Haus & Garten Test - 5 Benzinkettensägen Testsieger

5 Benzinkettensägen im Test-Vergleich von Haus & Garten Test

Haus & Garten Test

06/2025 - Haus & Garten Test

Wo liegt heute die Stärke von Benzin-Kettensägen?

Benzinbetriebene Kettensägen gelten nach wie vor als robuste Werkzeuge für alle, die regelmäßig mit stärkerem Holz arbeiten. Im aktuellen Vergleich von Haus & Garten Test wurden fünf Modelle dieser klassischen Geräteklasse untersucht. Neben Markenmodellen von Stihl, Husqvarna und Stiga traten auch zwei Geräte von Scheppach an. Bewertet wurden Funktion, Handhabung, Startverhalten und Verarbeitung – unter realen Bedingungen im praktischen Einsatz.

Während Akku-Geräte immer mehr Marktanteile gewinnen, zeigen die getesteten Benziner weiterhin ihre Vorzüge: hohe Durchzugskraft, konstante Leistung unabhängig von Akkustand und lange Betriebszeiten ohne Ladepausen. Besonders bei Arbeiten mit dicken Stämmen oder feuchtem Holz spielen diese Eigenschaften eine wichtige Rolle. Der Aufwand für Wartung, Gemisch, Startvorgang und Reinigung bleibt allerdings höher als bei den elektrischen Alternativen.

Welche Modelle konnten im Praxistest überzeugen?

Im direkten Vergleich lieferte die Stihl MS 212 C-BE das ausgewogenste Gesamtbild. Die Säge startet zuverlässig, zeigt sich kraftvoll und bietet durch das werkzeuglose Kettenschnellspannsystem ein Plus an Komfort. Auch die Verarbeitung liegt auf gewohnt hohem Niveau. Die Stiga CS 540 liegt in puncto Leistung dicht dahinter. Besonders praktisch: Die Muttern der Kettenspannung sind fest mit dem Gehäuse verbunden und gehen im Einsatz nicht verloren – ein kleines Detail mit großem Effekt.

Etwas zurückhaltender zeigte sich die Husqvarna 120 Mark II. Zwar arbeitet sie solide, doch im Vergleich mit den beiden Spitzenmodellen wirkt die Säge bei stärkeren Hölzern etwas schwächer. Die Schnittleistung ist in Ordnung, reicht aber nicht ganz an die der Konkurrenz heran. Auch beim Handling gibt es leichte Abzüge, etwa durch eine etwas unhandliche Kettenmontage.

Wie schlagen sich die Modelle von Scheppach im Test?

Scheppach schickte zwei Modelle ins Rennen, die sich in ihrer Auslegung klar unterscheiden. Die PCS53 ist klassisch aufgebaut und bietet eine robuste Konstruktion. Im Einsatz kommt sie jedoch bei höherem Leistungsbedarf an ihre Grenzen. Die Säge neigt unter Dauerbelastung zum Stocken, was sich im Test negativ bemerkbar machte. Deutlich besser schneidet die PCS56E ab: Dank E-Start und zusätzlichem Akku springt sie zuverlässig an und meistert auch dickere Stämme problemlos. Allerdings bringt der Zusatzakku mehr Gewicht mit sich, was das Handling erschwert – besonders bei längeren Einsätzen.

Beide Modelle sind für gelegentlichen Einsatz gedacht und erfüllen diese Anforderungen insgesamt zufriedenstellend. Für intensivere Arbeitseinsätze zeigen sich aber die höherwertigen Geräte der anderen Hersteller als die bessere Wahl.

Welche Rolle spielt die Bedienung im Alltag?

Ein entscheidender Punkt bei Benzin-Kettensägen ist die Handhabung im Alltag. Startverhalten, Balance und Ergonomie sind hier besonders wichtig. Während Stihl und Stiga mit praktischen Lösungen wie Einhebelbedienung und Vibrationsdämpfung punkten, wird bei einfacheren Geräten schnell deutlich, wo Kompromisse gemacht wurden. Die Scheppach PCS53 wirkt im Test schwerfälliger, sowohl beim Starten als auch bei der Führung. Bei der Husqvarna machen sich die klassischen Bedienelemente und der etwas aufwendigere Kettenwechsel bemerkbar.

Auch das Thema Wartung bleibt relevant: Tankbefüllung, Kettenpflege und Reinigung sind bei Benzinmodellen aufwändiger, werden aber von fast allen getesteten Geräten gut unterstützt. Unterschiede zeigten sich vor allem in der Zugänglichkeit von Filter, Schwert und Kettenspanner.

nach oben