Computer Bild - 2 LG OLED-Fernseher Testsieger

2 LG OLED-Fernseher im Test-Vergleich von Computer Bild

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10/2025 - Computer Bild

OLED-Technologie im Test: LG OLED G5 und C5 im Vergleich

In der Welt der Fernseher sorgt OLED-Technologie seit Jahren für Aufsehen – ihre Fähigkeit, jedes Pixel einzeln zum Leuchten zu bringen, schafft Kontraste und Farben, die LCD-Modelle nicht erreichen können. Mit der neuesten Generation ihrer OLED-Displays will LG den nächsten Schritt gehen: Der OLED G5 bringt eine verbesserte Leuchtschicht-Architektur mit, während der C5 als günstigere Alternative punktet. Computer Bild hat beide Modelle auf Herz und Nieren geprüft. Dieser Testbericht beleuchtet die technischen Innovationen, die Bild- und Tonqualität, die Gaming-Fähigkeiten und die Ausstattung – und klärt, für wen sich welcher Fernseher lohnt.

OLED im Detail: Technologie, die Maßstäbe setzt

OLED steht für organische Leuchtdioden – winzige Lichtquellen aus Kohlenstoffverbindungen, die selbst leuchten und daher perfekte Schwarzwerte ermöglichen. Anders als LCDs, die auf Hintergrundbeleuchtung angewiesen sind, kann ein OLED-Display jedes einzelne Pixel individuell ein- oder ausschalten und in Helligkeit sowie Farbe steuern. Das Ergebnis ist ein Bild mit beeindruckendem Kontrast, lebendigen Farben und einer fast dreidimensionalen Wirkung.

Im Test beeindruckte vor allem der OLED G5, der mit einer neuen Architektur arbeitet: Statt der üblichen drei Leuchtschichten (zwei blaue und eine gelbe) nutzt er vier – blau, rot, grün und nochmals blau. Diese Umstellung erlaubt nicht nur höhere Helligkeiten, sondern verbessert auch die Effizienz. Der G5 erreichte im Testlabor eine Spitzenhelligkeit von 2245 cd/m² – ein bisher unerreichter Wert. Zum Vergleich: Der OLED C5, der auf die klassische Dreischicht-Technik setzt, kam auf 1193 cd/m², was immer noch ein beachtliches Ergebnis darstellt, aber eben nicht das Maß an Leuchtkraft des G5.

Bildqualität: Brillanz auf neuem Niveau

Die Bildqualität der beiden Fernseher zeigt die Stärken der OLED-Technik in ihrer vollen Bandbreite. Farben wirken natürlich, Kontraste sind gestochen scharf, und der Schwarzwert ist perfekt – typisch OLED eben. Besonders in hellen Szenen, etwa bei HDR-Inhalten mit leuchtenden Effekten, zeigt der G5 seine Überlegenheit: Er kann Lichter, Sonnenstrahlen und Explosionen derart intensiv darstellen, dass der Zuschauer fast geblendet wird. Gleichzeitig bleibt die Farbdarstellung präzise, auch bei extremen Helligkeiten – ein Effekt, der bei vielen Fernsehern zu Farbverschiebungen oder Ausbleichen führt.

HDR, also High Dynamic Range, profitiert besonders von den hohen Spitzenhelligkeiten, doch auch in Alltags-Szenarien wirkt das Bild klar, lebendig und differenziert. Dass der G5 trotz höherer Helligkeit effizienter arbeitet als sein Vorgänger, ist eine technische Meisterleistung. Auch der C5 liefert ein sehr gutes Bild, besonders in dunkleren Szenen – hier liegt er fast gleichauf mit dem G5. Unterschiede zeigen sich vor allem in Spitzenhelligkeiten und der Leuchtkraft bei großflächigen HDR-Darstellungen.

Klangqualität: Überzeugender Sound trotz flacher Bauweise

Die schlanken Gehäuse der OLED-Fernseher bieten nur wenig Platz für Lautsprecher, dennoch liefert LG hier solide Ergebnisse. Sowohl der G5 als auch der C5 bieten einen ausgewogenen Klang mit klarer Sprachwiedergabe und überraschend guter Räumlichkeit. Der G5 hat etwas mehr Volumen im Klangbild, aber die Unterschiede sind nicht riesig. Für Heimkino-Atmosphäre reicht der Sound aus, wer jedoch höchste Ansprüche hat, wird zu einer Soundbar greifen.

