Computer Bild - 2 Smart Displays von Amazon Testsieger
2 Smart Displays von Amazon im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
03/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- Test: Amazon Echo Show 15 und Echo Show 21 – Smarte Displays im XXL-Format
- Wie sehen die Geräte aus?
- Welche Funktionen bieten die Amazon Displays?
- Wie funktioniert die Gesichtserkennung?
- Wie gut lassen sich Smart-Home-Geräte steuern?
- Wie gut sind Bild und Ton?
- Wie gut lassen sich die Geräte bedienen?
- Welche Unterschiede gibt es zwischen Echo Show 15 und Echo Show 21?
- Wie teuer sind die Geräte?
Test: Amazon Echo Show 15 und Echo Show 21 – Smarte Displays im XXL-Format
Mit dem Echo Show 15 und dem neuen Echo Show 21 bringt Amazon seine Sprachassistentin Alexa auf großformatige Displays. Während der Echo Show 15 eine Bildschirmdiagonale von 15,6 Zoll bietet, setzt der Echo Show 21 mit 21 Zoll auf noch mehr Anzeigefläche. Beide Modelle lassen sich wahlweise an der Wand montieren oder mit einem Tischständer aufstellen. Doch wie gut sind die Geräte im Alltag? Der Test von Computer Bild zeigt Stärken, Schwächen und Unterschiede.
Wie sehen die Geräte aus?
Optisch erinnern die beiden Echo Shows an digitale Bilderrahmen. Sie besitzen einen schwarzen Plastikrahmen und ein weißes Passepartout um den Bildschirm. Beide Modelle lassen sich sowohl im Hoch- als auch im Querformat verwenden, ein schneller Wechsel zwischen den Formaten ist jedoch nicht möglich. Die Wandhalterung, die im Lieferumfang enthalten ist, wird mit vier Schrauben befestigt. Für die Tischaufstellung bietet Amazon einen schwenk- und drehbaren Standfuß an, der jedoch mit 110 Euro zu Buche schlägt. Das weiße Stromkabel misst 1,5 Meter – ein textilummanteltes Kabel wäre für die Wandmontage optisch ansprechender gewesen.
Welche Funktionen bieten die Amazon Displays?
Sowohl der Echo Show 15 als auch der Echo Show 21 sind mit Amazons Sprachassistentin Alexa ausgestattet, die zuverlässig auf Sprachbefehle reagiert. Neben der Sprachsteuerung lassen sich die Geräte auch per Touch bedienen. Die Navigation erfolgt über Widgets – kleine Programmfenster, die beispielsweise Termine, Einkaufslisten, Wetterberichte oder Musik anzeigen. Die Widgets lassen sich zwar sortieren, aber nicht frei platzieren. Außerdem kann immer nur ein Widget in doppelter Größe dargestellt werden. Angesichts der großen Bildschirme wirkt diese Einschränkung wenig zeitgemäß. Wenn Alexa nicht aktiv genutzt wird, fungieren die Geräte als digitale Bilderrahmen und zeigen persönliche Fotos oder Kunstwerke an.
Wie funktioniert die Gesichtserkennung?
Dank der integrierten Frontkamera können die Echo Shows verschiedene Hausbewohner erkennen und deren Inhalte individuell anzeigen. Dazu speichern die Geräte die visuelle ID der jeweiligen Person. Sobald die Kamera jemanden erkennt, werden personalisierte Informationen wie Termine, Musikvorschläge oder Notizen eingeblendet. Die Gesichtserkennung funktioniert jedoch nur bei guter Beleuchtung – bei schwachem Licht kam es im Test zu Aussetzern.
Amazon betont, dass die biometrischen Daten verschlüsselt und lokal auf den Geräten gespeichert werden. Sie gelangen nicht in die Cloud und lassen sich jederzeit löschen.
Wie gut lassen sich Smart-Home-Geräte steuern?
Beide Echo-Modelle unterstützen den neuen Smart-Home-Standard Matter. Dadurch lassen sich Lampen, Steckdosen oder Heizregler direkt per WLAN, Thread oder Zigbee mit den Geräten verbinden. Die Steuerung erfolgt entweder per Menü oder Widget. Die Benutzeroberfläche wirkt jedoch etwas lieblos: Die Geräte lassen sich nicht umsortieren, und die Ansicht zeigt nur wenige Geräte gleichzeitig an. Hier ist oft langes Scrollen nötig.
Ein Vorteil: Die Displays können Livebilder von kompatiblen Überwachungskameras und Türklingeln anzeigen. Außerdem lässt sich die integrierte 13-Megapixel-Kamera per Alexa-App auch von unterwegs aktivieren – praktisch, um nach Haustieren oder Kindern zu sehen.
Wie gut sind Bild und Ton?
Das große Display ist besonders beim Fernsehen und Streamen von Filmen ein Pluspunkt – vor allem beim Echo Show 21. Im Hochformat wird das Bild jedoch verkleinert und von breiten schwarzen Balken umrahmt.
Amazon hat den Geräten die bekannte Fire-TV-Oberfläche spendiert, die auch bei den Fire-TV-Sticks und Fire-TV-Fernsehern zum Einsatz kommt. Neben Amazon Prime Video sind Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+, Joyn, Waipu.TV und die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender verfügbar. Die Inhalte werden in Full HD (1920 x 1280 Pixel) angezeigt. Aus größerer Entfernung wirken die Bilder scharf und klar, aus der Nähe können sie jedoch leicht verpixelt wirken.
Für den Klang sorgen jeweils zwei 51-Millimeter-Woofer und zwei 15-Millimeter-Hochtöner. Die Sprachwiedergabe ist klar und deutlich, und auch Videos klingen ordentlich. Beim Musikhören fehlt es jedoch an Volumen und tiefen Bässen. Besonders im Hochformat lässt der Klang nach, da die Geräte von Stereo auf Mono umschalten. Bei hoher Lautstärke (bis zu 88 Dezibel) klingt der Ton zudem etwas lärmig.
Wie gut lassen sich die Geräte bedienen?
Die Einrichtung und Bedienung der Echo Shows gestaltet sich einfach. Neben der Sprachsteuerung per Alexa lassen sich die Geräte auch per Touchscreen oder mit der mitgelieferten Fire-TV-Fernbedienung bedienen. Tasten sind kaum vorhanden. Die Touch-Bedienung reagiert gut, ist aber nicht so flüssig wie bei modernen Smartphones.
Welche Unterschiede gibt es zwischen Echo Show 15 und Echo Show 21?
Der Hauptunterschied liegt in der Größe: Der Echo Show 15 bietet eine Displaydiagonale von 15,6 Zoll (40 cm), während der Echo Show 21 mit 21 Zoll (53 cm) deutlich größer ist. Technisch sind die beiden Modelle ansonsten identisch. Beide verfügen über Alexa, die Fire-TV-Oberfläche, eine 13-Megapixel-Kamera, Gesichtserkennung, Matter-Unterstützung und die gleichen Lautsprecher.
Wie teuer sind die Geräte?
Der Echo Show 15 kostet 330 Euro, mit Tischständer 440 Euro. Der größere Echo Show 21 ist für 440 Euro erhältlich, mit Tischständer für 550 Euro. Die Preise wurden von Computer Bild über idealo.de ermittelt (Stand: 6. Januar 2025).