch gelocht.

4. Der Bremsbelag

Bremsbeläge sind eine der wichtigsten Bauteile einer jeden Bremsanlage. Die Bremsstein genannten Bauteile erzeugen durch Reibung an der Bremstrommel oder einer Bremsscheibe die Umwandlung von Bewegungsenergie in Wärme. Bremsbeläge bestehen in der Regel aus einer Trägerplatte aus Stahl oder Grauguss, einem Reibmittel (u.a. Antimontrisulfid und Kupfer) und einer mitunter genutzten Geräuschdämmplatte aus Metall oder Kunststoff.

Dabei sollten Bremsbeläge generell eine möglichst gleichbleibende Reibungszahl aufweisen, bis etwa 800 °C temperaturbeständig und auch mechanisch belastbar sein. Während der Einfahrzeit bei neuen Bremsbelägen passt sich die Belagoberfläche an die Trommel bzw. Scheibe an, erst dann wird die volle Bremswirkung erzielt.

Da sich der Bremsbelag an der Bremsscheibe abreibt, handelt es sich bei Bremsbelägen um Verschleißteile, welche innerhalb der Nutzungsdauer des Fahrzeugs je nach Modell und Fahrleistung immer wieder ausgetauscht werden müssen. Bremsbeläge dürfen generell nur auf der gesamten Achse gewechselt werden, nicht einzeln.

5. Bremsschläuche und Leitungen

Der durch den Hauptbremszylinder entstehende Druck bei Betätigung des Bremspedals, muss zu den Rädern des Fahrzeugs gelangen. Dafür sind die sogenannten Bremsleitungen zuständig. Hierbei handelt es sich um dünne Rohre aus Stahl, welche unter dem Auto verlaufen. Da es sich hier um Bauteile handelt, welche zu Korrosion neigen, kann es unter Umständen notwendig sein, diese auszutauschen.

Da diese Bremsleitungen aus Stahl starr sind, können sie im letzten Stück zu den Rädern nicht verwendet werden, Radbewegungen lassen sie nicht zu. Hier kommen dann die Bremsschläuche zum Einsatz. Diese druckfesten Schläuche bedürfen spätestens bei der regelmäßigen Hauptuntersuchung einer Kontrolle, da sie während der Fahrt in ständiger Bewegung sind und auch den Umweltbedingungen ausgesetzt sind, da sie sich im offenen Radkasten befinden. So können sie spröde werden, ebenso rissig, sodass es sich auch hier um Verschleißteile handelt, welche regelmäßig gewechselt werden müssen.

6. Was müssen Bremsen können?

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