Computer Bild - 2 Microsoft Surface Notebooks Testsieger

2 Microsoft Surface Notebooks im Test-Vergleich von Computer Bild

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15/2024 - Computer Bild

COMPUTER BILD testet neue Surface-Geräte: KI-Prozessoren im Fokus

Mit der Integration von KI-Prozessoren hebt Microsoft seine Surface-Geräte auf ein neues Level. In den aktuellen Modellen Surface Laptop 7 und Surface Pro 11 kommen erstmals Qualcomm-Prozessoren zum Einsatz, die speziell für künstliche Intelligenz (KI) entwickelt wurden. COMPUTER BILD hat diese neuen Geräte getestet und untersucht, wie sich die Kombination aus schicker Optik, hoher Leistung und innovativer Technologie in der Praxis bewährt.

Revolution durch KI-Prozessoren

Traditionell setzen Windows-Notebooks auf Prozessoren von Intel oder AMD, die auf der x86-Architektur basieren. Diese Prozessoren sind leistungsfähig, haben aber aufgrund ihrer langen Entwicklungszeit auch ihre Nachteile. Sie schleppen viel Ballast mit sich, was Leistung kosten kann. Microsoft hat nun den Schritt gewagt und in den neuen Surface-Geräten auf Prozessoren von Qualcomm gesetzt, die auf der ARM-Architektur basieren. Diese Prozessoren sind nicht nur effizienter, sondern bieten auch spezielle Recheneinheiten (Neural Processing Unit, NPU) für KI-Anwendungen.

Die im Surface Laptop 7 und Surface Pro 11 eingesetzten Qualcomm Snapdragon X Elite-Prozessoren ermöglichen es, KI-gestützte Anwendungen wie Microsofts Copilot+ flüssig zu betreiben. Im Vergleich zu herkömmlichen Prozessoren bieten diese Chips eine höhere Effizienz und Geschwindigkeit, insbesondere bei speicherintensiven Anwendungen wie der Bildbearbeitung.

Leistung und Mobilität

Die getesteten Surface-Modelle bieten eine beeindruckende Leistung. Besonders bei speicherintensiven Aufgaben wie der Nutzung von Adobe Photoshop zeigte sich das hohe Arbeitstempo der Geräte. Der Surface Laptop 7, der in der getesteten Top-Variante mit 32 GB Arbeitsspeicher ausgestattet ist, bietet genügend Leistung für anspruchsvolle Anwendungen. Das Surface Pro 11, mit 16 GB Arbeitsspeicher ausgestattet, ist ebenfalls sehr leistungsfähig, wenn auch weniger umfangreich in der Speicherausstattung.

Beide Geräte punkten zudem mit ihrer Mobilität. Die Akkulaufzeit des Surface Laptop 7 beträgt über neun Stunden, während das Surface Pro 11 sogar fast elf Stunden durchhält. Die Ladezeiten sind ebenfalls akzeptabel, wobei das Surface Pro etwas schneller aufgeladen werden kann.

Display und Bildqualität

Ein Highlight des Surface Pro 11 ist sein OLED-Display, das mit einer Auflösung von 2880 x 1920 Pixeln und einem Kontrastverhältnis von über 10.000:1 beeindruckt. Die Farben sind extrem kräftig und die Reaktionszeit des Displays beträgt nur 2,7 Millisekunden. Im Vergleich dazu bietet der Surface Laptop 7 ein LCD-Display mit einer Auflösung von 2496 x 1664 Pixeln, das ebenfalls eine sehr gute Farbwiedergabe bietet, jedoch nicht mit dem Kontrast und der Helligkeit des OLED-Displays mithalten kann.

Beide Displays sind im praktischen 3:2-Format gehalten, was beim Arbeiten mehr Platz für Inhalte wie Texte und Tabellen bietet. Beim Streamen von Videos entstehen jedoch schwarze Balken, da die meisten Inhalte im 16:9-Format produziert werden.

Ausstattung und Bedienung

Es sind beide mit USB-C-Anschlüssen ausgestattet, die die schnelle USB-4-Technik unterstützen. Damit sind Datenübertragungsraten von bis zu 2 Gigabyte pro Sekunde möglich. Während der Surface Laptop 7 zusätzlich eine USB-A-Buchse und einen microSD-Kartenleser bietet, sind die Anschlüsse beim Surface Pro 11 auf zwei USB-C-Ports beschränkt.

Die Eingabegeräte des Surface Laptop 7 sind besonders hochwertig. Die Tastatur bietet einen angenehmen Druckpunkt und das große Touchpad reagiert schnell auf Eingaben. Das Surface Pro 11 verwandelt sich mit dem optionalen Surface Pro Flex Keyboard in ein vollwertiges Notebook. Die Anstecktastatur ist hochwertig verarbeitet, allerdings mit einem Preis von 310 Euro nicht gerade günstig.

Fazit

Beide getesteten Surface-Modelle überzeugen mit ihrer Leistung, Mobilität und Verarbeitungsqualität. Der Surface Laptop 7 (Preis: 2500 Euro) ist aufgrund seiner umfangreicheren Ausstattung und den besseren Eingabegeräten der Testsieger. Das Surface Pro 11 (Preis: 1760 Euro) punktet hingegen mit seinem brillanten OLED-Display und der langen Akkulaufzeit. Beide Geräte zeigen, dass Microsoft mit der Integration von Qualcomm-Prozessoren und der Fokussierung auf KI-Technologie einen wichtigen Schritt in die Zukunft geht.

Obwohl die neue Prozessorarchitektur noch nicht von allen Programmen optimal genutzt wird, zeigen die Surface-Geräte, dass sie bereit für die nächste Generation von Anwendungen sind. Der hohe Preis ist ein Wermutstropfen, aber für Nutzer, die das Beste an Technologie und Leistung suchen, sind diese Geräte eine Überlegung wert.

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