Spiegel Tests - 6 Leuchten für die Videokonferenz Testsieger

6 Leuchten für die Videokonferenz im Test-Vergleich von Spiegel Tests

Spiegel Tests

01/2025 - Spiegel Tests

Wie viel Licht braucht ein gutes Videomeeting?

In der Welt der Videokonferenzen entscheidet nicht nur der Ton über einen professionellen Auftritt – sondern vor allem das Licht. Das hat der Test von Markus Linden für den SPIEGEL deutlich gemacht. Denn wer regelmäßig in Zoom-, Teams- oder Google-Meetings sitzt, kennt das Problem: schlechte Ausleuchtung macht Gesichter blass, betont Augenringe und lässt selbst ausgeschlafene Menschen müde wirken.

Sechs unterschiedliche Videoleuchten wurden für diesen Test geprüft – vom professionellen Studiolicht bis zur günstigen All-in-one-Lösung. Das Ziel war nicht nur zu analysieren, wie hell die Geräte sind, sondern auch, wie alltagstauglich sie sich im Homeoffice schlagen. Denn gutes Licht bedeutet nicht einfach nur Helligkeit – es bedeutet, dass ein Gesicht weich, natürlich und angenehm beleuchtet erscheint.

Welche Lichtbedingungen gelten als ideal?

Die Grundlagen sind klar: Licht sollte von vorn oder leicht seitlich kommen, idealerweise von leicht oberhalb des Gesichts. So entstehen weiche Schatten, die Konturen betonen, ohne Falten oder Hautunreinheiten zu verstärken. Genau das leisten moderne LED-Leuchten, sofern sie in Intensität und Farbtemperatur regulierbar sind – ein entscheidender Faktor, wie der SPIEGEL-Test zeigt.

Nicht jedes Licht ist gleich. Kaltweißes Licht etwa wirkt technischer, betont Poren und Linien. Warmes Licht kann weicher wirken, lässt aber manchmal die Farben kippen. Die getesteten Leuchten boten meist beide Optionen – einige sogar mit RGB-Effekten, die über die rein funktionale Ausleuchtung hinausgehen.

Wie wurde im Test verglichen?

Die Leuchten wurden sowohl bei Tageslicht als auch bei Kunstlicht getestet. Die Lichtstärke wurde mit einem Luxmeter bei 80 Zentimetern Abstand gemessen – einem typischen Abstand zwischen Gesicht und Bildschirm. Wichtig war auch, wie leicht sich die Lichtquelle positionieren lässt, ob sie Reflexionen bei Brillen erzeugt und ob sich die Helligkeit sinnvoll dosieren lässt.

Der Test zeigt klar: Die beste Leuchte ist nicht zwangsläufig die hellste. Entscheidend ist die Möglichkeit, das Licht gezielt zu steuern und dabei möglichst natürlich und ausgewogen auszuleuchten. Genau deshalb unterscheiden sich die Leuchten auch stark in ihren Einsatzzwecken.

Welche Typen von Leuchten gibt es?

Besonders weit verbreitet sind Ringlichter. Diese erzeugen ein kreisförmiges Lichtmuster – ein Effekt, der besonders bei Social-Media-Auftritten beliebt ist. Im professionellen Kontext allerdings sind Ringlichter für Brillenträger problematisch: Lichtreflexionen auf den Gläsern sind kaum zu vermeiden, wenn das Licht frontal kommt.

Flächenlichter wie das Elgato Key Light Neo oder das Rollei Lumis Key Light Pro sind für viele Homeoffice-Situationen besser geeignet. Sie lassen sich über Stative seitlich oder hinter dem Monitor positionieren und erzeugen dadurch eine natürliche Ausleuchtung ohne störende Lichtpunkte im Blickfeld. Zudem bieten sie oft deutlich mehr Einstellmöglichkeiten und bessere Materialqualität.

Was zeigt der SPIEGEL-Test über Licht im Alltag?

Die getesteten Modelle zeigen, dass Lichtlösungen für Videokonferenzen heute mehr können als nur hell sein. Sie helfen, professionelle Auftritte zu unterstützen – ohne gleich Studiotechnik aufbauen zu müssen. Das Key Light Neo von Elgato überzeugte im Test durch flexible Steuerung und gute Lichtqualität, während das Key Light Pro von Rollei für stationäre Setups mit viel Platz besonders geeignet ist.

Andere Geräte wie das Hama Ringlicht oder die All-in-one-Webcam Hama C-850 Pro richten sich eher an preisbewusste Nutzer oder Menschen mit besonderen Anforderungen, etwa farbige Effekte oder maximale Mobilität. Gerade bei Ringlichtern sind Einsatzszenarien wie Videotelefonie mit dem Smartphone oder Social Media denkbar – im klassischen Videomeeting wirken sie hingegen schnell fehl am Platz.

Lichtqualität: Nur ein Schönheitsfaktor?

Der Test von Markus Linden zeigt: Wer sich regelmäßig online präsentiert – sei es im Meeting, beim Pitch oder im Unterricht – sollte auf Licht nicht verzichten. Gutes Licht lässt Gesichter freundlicher, wacher und professioneller erscheinen. Es kompensiert ungleichmäßige Raumbeleuchtung, minimiert Schatten und kann sogar das Bild günstiger Webcams deutlich verbessern.

Auch wenn es auf den ersten Blick wie ein „Beauty-Gadget“ erscheint: Eine geeignete Videoleuchte gehört heute genauso zum digitalen Arbeitsplatz wie Kamera und Mikrofon. Gerade in Zeiten hybrider Arbeit wird damit nicht nur die Optik aufgewertet, sondern auch die Wahrnehmung der eigenen Professionalität beeinflusst.

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