Computer Bild - 8 Infrarotheizungen Testsieger
8 Infrarotheizungen im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
19/2024 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- Infrarotheizungen im Test: Effiziente Wärme auf Knopfdruck
- Funktionsweise von Infrarotheizungen
- Vielseitige Designs und Materialien
- Aufheizzeit – ein wichtiges Kriterium
- Stromverbrauch – Effizienz zählt
- Bedienung und Steuerung
- Verarbeitung und Langlebigkeit
- Fazit – Für welchen Einsatz sind Infrarotheizungen geeignet?
Infrarotheizungen im Test: Effiziente Wärme auf Knopfdruck
Infrarotheizungen gewinnen zunehmend an Popularität, vor allem als ergänzende Wärmequelle in Wohnräumen oder zur punktuellen Beheizung von bestimmten Bereichen. Doch welche Geräte sind wirklich effizient und lohnen sich für den Einsatz im Alltag? COMPUTER BILD hat in einem Test acht verschiedene Infrarotheizungen untersucht, um herauszufinden, welche Modelle am besten abschneiden.
Funktionsweise von Infrarotheizungen
Infrarotheizungen arbeiten nach einem einfachen Prinzip: Elektrischer Strom fließt durch einen Widerstand, der sich erhitzt und Wärme in Form von Infrarotstrahlung abgibt. Diese Strahlung erwärmt nicht die Luft direkt, sondern Oberflächen, wie Möbel oder Wände, die sich dann ebenfalls aufheizen. Dadurch entsteht eine angenehme Strahlungswärme, die sich gleichmäßig im Raum verteilt.
Diese Form der Wärmeübertragung unterscheidet sich von klassischen Heizsystemen, wie Konvektionsheizungen, die in erster Linie die Raumluft erwärmen. Infrarotheizungen sind daher besonders effizient, wenn sie richtig geplant und positioniert werden, um bestimmte Bereiche gezielt zu beheizen.
Vielseitige Designs und Materialien
Die getesteten Infrarotheizungen kommen in unterschiedlichen Materialien und Designs. Ob Metall, Kunststoff, Spiegelglas oder Naturstein – die Vielfalt ist groß. Besonders hochwertig wirken Modelle aus Metall oder Naturstein wie die Vasner Citara M1100 und die Marmony Jura Marmor M800. Diese Modelle sind langlebig und verfügen über eine solide Verarbeitung, was sich auch in den längeren Garantiezeiten widerspiegelt. Die Vasner Citara M1100 etwa kommt mit einer Garantie von zehn Jahren.
Günstigere Modelle, wie die aus Kunststoff, sind zwar leichter und günstiger, wirken aber weniger robust. Hier stechen besonders die Modelle von Könighaus und Bringer positiv hervor. Beide bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind für die meisten Anwender völlig ausreichend.
Aufheizzeit – ein wichtiges Kriterium
Eines der wichtigsten Kriterien im Test war die Aufheizzeit. Gute Infrarotheizungen sollten schnell Wärme abgeben, um effizient zu arbeiten. Dabei zeigten die Modelle im Test deutliche Unterschiede. Während die Könighaus P-Serie und die Vasner Citara M1100 schnell auf über 100 Grad Celsius aufheizten und dadurch eine schnelle Wärmeabgabe ermöglichten, brauchten andere Modelle wie die Marmony Jura Marmor deutlich länger. Das liegt auch am verwendeten Material: Naturstein speichert zwar Wärme gut, benötigt jedoch länger zum Aufheizen.
Besonders schnell erwärmten sich die Modelle aus Kunststoff und Metall, die in wenigen Minuten betriebsbereit waren. Die schnellste Aufheizzeit wurde bei der Könighaus P-Serie 1000 Watt gemessen, die innerhalb von drei Minuten auf über 130 Grad aufheizte.
Stromverbrauch – Effizienz zählt
Der Stromverbrauch ist ein weiterer entscheidender Faktor. Alle getesteten Geräte arbeiten mit einer Leistung zwischen 600 und 1100 Watt. Generell gilt: Je höher die Leistung, desto schneller heizen die Geräte auf – aber desto mehr Strom wird auch verbraucht. Die Unterschiede im Stromverbrauch sind jedoch nicht gravierend. Nach 100 Stunden Betrieb liegen die Kosten der getesteten Geräte bei etwa 10 bis 35 Euro, abhängig von der Wattstärke.
Die Klarstein Wonderwall Air Art Smart, die mit nur 350 Watt arbeitet, gehört zu den sparsameren Modellen, eignet sich jedoch nur für kleinere Räume. Größere Modelle, wie die Vasner Citara M1100 oder die Könighaus P-Serie 1000 Watt, verbrauchen zwar mehr Strom, bieten dafür aber auch mehr Heizleistung und eignen sich besser für größere Räume.
Bedienung und Steuerung
Die Bedienung der Infrarotheizungen erfolgt entweder direkt am Gerät, per Fernbedienung oder über eine App am Smartphone. Besonders komfortabel ist die Steuerung per App, wie sie etwa bei den Könighaus-Modellen und der Klarstein Wonderwall Air Art Smart möglich ist. Über die App lassen sich Temperatur und Betriebszeiten bequem anpassen, was die Nutzung noch effizienter macht.
Ein Thermostat ist bei den meisten Geräten optional erhältlich, in manchen Fällen aber bereits im Lieferumfang enthalten. Die Jura Marmor von Marmony wird beispielsweise standardmäßig mit einem Funkthermostat geliefert. Thermostate sorgen dafür, dass die Geräte sich automatisch ein- und ausschalten, um eine Überhitzung zu verhindern und den Stromverbrauch zu optimieren.
Verarbeitung und Langlebigkeit
Bei der Verarbeitungsqualität gab es im Test große Unterschiede. Die Vasner Citara M1100 und die Marmony Jura Marmor überzeugten mit einer besonders hochwertigen Verarbeitung. Auch nach vielen Aufheizzyklen bleiben diese Geräte robust und langlebig. Bei den günstigeren Modellen aus Kunststoff wurden hingegen teils Verarbeitungsmängel festgestellt. So wölbte sich etwa das Bringer-Modell, und die Trotec IH-900S zeigte große Spaltmaße.
Die Qualität der Oberflächenmaterialien spielt eine wichtige Rolle für die Langlebigkeit der Geräte. Metall und Glas erwiesen sich im Test als stabiler und haltbarer als Kunststoff.
Fazit – Für welchen Einsatz sind Infrarotheizungen geeignet?
Infrarotheizungen sind eine effiziente Ergänzung zur Hauptheizung, besonders in Räumen, die punktuell beheizt werden sollen, wie etwa im Badezimmer, in kühlen Ecken oder als temporäre Heizung im Wintergarten. Die richtige Planung und Positionierung sind jedoch entscheidend, um eine optimale Wärmeverteilung zu gewährleisten.
Im Test überzeugten die Könighaus-Modelle durch schnelle Aufheizzeiten und gute Bedienmöglichkeiten per App. Die Vasner Citara M1100 punktete durch ihre hochwertige Verarbeitung und lange Garantiezeit, eignet sich jedoch eher für Anwender, die bereit sind, etwas mehr zu investieren. Für Sparfüchse und Anwender mit kleineren Räumen bieten Modelle wie die Klarstein Wonderwall Air Art Smart eine kostengünstige Lösung mit niedrigem Stromverbrauch.