PCgo + PC Magazin - 4 Mini-PCs Testsieger

4 Mini-PCs im Test-Vergleich von PCgo + PC Magazin

PCgo + PC Magazin

08/2024 - PCgo + PC Magazin

Mini-PCs: Leistungsstarke Alternativen zu Desktop-Computern im Test von PCgo und PC Magazin

Vor wenigen Jahren hätte sich kaum jemand vorstellen können, wie leistungsfähig Mini-PCs heute sind. Diese kleinen, kompakten Rechner haben sich von Nischenprodukten zu ernstzunehmenden Alternativen für Desktop-Computer entwickelt. Der jüngste Vergleichstest von PCgo und PC Magazin, in dem vier kleine PC-Vertreter unter die Lupe genommen wurden, zeigt eindrucksvoll, dass diese Geräte für viele Anwendungsbereiche mehr als geeignet sind und in einigen Aspekten sogar Vorteile gegenüber ihren größeren Desktop-Gegenstücken bieten.

Leistungsstärke der Mini-PCs: Ein Überblick

Die Vorstellung, dass ein solch kleiner Computer bestenfalls ein Kompromiss und keinesfalls mit einem "richtigen" PC vergleichbar ist, gehört längst der Vergangenheit an. Zwar mag es zutreffen, dass eine leistungsstarke GeForce RTX-Grafikkarte in einem Mini-Gehäuse keinen Platz findet und dass Gaming auf höchstem Niveau weiterhin den großen Desktops vorbehalten bleibt, doch für die meisten anderen Aufgaben sind aktuelle Mini-PCs mehr als ausreichend ausgestattet. Der Test von PCgo und PC Magazin beleuchtet vier Modelle, die in puncto Leistung, Ausstattung und Effizienz überzeugen. Zwei der getesteten Geräte sind mit den neuesten Intel-Core-Ultra-Prozessoren ausgestattet, ein drittes Modell verfügt über einen aktuellen AMD-Chip. Diese Prozessoren bieten eine beeindruckende Rechenleistung, die auch anspruchsvolle Anwendungen problemlos bewältigt. Die Möglichkeit, zwei NVMe-SSDs mit je bis zu 2 TByte Speicherplatz einzubauen, sorgt dafür, dass auch große Datenmengen schnell und effizient verarbeitet werden können. Der Arbeitsspeicher von bis zu 64 GByte stellt sicher, dass auch bei komplexen Aufgaben keine Engpässe entstehen.

Warum lohnt sich ein Mini-PC?

Ein entscheidender Vorteil der Mini-PCs gegenüber ähnlich ausgestatteten Notebooks ist ihr Preis-Leistungs-Verhältnis. Während Notebooks zusätzlich mit einem Display und einer Tastatur ausgestattet sind, was die Kosten in die Höhe treibt, konzentrieren sich die Minis auf das Wesentliche und sind dadurch oft preiswerter. Zudem sind sie äußerst platzsparend und können selbst auf dem kleinsten Schreibtisch untergebracht werden. Mit einer VESA-Halterung lassen sich die Geräte sogar direkt hinter dem Monitor oder an der Rückseite des Schreibtisches montieren, wodurch sie nahezu unsichtbar werden.

Ein weiterer Vorteil ist ihre Mobilität. Mit ihrem geringen Gewicht und den kompakten Abmessungen lassen sich die Geräte problemlos transportieren und an verschiedenen Orten einsetzen. Dies macht sie besonders attraktiv für Anwender, die häufig zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen wechseln oder ihren Rechner flexibel einsetzen möchten.

Neben der Platzersparnis bieten Mini-PCs auch einen deutlich geringeren Stromverbrauch im Vergleich zu ihren großen Desktop-Brüdern. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise ist dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Die kleinen Rechner sind somit nicht nur platzsparend und leistungsstark, sondern auch kosteneffizient.

Der Testaufbau bei PCgo und PC Magazin: Leistung und Ausstattung im Fokus

Der Vergleichstest von PCgo und PC Magazin wurde unter strengen Bedingungen im Testlabor durchgeführt. Die Geräte mussten sich in verschiedenen Leistungstests beweisen, darunter der 3DMark mit den Einzeltests Night Raid und dem DirectX12-Benchmark Time Spy, der aktuelle PCMark 10 sowie der Grafikbenchmark Cinebench in der Version R15. Diese Tests decken eine breite Palette von Anwendungsbereichen ab und geben Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Mini-PCs in realen Szenarien.

