Ski Magazin - 14 Helme und 17 Skibrillen Testsieger
14 Helme und 17 Skibrillen im Test-Vergleich von Ski Magazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
04/2025 - Ski Magazin
Inhaltsverzeichnis
- Praxistest: Helm-Brillen-Sets für Skifahrer – Sicherheit und Komfort auf der Piste
- Warum sind Helm und Skibrille essenziell?
- Moderne Schutzsysteme für mehr Sicherheit
- Skibrillen: Verbesserte Linsen und Wechselsysteme
- Realistische Bedingungen für optimale Vergleichbarkeit
- Ergebnisse: Die besten Helm-Brillen-Kombinationen
- Innovationstipp: Oakley (Helm: Mod 5, Brille: Flight Deck)
- Helmtypen im Vergleich
- Skibrillen: Glasformen und Lichtdurchlässigkeit
- Nachhaltigkeit in der Skiausrüstung
- Fazit: Sicherheit und Komfort gehen Hand in Hand
Praxistest: Helm-Brillen-Sets für Skifahrer – Sicherheit und Komfort auf der Piste
Ein Skihelm gehört heute zur Grundausstattung eines jeden Skifahrers, ebenso wie Skischuhe und Skistöcke. Neben dem Schutz des Kopfes bietet ein Helm in Kombination mit einer hochwertigen Skibrille optimale Sicht und Komfort. Doch welche Kombination aus Helm und Brille sitzt bequem, schützt zuverlässig und bietet gleichzeitig ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?
In einem groß angelegten Test wurden 14 verschiedene Helm-Brillen-Kombinationen sowie drei zusätzliche Skibrillen unter realistischen Bedingungen getestet. Dabei standen Tragekomfort, Schutzfunktionen, Belüftung und Sichtqualität im Fokus.
Warum sind Helm und Skibrille essenziell?
Ein Helm kann bei Stürzen schwere Kopfverletzungen verhindern und gehört mittlerweile zum Standard für Skifahrer und Snowboarder. Moderne Helme sind leicht, bequem und bieten dank innovativer Technologien wie MIPS oder Recco eine zusätzliche Sicherheitsebene.
Auch die Skibrille ist unverzichtbar: Sie verbessert nicht nur die Sicht, sondern schützt die Augen vor Wind, Schnee und UV-Strahlen. Besonders bei schlechten Sichtverhältnissen oder bei hohen Geschwindigkeiten sorgt eine gute Skibrille für bessere Kontraste und ein klareres Bild der Umgebung.
Moderne Schutzsysteme für mehr Sicherheit
Laut Nicolas Defude, Product Manager bei Julbo, haben sich die grundlegenden Normen für Skihelme in den letzten zehn Jahren kaum verändert. Allerdings wurden zahlreiche Schutzmechanismen ergänzt, um den Träger bestmöglich zu schützen:
- MIPS (Multi-Directional Impact Protection System): Ein System, das die Rotationskräfte bei einem Aufprall minimiert.
- Twiceme: Ein in den Helm integrierter NFC-Chip, der Rettungskräften im Notfall wichtige Gesundheitsdaten zur Verfügung stellt.
- Recco-Reflektoren: Ermöglichen die Ortung von Verschütteten im Lawinengebiet durch spezielle Suchgeräte.
- Doppelte Zertifizierung: Einige Helme sind sowohl für das Skifahren als auch für das Bergsteigen zugelassen.
Skibrillen: Verbesserte Linsen und Wechselsysteme
Auch Skibrillen haben sich stark weiterentwickelt. Laut Pascal Oberlik, Product Designer bei Red Bull SPECT Eyewear, bieten moderne Brillen verbesserte Linsentechnologien für eine optimierte Sicht.
- Zylindrische, sphärische und torische Linsen: Unterschiedliche Formen für verschiedene Sichtwinkel und Verzerrungsreduzierung.
- Magnetische Wechselsysteme: Linsen lassen sich schnell und einfach austauschen.
- Photochrome Gläser: Automatische Anpassung der Tönung an die Lichtverhältnisse.
- Kontrastverstärkende Technologien: Optimierung der Wahrnehmung von Konturen und Schatten auf der Piste.
