Spiegel Tests - 5 Glätteisen Testsieger
5 Glätteisen im Test-Vergleich von Spiegel Tests
In diesem Vergleich wurden getestet:
03/2025 - Spiegel Tests
Inhaltsverzeichnis
Braucht gutes Glätten teure Technik?
Glänzende, glatte Haare wirken gepflegt – doch der Weg dahin führt fast immer über Hitze. Glätteisen bringen das Haar durch erwärmte Platten in Form, was je nach Haartyp, Gerät und Temperatur zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen kann. Doch was viele Nutzerinnen unterschätzen: Ein gutes Glätteisen muss nicht nur wirksam sein, sondern auch schonend. Schließlich wird das Haar durch die regelmäßige Hitzeeinwirkung stark beansprucht.
Für ihren Test hat SPIEGEL-Autorin Veronika Silberg fünf aktuelle Modelle über mehrere Wochen hinweg im Alltag ausprobiert – und sich Unterstützung bei der Friseurmeisterin Isabel Eiler geholt. Denn wie gut ein Glätteisen funktioniert, hängt nicht nur vom Gerät ab, sondern auch vom Haartyp und der Technik.
Wie wurde getestet?
Die Testerin nutzte jedes Gerät eine Woche lang täglich, unter realen Bedingungen: Abteilen der Haare, Auftragen von Hitzeschutz, Glätten vom Ansatz bis in die Spitzen. Beurteilt wurden dabei Handhabung, Aufheizzeit, Temperatursteuerung, Druckverteilung und das Glättergebnis selbst – inklusive möglicher Schäden am Haar. Die getesteten Modelle deckten ein Preisspektrum von etwa 45 bis über 400 Euro ab.
Ziel war nicht nur, möglichst glatte Haare zu erzielen, sondern auch festzustellen, wie komfortabel und vielseitig die Geräte sind – besonders mit Blick auf unterschiedliche Haartypen und Stylinggewohnheiten.
Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den Geräten?
Deutlich wurde: Die Unterschiede liegen oft im Detail. Während alle getesteten Glätteisen grundsätzlich funktionierten, machten Aufheizzeit, Temperatursteuerung und Materialverarbeitung in der täglichen Anwendung einen echten Unterschied.
Einige Modelle boten feste Temperaturen, andere frei wählbare Einstellungen. Letzteres ist ein Vorteil für Menschen mit feinem oder empfindlichem Haar. Auch Gewicht und Ergonomie spielten eine große Rolle – vor allem, wenn das Styling regelmäßig erfolgt.
Ein weiteres Kriterium war die Gleichmäßigkeit der Hitzeverteilung. Nur wenn die Platten optimal aufeinanderliegen und sich gleichmäßig erwärmen, lässt sich das Haar mit wenig Aufwand glattziehen, ohne mehrfach über dieselbe Stelle fahren zu müssen – was das Haar zusätzlich belastet.
Muss ein gutes Glätteisen teuer sein?
Nicht unbedingt. Zwar lieferte das High-End-Modell von GHD die besten Ergebnisse in kürzester Zeit, doch auch deutlich günstigere Geräte wie der Proluxe-Haarglätter von Remington konnten überzeugen. Sie brauchen etwas mehr Zeit und Fingerspitzengefühl, liefern aber ein vergleichbar gutes Glättergebnis – und das zu einem Bruchteil des Preises.
Wirklich problematisch zeigte sich im Test kein Gerät. Selbst das günstigste Modell glättete zuverlässig – wenn auch langsamer oder mit weniger Komfort.
Was rät die Expertin?
Friseurmeisterin Isabel Eiler empfiehlt vor allem: Auf den eigenen Haartyp achten. Nicht jeder braucht 230 Grad. Gerade bei dünnem oder bereits geschädigtem Haar sollte die Temperatur regelbar sein. Geräte mit fester Hitzeeinstellung – wie das GHD-Modell – liefern zwar Top-Ergebnisse, sind aber nicht für alle Haartypen ideal.
Auch technische Spielereien wie Ionenfunktion, Vibration oder kabelloser Betrieb seien nur dann ein Plus, wenn sie das Styling wirklich erleichtern. Eine glatte Oberfläche der Platten, gute Haptik und möglichst gleichmäßiger Druck auf die Strähnen sind aus ihrer Sicht entscheidender.
Welche Modelle wurden getestet – und welches überzeugte?
Unter den fünf getesteten Glätteisen stach der GHD Chronos Styler durch Schnelligkeit und Ergebnisqualität hervor – allerdings ohne Möglichkeit zur Temperaturanpassung und mit hohem Preis. Als vielseitige und preiswerte Alternative empfiehlt sich der Remington Proluxe – weniger elegant, aber effektiv und gut steuerbar. Das KU2 Shine überzeugte durch Design und Sanftheit, braucht aber Geduld. Das Cloud Nine Cordless punktete mit Akkubetrieb, war jedoch unhandlich. Der Dyson Airstrait geht einen ganz eigenen Weg: Er trocknet und glättet gleichzeitig, ist aber teuer, schwer und nicht für präzises Styling geeignet.