Neben den Leistungstests wurde auch der Stromverbrauch der Geräte im Leerlauf und unter Last gemessen. Dies ist besonders wichtig, da ein geringer Stromverbrauch nicht nur die Betriebskosten senkt, sondern auch zur Langlebigkeit der Komponenten beiträgt. Außerdem wurden die Ausstattung, die Garantiebedingungen und die Serviceleistungen der Hersteller bewertet.

Expertenmeinung: Die Stärken und Schwächen der Testkandidaten

Jeder der vier getesteten Mini-PCs konnte in bestimmten Bereichen überzeugen. Der Acemagic und der Zotac, beide ausgestattet mit einem neuen Intel-Core-Ultra-Prozessor, zeigten eine beeindruckende Leistung. Allerdings stellte sich heraus, dass die Lüftung bei beiden Modellen sehr laut werden kann, was bei längerem Einsatz störend wirken kann.

Der Future NUC, der mit einer etwas älteren Intel-CPU ausgestattet ist, punktete hingegen mit seiner leisen Betriebsweise und einem vergleichsweise günstigen Preis. Für Office-Aufgaben und alltägliche Anwendungen reicht seine Leistung vollkommen aus.

Der Geekom A8 schließlich erwies sich als das vielseitigste Modell im Test. Trotz eines moderaten Preises bietet er eine ausgewogene Leistung, eine gute Ausstattung und einen niedrigen Geräuschpegel. Für Anwender, die einen leistungsstarken und dennoch erschwinglichen Mini-PC suchen, ist der Geekom A8 eine hervorragende Wahl.

Mini-PC oder Desktop: Welches Gerät ist das Richtige?

Die Entscheidung zwischen einem Mini-PC und einem Desktop hängt in erster Linie vom geplanten Einsatzbereich ab. Wer eine leistungsstarke Grafikkarte für Gaming benötigt, ist mit einem Desktop-PC besser beraten, da die kleinen Rechner ausschließlich mit Onboard-Grafiklösungen ausgestattet sind. Diese sind zwar leistungsfähig, können aber nicht mit dedizierten Grafikkarten mithalten, wie sie in Desktops verbaut werden.

In puncto CPU, Arbeitsspeicher und SSDs müssen bei einem Mini-PC jedoch keine Abstriche gemacht werden. Die kleinen Geräte bieten in diesen Bereichen eine Leistung, die der von Desktops in nichts nachsteht. Auch in Sachen Anschlüsse, LAN, WLAN und Bluetooth sind sie auf dem gleichen Niveau wie ihre größeren Pendants.

Ein potenzielles Problem bei Mini-PCs ist die Kühlung. Aufgrund der kompakten Bauweise müssen die Lüfter schneller laufen, um dieselbe Kühlleistung wie in einem größeren Gehäuse zu erzielen. In einigen Fällen kann dies zu einer unangenehmen Geräuschkulisse führen, was im Vergleich zu einem Desktop als störender empfunden wird.

Fazit: Mini-PCs als starke Alternative

Der von PCgo und PC Magazin durchgeführte Vergleichstest zeigt deutlich, dass Mini-PCs sich zu einer echten Alternative für Desktop-Computer entwickelt haben. Sie bieten eine beeindruckende Leistung auf kleinstem Raum und eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Ihre geringe Größe, der niedrige Stromverbrauch und die Mobilität machen sie besonders attraktiv für Anwender, die wenig Platz zur Verfügung haben oder häufig zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen wechseln.

Obwohl es noch Bereiche gibt, in denen Desktop-PCs überlegen sind, insbesondere beim Gaming, haben die sie in vielen anderen Bereichen aufgeholt und bieten eine kosteneffiziente und leistungsstarke Lösung. Der Vergleichstest von PCgo und PC Magazin zeigt eindrucksvoll, dass Mini-PCs längst mehr sind als nur ein Kompromiss und sich in vielen Szenarien als die bessere Wahl erweisen können.

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