Realistische Bedingungen für optimale Vergleichbarkeit
Die Tests fanden zu Beginn der Skisaison in der Skihalle Alpenpark in Neuss statt. Dort herrschen konstante Bedingungen, wodurch die Helme und Brillen unter einheitlichen Lichtverhältnissen geprüft werden konnten.
Wichtige Testkriterien:
- Tragekomfort: Passt der Helm gut und sitzt die Brille angenehm?
- Sichtqualität: Wie gut sind die Kontraste bei verschiedenen Lichtverhältnissen?
- Belüftung: Wird ein Überhitzen oder Beschlagen verhindert?
- Schutzfunktion: Verfügt der Helm über MIPS oder andere Sicherheitsfeatures?
- Preis-Leistung: Gibt es günstige Modelle mit hoher Qualität?
Ergebnisse: Die besten Helm-Brillen-Kombinationen
Nach umfangreichen Tests wurden einige Modelle besonders hervorgehoben:
Testsieger: Julbo (Helm: The Peak, Brille: Aerospace)
- Preis: ca. 229,90 € (Helm), 180 € (Brille)
- Gewicht: 590 g (Helm), 145 g (Brille)
- Technologie: MIPS, Twiceme, recycelte Materialien
- Fazit: Hervorragende Sicherheit und innovative Features. Besonders das adaptive Belüftungssystem und die kontrastverstärkende Brille überzeugten.
Preis-Leistungs-Tipp: Alpina (Helm: Grand Lavalan, Brille: Scarabeo)
- Preis: ca. 119,95 € (Helm), 159,95 € (Brille)
- Gewicht: 547 g (Helm), 157 g (Brille)
- Technologie: Hybrid-Konstruktion, Active Ventilation
- Fazit: Gute Passform und kontrastreiche Brille. Ideal für Freizeitfahrer, die ein sicheres und komfortables Set suchen.
Innovationstipp: Oakley (Helm: Mod 5, Brille: Flight Deck)
- Preis: ca. 475 € (Helm), 300 € (Brille)
- Gewicht: 300 g (Brille)
- Technologie: Secure-Connect-System, Switchlock zum schnellen Linsenwechsel
- Fazit: Eine Hybridlösung aus Visierhelm und normaler Skibrille mit exzellenter Sichtqualität. Perfekt für Technik-Enthusiasten.
Helmtypen im Vergleich
Hardshell-Helme
- Vorteile: Sehr robust, langlebig, gute Belüftung
- Nachteile: Etwas schwerer als andere Bauweisen
In-Mold-Helme
- Vorteile: Leichter, kompakter, ideal für Tourengeher
- Nachteile: Weniger widerstandsfähig gegen starke Stöße
Hybrid-Helme
- Vorteile: Kombination aus Stabilität und Leichtigkeit
- Nachteile: Oft teurer als reine Hardshell- oder In-Mold-Modelle
Skibrillen: Glasformen und Lichtdurchlässigkeit
Zylindrische Linsen
- Horizontal gebogen, vertikal flach
- Günstig, aber nicht optimal für Rundumsicht
Sphärische Linsen
- In beide Richtungen gebogen, weniger Verzerrungen
- Bessere Sicht und weniger Anlaufen
Torische Linsen
- Kombination aus beiden Varianten
- Beste Balance zwischen Sichtqualität und Gewicht
Lichtdurchlässigkeitskategorien (S1-S4):
- S1: Sehr lichtdurchlässig (Nebel, schlechte Sicht)
- S4: Sehr dunkle Tönung für sonnige Tage auf dem Gletscher
Nachhaltigkeit in der Skiausrüstung
Viele Hersteller setzen mittlerweile auf nachhaltige Materialien:
- Julbo: Helm mit biobasierten Materialien (Mais, recycelte Fischernetze)
- Red Bull SPECT Eyewear: Brillen mit recycelten Kunststoffen
- Uvex: Magnetisches Wechselsystem für langlebige Nutzung
Fazit: Sicherheit und Komfort gehen Hand in Hand
Der Test zeigt, dass moderne Helm-Brillen-Sets ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort bieten. Besonders empfehlenswert sind Modelle mit MIPS und kontrastverstärkenden Gläsern. Wer auf Nachhaltigkeit achtet, findet mittlerweile viele umweltfreundliche Alternativen.
Tipp: Helme und Brillen immer im Fachhandel anprobieren, um die beste Passform zu finden. Denn nur ein gut sitzender Helm kann optimal schützen!