Point Trekking-Gabel, schwarz, 31008800
Point Trekking-Gabel (31008800) Test
Ersatzgabel für mein Koga Miyata als Austausch einer defekten Federgabel gekauft. Am Gabelschaft musste etwas Lack entfernt werden, damit die Lageraufnahme des Steuersatzes sauber sitzt. Geeignet für Reifen bis 1,75″ Breite — robuste, passende Alternative nach kleiner Nacharbeit.
Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis: Ich wollte keine ölende Federgabel mehr und entschied mich für diese Stahlgabel. Achtung: keine Plug-and-Play-Lösung — einige Anpassungen sind nötig. Gabelschaft kürzen, Kerbe für den Konterring fräsen und die Aufnahme des Lagerrings nacharbeiten, sonst verkantet er.
Werkzeug wie Dremel oder ähnliches ist hilfreich, und Lackschäden lassen sich kaum vermeiden. Ergebnis: eine tadellos funktionierende Gabel mit sauberem Nachlauf, die mein Trekkingbike deutlich sportlicher macht, und das zu einem attraktiven Preis.
Die Gabel überzeugt durch saubere Verarbeitung; das Feingewinde war vor dem Lackieren geschützt und die üblichen Toleranzen wurden eingehalten. Ich kürzte den Gabelschaft mit dem Dremel um etwa 35 mm, um die gewünschte Lenkerhöhe inklusive 5 mm Spacer zu erreichen. Den vorhandenen 1 1/8" Steuersatz samt Kugelkäfigen konnte ich weiterverwenden; nach Reinigen und Neufetten ließ sich alles problemlos verschrauben und einstellen. Einziges Manko: Es fehlt ein Gewinde zur Befestigung von LED und Schutzblech.
Ich nutzte das Durchgangsloch mit einer M5‑Schraube und selbstsichernder Mutter aus einem alten Mudguard‑Set; ein M6‑Gewinde lässt sich später nachschneiden. Verwendete Werkzeuge: Engländer 40 mm, Konusschlüssel 36 mm, Inbussatz bis 10 mm, Ratsche 15 mm, Drehmomentschlüssel, Schonhammer, Dremel. Wartung am City-/Trekkingbike (2000er). Zeit: ~6 h.
Kostenersparnis: ca. 120 EUR. Spaßfaktor: grenzenlos.
Trotz vorhandenen Gewindes habe ich eine Kralle in den Gabelschaft gesetzt und einen A-Head-Schaft samt Spacer montiert, sodass das Gabelschaftende 2–3 mm unterhalb der Vorbauhöhe liegt, um das Spiel einzustellen. Ergebnis: Eine gewindetragende Gabel lässt sich kostengünstig auf A-Head-Vorbau umrüsten; eine gewindelose Gabel ist normalerweise teurer.
Die 28-Zoll-Stahl-Fahrradgabel von Point wirkt unspektakulär, macht aber einen stabilen, gut verarbeiteten Eindruck. Aufnahmen für Cantilever-Bremsen sind vorhanden, Scheibenbremsen lassen sich nicht montieren. Die Bohrung in der Gabelkrone könnte als Befestigung für Seitenzugbremsen dienen, habe ich aber nicht getestet.
Die schwarze Hochglanzlackierung ist sauber ausgeführt; mein Exemplar zeigte zwei minimale Lackschäden (B-Ware), die mich nicht störten, da ich die Gabel ohnehin umlackiert habe. Trotz Werbeversprechen von „Ingenieurskunst“ ist die Bauart eher schlicht. Die Verarbeitung ist ordentlich, das Preis-Leistungs-Verhältnis empfinde ich jedoch als etwas zu hoch.
Tolle leichte Gabel zum günstigen Preis: nur 1051 g – damit weniger als halb so schwer wie viele Federgabeln im Einstiegssegment, was für mich kaufentscheidend war. Verarbeitung überzeugt: Bauteile sind präzise ausgerichtet, parallel und gleichmäßig, Lackierung sauber aufgetragen. Auch der Gewindeabschluss ist sauber entgratet und angefast. Hinweis zum Bild: Die scheinbar zweigeteilte Gewindefläche ist kein Mangel, sondern entsteht durch teilweises Lackieren; das Gewinde selbst ist tadellos und die Schaftunterteilungen entsprechen den Angaben.
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