selbst ist der Mann - 10 Multitools Testsieger
10 Multitools im Test-Vergleich von selbst ist der Mann
In diesem Vergleich wurden getestet:
12/2025 - selbst ist der Mann
Inhaltsverzeichnis
Was wurde im Multitool-Test geprüft?
Multifunktionswerkzeuge versprechen, in jeder Situation das passende Tool zur Hand zu haben – ob beim Campen, Heimwerken oder unterwegs. Doch wie gut sind diese Alleskönner wirklich? Das Do-it-yourself-Magazin „Selbst ist der Mann“ hat gemeinsam mit der VPA Prüf- und Zertifizierungs GmbH zehn Multitools unter die Lupe genommen. Geprüft wurde sowohl im Labor als auch in der Praxis – mit Fokus auf Handhabung, Funktionalität, Verarbeitung und Sicherheitsaspekte.
Die getesteten Modelle reichten preislich von günstigen 8,49 Euro bis zu über 270 Euro. Damit deckt der Test sowohl Einsteigergeräte als auch Profi-Modelle ab.
Wie wurde getestet?
Der Test bestand aus drei Säulen: subjektive Handhabung, praktische Funktionsprüfung und technische Laboranalyse. Besonders praxisnah: Alle Multitools mussten unter anderem 1,6 mm starken Stahldraht und 8-mm-Buchenholzdübel schneiden und sägen. Gleichzeitig wurde geprüft, wie sicher und komfortabel sich die Werkzeuge bedienen lassen – etwa ob sie beim Drahtschneiden schmerzen oder ob Werkzeuge gut erreichbar sind. Auch die Härteprüfung nach Rockwell-Standard sowie Maßprüfungen der Schraubendreher waren Teil des Laborteils.
Auffällig: Werkzeuge mit außenliegenden Klingen bergen ein höheres Verletzungsrisiko, etwa bei den Modellen von Mannesmann und Levada.
Welche Multitools konnten überzeugen?
Am besten schnitt im Test das Swiss Tool Plus von Victorinox ab – mit 38 Funktionen, sehr guter Verarbeitung und durchdachter Ergonomie. Zwar kostet es rund 279 Euro, bietet dafür aber eine Qualität, die im Test niemand erreichte. Auch das Swiss Tool Spirit X, ebenfalls von Victorinox, zeigte eine starke Leistung und liegt mit etwa 160 Euro im mittleren Preissegment. Beide überzeugten durch ausgezeichnete Schnittleistung, stabile Zange und sinnvolle Zusatzfunktionen – inklusive Lederetui.
Unter den günstigeren Tools stechen PumaTec, Bosch und RoverTac hervor. PumaTec punktete mit einer guten Säge und solider Verarbeitung, zeigte aber Schwächen beim Drahtschneiden unter Druck. RoverTac überzeugte durch clevere Extras wie eine abnehmbare Schere, hatte aber Qualitätsprobleme bei der Lackierung. Bosch lieferte als einziges Tool eine Pinzette und einen Zahnstocher mit – nicht unbedingt Standard, aber praktisch.
Am unteren Ende der Skala landeten die Modelle von ChaneeHan und Brüder Mannesmann: Verformte Schneiden, schlechte Ergonomie und geringe Funktionalität führten zu klaren Abwertungen.
Worauf kommt es beim Multitool wirklich an?
Die Testergebnisse zeigen deutlich: Der Preis spiegelt die Qualität meist zuverlässig wider. Hochwertige Modelle wie die von Victorinox bieten eine ausgereifte Kombination aus Bedienkomfort, Sicherheit und Vielseitigkeit. Wichtig sind dabei gut erreichbare Werkzeuge, stabile Mechanik, rutschfeste Griffe und eine ergonomische Form, die auch bei Kraftanwendung nicht schmerzt.
Wer weniger ausgeben möchte, sollte gezielt auf einzelne Funktionen achten: Eine gute Säge oder eine funktionierende Schere kann je nach Einsatzzweck wichtiger sein als ein möglichst großer Funktionsumfang. Für gelegentliche Nutzung reicht ein günstiges Tool – für regelmäßigen Gebrauch zahlt sich Qualität aber aus.