PC Games Hardware - 2 Intel non-K-Prozessoren Testsieger
2 Intel non-K-Prozessoren im Test-Vergleich von PC Games Hardware
In diesem Vergleich wurden getestet:
06/2025 - PC Games Hardware
Inhaltsverzeichnis
Was können Intels neue Mittelklasse-CPUs wirklich?
Mit den neuen Core Ultra 5 225F und 235 bringt Intel frischen Wind in die Mittelklasse der Desktop-Prozessoren. Die beiden non-K-Modelle der aktuellen Arrow-Lake-Generation versprechen gute Leistung bei moderater Leistungsaufnahme – und das zu fairen Preisen. Ob sie das auch halten, hat die Redaktion von PC Games Hardware im großen Test überprüft.
Was unterscheidet die beiden CPUs?
Der offensichtlichste Unterschied zwischen dem Core Ultra 5 225F und dem 235 liegt in der Kernanzahl: Der 225F bringt 10 Kerne (6P+4E), der 235 sogar 14 (6P+8E) mit. Beide verzichten auf Hyperthreading, arbeiten also strikt mit der physischen Threadanzahl. Der 235 bietet zudem eine integrierte Grafikeinheit, die dem 225F fehlt – was je nach Einsatzzweck einen Unterschied machen kann.
Wie schlagen sich die CPUs in Spielen?
Im Spiele-Benchmark zeigen beide CPUs eine gute Vorstellung – vor allem der 14-Kerner Core Ultra 5 235 kann sich in mehreren Titeln direkt mit leistungsstärkeren CPUs wie dem Core i5-14600K oder AMDs Ryzen 7 7800X3D messen. In besonders CPU-lastigen Titeln wie Spider-Man 2 oder Dragon Age: The Veilguard zeigt sich, dass das neue Kernlayout mit mehr E-Cores seine Vorteile hat.
Der kleinere 225F bietet dennoch genug Leistung für flüssiges 1080p-Gaming – im Vergleich mit älteren Prozessoren wie dem Ryzen 7 5800X3D oder Intels Core i5-14400F schneidet er in vielen Szenarien besser ab.
Was bringen die CPUs abseits vom Gaming?
Auch in Anwendungen und bei der Energieeffizienz kann vor allem der Core Ultra 5 235 überzeugen. Mit 65 Watt TDP und bis zu 121 Watt PL2 sind beide Modelle auf effizienten Betrieb ausgelegt – ideal für leise, stromsparende Systeme. Dank NPU-Einheit (Intel AI Boost) bringen beide CPUs auch eine dedizierte Einheit für KI-Berechnungen mit, was sie für den ein oder anderen kreativen Einsatz interessant macht.
Der 225F ist dabei klar auf einfache Gaming-PCs ohne großen Funktionsumfang ausgelegt. Der 235 hingegen eignet sich auch für Allround-Systeme, die neben Spielen auch Video, Office oder leichte Content-Creation-Aufgaben abdecken sollen.
Wie sieht es mit Aufrüstern aus?
Wer bereits eine aktuelle Intel-Plattform nutzt, sollte bedenken, dass Arrow Lake mit LGA1851 einen neuen Sockel verwendet. Ein neues Mainboard ist also Pflicht. Im Gegenzug bietet die Plattform DDR5-Unterstützung, PCIe 5.0 und moderne Funktionen wie Thread Director oder Thunderbolt 4. PC Games Hardware hält sich bei der Testkonfiguration streng an die offiziellen Intel-Vorgaben – also 65 Watt Basistakt, 121 Watt Boost, 28 Sekunden TAU. Das sorgt für realitätsnahe Werte und zeigt klar: Beide CPUs arbeiten effizient und bleiben auch unter Last relativ kühl – selbst mit einfacher Luftkühlung.
Für wen lohnt sich welcher Prozessor?
Der Core Ultra 5 225F ist ideal für Einsteiger, die einen günstigen, modernen Gaming-PC bauen möchten – etwa in Kombination mit einer RTX 4060 oder RX 7600. Der 235 ist für Nutzer geeignet, die neben Spielen auch regelmäßig Anwendungen nutzen oder etwas Zukunftssicherheit wollen. Dank IGP ist er außerdem flexibler bei Problemen mit der Grafikkarte oder für Office-Systeme.