PC Games Hardware - 4 AM5-Mainboards (fast) unter 200 Euro Testsieger

4 AM5-Mainboards (fast) unter 200 Euro im Test-Vergleich von PC Games Hardware

PC Games Hardware

07/2025 - PC Games Hardware

Ryzen 9000 trifft Budget-Platinen: Was leisten AM5-Mainboards unter 200 Euro?

Ein PCGH-Test bringt aktuelle Einsteiger-Mainboards an die Leistungsgrenze – mit einem Ryzen 9 9950X.

Ist das sinnvoll – ein Ryzen 9 auf einem günstigen Mainboard?

Nicht wirklich. Dennoch hat PC Games Hardware genau das ausprobiert: Vier Mainboards für unter 200 Euro mussten zeigen, wie sie mit AMDs neuem 16-Kerner zurechtkommen. Im Alltag ist eine solche Kombination eher unrealistisch – ein Ryzen 5 oder Ryzen 7 wäre die passendere Wahl. Der Test zeigt aber deutlich, was von günstigen AM5-Platinen zu erwarten ist – und wo sie an ihre Grenzen stoßen.

Welche Boards standen auf dem Prüfstand?

Im Test waren vier Modelle aus der Einstiegsklasse mit B840- oder B850-Chipsatz:

  • Asrock B850 Pro RS WiFi
  • Asus Prime B840-Plus WiFi
  • Gigabyte B850 Gaming X WiFi6E
  • MSI B850 Gaming Plus WiFi

Alle Boards versprechen offiziell Unterstützung für CPUs mit bis zu 230 W PPT – wie den Ryzen 9 9950X. Der Test sollte klären, ob diese Versprechen in der Praxis auch unter Dauerlast eingehalten werden können.

Wie gut klappt das mit der Leistung?

Kurze Antwort: Es wird heiß. Vor allem das Asus Prime B840-Plus kämpft mit thermischen Problemen. Im Test führt eine mangelhafte Spannungswandlerkühlung zu drastischem Throttling – die CPU taktet im Extremfall auf 600 MHz herunter. Andere Boards wie das MSI B850 Gaming Plus halten die Leistung länger aufrecht, brauchen dafür aber eine gute Gehäusebelüftung.

Besser schneidet Gigabytes B850 Gaming X ab: Trotz eher durchschnittlicher Kühlkörper bleibt die Temperatur im grünen Bereich – die Lastverteilung auf dem Board scheint hier besonders gut gelungen. Asrocks B850 Pro RS bleibt stabil und bietet solide Performance ohne Hitzeschock, was es zum Testfavoriten macht.

Wie sieht es mit der Ausstattung aus?

Alle vier Boards setzen auf PCIe 5.0 – zumindest auf dem Papier. Abseits davon unterscheiden sich die Modelle deutlich:

  • Asrock bietet eine überraschend gute USB-Ausstattung, vier M.2-Slots (mit Einschränkungen bei der Nutzung) und ein ausgewogenes Layout.
  • Gigabyte punktet mit Front-USB-C, stabilem M.2-Ausbau und viel Platz rund um den GPU-Slot – dafür fehlt ein PCIe-x4-Erweiterungsslot.
  • MSI bringt gute Netzwerkoptionen (inkl. Wi-Fi 7 und 2.5G-LAN) und viele M.2- und SATA-Slots mit – leidet aber unter hohen Temperaturen bei Volllast.
  • Asus bleibt bei USB und PCIe-Anbindung hinter der Konkurrenz zurück, bietet dafür viele Erweiterungsslots. Das Kühlkonzept ist allerdings der größte Schwachpunkt im Test.

Gibt es Alternativen?

Interessant wird es beim Blick über die 200-Euro-Grenze: Einige B650-Platinen – etwa das TUF Gaming B650-Plus von Asus – bieten ähnliche Ausstattung, bessere Kühlung und hochwertigere Audio-Lösungen zu vergleichbaren Preisen. Für alle, die eine CPU der Ryzen-9000-Serie einsetzen wollen, kann sich der kleine Aufpreis lohnen.

PCGH zeigt mit diesem Test klar: Die günstigen AM5-Mainboards sind keine Fehlkäufe – solange man ihre Grenzen kennt. Wer ein System rund um Ryzen 5 oder Ryzen 7 plant, kann mit Modellen wie dem Asrock B850 Pro RS viel richtig machen. Bei höherer Last und ambitionierten CPU-Plänen sollte aber besser in Board und Kühlung investiert werden.

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