Praktisch ist die „AI Akustikabstimmung“, die den Klang automatisch an die Raumumgebung anpasst. Für mehr Sprachverständlichkeit bietet LG den Modus „Klare Stimme Pro“, der Dialoge hervorhebt, aber mitunter etwas künstlich klingt. Insgesamt bleibt die Tonqualität auf einem guten Niveau, gemessen an der Bauform.

Bedienung und Ausstattung: Komfort trifft Innovation

LG hat die Bedienung seiner Fernseher behutsam modernisiert. Die neue Fernbedienung ist schlanker geworden, verzichtet auf eine Zehnertastatur und setzt stattdessen auf Hebel für Lautstärke und Senderwechsel – eine Lösung, die nach kurzer Eingewöhnung gut funktioniert. Auch die „Magic Remote“-Funktion, bei der die Fernbedienung wie ein Mauszeiger über den Bildschirm bewegt wird, erleichtert die Navigation. Sprachsteuerung ist ebenfalls integriert: Neben dem eigenen Assistenten ThinQ gibt es Tasten für Alexa, und der Microsoft Copilot ist ebenfalls an Bord – auch wenn dessen Funktionsumfang aktuell noch eingeschränkt ist.

Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen: Vier HDMI-2.1-Anschlüsse (G5 bis 165 Hz, C5 bis 144 Hz), drei USB-Ports, LAN, WLAN, Bluetooth, optischer Ausgang und Empfangsanschlüsse sind vorhanden. Die Menüs sind übersichtlich gestaltet, bieten viele Erklärungen, und Werbung auf dem Startbildschirm lässt sich in den Einstellungen abschalten. Auch Streaming-Apps sind vollständig integriert, inklusive Netflix, Prime Video, Disney+ und Apple TV+.

Gaming: OLED-Displays als Spielpartner

Für Gamer sind beide OLEDs bestens gerüstet. Die geringe Latenz von 13 Millisekunden bei 60 Hertz (unter 10 ms im Boost-Modus) ermöglicht reaktionsschnelles Spielen, selbst bei schnellen Titeln. FreeSync, G-Sync und variable Bildraten sind aktivierbar, die Bildschärfe bleibt auch bei rasanten Bewegungen erhalten, und der Spiele-Optimierer-Modus sorgt dafür, dass HDR-Effekte und Farbdarstellung optimal auf Spiele abgestimmt sind. OLED und Gaming – das ist eine Kombination, die begeistert.

Nachhaltigkeit und Verbrauch

Trotz der gesteigerten Helligkeit bleibt der Stromverbrauch des G5 im Vergleich effizient – vor allem, wenn man die Lichtleistung berücksichtigt. Im Normalbetrieb liegt der Verbrauch des G5 bei etwa 60 Watt, der C5 benötigt rund 70 Watt. Im HDR-Betrieb steigt die Leistungsaufnahme beider Modelle auf etwa 200 Watt. Die Garantie unterscheidet sich jedoch: LG gibt für den G5 fünf Jahre, für den C5 zwei Jahre Garantie. Beide Modelle verfügen über einen Lichtsensor, der die Helligkeit automatisch anpasst und so Strom spart.

Fazit: OLED-G5 als Technologie-Pionier, OLED-C5 als Preis-Leistungs-König

Der LG OLED G5 setzt mit seiner neuen Leuchtschicht-Architektur und der enormen Helligkeit einen neuen Standard in der OLED-Welt. Wer das Beste in puncto Bildqualität will und Wert auf Zukunftssicherheit legt, kommt an diesem Modell nicht vorbei – auch wenn der Preis mit knapp 4000 Euro für die 65-Zoll-Version hoch ist. Der OLED C5 hingegen ist der kluge Kompromiss: Er bietet fast dieselbe Bildqualität, spart aber an der Maximalhelligkeit und ist dafür deutlich günstiger. Für die meisten Nutzer, die keinen absoluten Helligkeits-Champion brauchen, bleibt der C5 die attraktivere Wahl.

Beide Fernseher liefern OLED-Bildqualität auf Top-Niveau, unterstützt von durchdachten Bedienkonzepten, guter Ausstattung und praxisnahen Features. Die Revolution liegt im Detail: LG hat gezeigt, wie OLED-Technologie weiterentwickelt werden kann – effizienter, heller und dennoch alltagstauglich. Ein Schritt, der die Branche nachhaltig beeinflussen dürfte.

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