PCgo + PC Magazin - 2 Nvidia Blackwell Grafikkarten Testsieger

2 Nvidia Blackwell Grafikkarten im Test-Vergleich von PCgo + PC Magazin

PCgo + PC Magazin

06/2025 - PCgo + PC Magazin

Blackwell-Grafikkarten von Nvidia im Test: Revolutionäre Leistung oder teure Spielerei?

Mit der Vorstellung der neuen Nvidia-5000er-Serie – angeführt von der RTX 5080 und der RTX 5070 Ti – will Nvidia die Gaming-Welt erneut revolutionieren. PCgo + PC Magazin haben sich diesen Versprechen angenommen und beide Karten intensiv im Testlabor geprüft. Klar ist: Die Blackwell-GPUs bringen mehr Leistung, neue Technik und einige spannende Features. Doch lohnt sich der Kauf wirklich – gerade angesichts der aufgerufenen Preise?

Neue Technik, bekannte Probleme: Was steckt in den Blackwell-Karten?

Die größte technische Neuerung: Nvidia setzt auf GDDR7-Speicher, der mit einer Bandbreite von 960 GB/s in der RTX 5080 deutlich schneller ist als beim Vorgänger RTX 4080. Auch die KI-Rechenleistung (TOPS) steigt deutlich – vor allem dank der neuen Raytracing-Cores der fünften Generation. Während die Chipgröße leicht schrumpfte, blieb der Fertigungsprozess bei 5 nm, was die Effizienz kaum verbessert. Neu ist der Support für DisplayPort 2.1b (UHBR20), der Bildwiederholraten bis 480 Hz möglich macht – relevant vor allem für E-Sport-Profis. Doch all diese Innovationen kommen mit einem hohen Preis: Der Stromverbrauch steigt ebenfalls. Die RTX 5080 genehmigt sich bis zu 360 Watt – 20 Prozent mehr als die RTX 4080.

Leistung: Wo liegen die Karten im Gaming-Alltag?

Im Praxistest liefern beide Karten beeindruckende Ergebnisse – aber mit klaren Unterschieden. Die RTX 5080 von Zotac punktet mit enormer Leistung, gerade in WQHD- und 4K-Auflösungen. Selbst anspruchsvolle Titel wie Cyberpunk 2077 laufen in WQHD mit über 150 fps flüssig. Für 4K reicht es meist auch, doch für absolute Spitzenraten ist DLSS notwendig. Die RTX 5070 Ti von Asus zeigt ebenfalls starke Werte – vor allem in WQHD. Hier erreicht sie in vielen Titeln über 175 fps. In 4K kommt sie an ihre Grenzen, doch auch hier kann DLSS helfen. Bemerkenswert: Die 5070 Ti bleibt mit 300 Watt etwas sparsamer als die 5080. Für Full-HD-Gaming sind beide Karten eigentlich überdimensioniert.

Für wen lohnt sich der Umstieg?

PCgo + PC Magazin kommen zu einem klaren Urteil: Wer von einer RTX 4080 kommt, muss nicht zwingend zur 5080 greifen. Der Leistungszuwachs rechtfertigt den hohen Preis von rund 1.400 Euro derzeit nicht. Besitzer älterer Generationen – etwa einer RTX 3070 oder 2070 – können von der gesteigerten Leistung und den neuen Features profitieren. Wer auf 4K-Gaming und kommende KI-Anwendungen setzt, sollte eher auf noch größere Modelle wie die RTX 5090 mit 32 GB VRAM warten. Für WQHD-Gaming ist die RTX 5070 Ti eine solide Wahl, besonders für Titel mit DLSS-Support.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Lohnt sich das Upgrade?

Die Tester von PCgo + PC Magazin zeigen sich kritisch: Die RTX 5070 Ti wird als „befriedigend“ in Sachen Preis-Leistung eingestuft – gut für WQHD, ausreichend für 4K (mit DLSS). Die RTX 5080 ist zwar leistungsstark, aber teuer – die „ausreichende“ Preis-Leistungs-Bewertung spricht für sich. Wer nur zockt, ist mit der günstigeren Karte gut bedient. Wer in die Zukunft investieren will, könnte mit der RTX 5080 langfristig glücklicher werden – oder sollte auf sinkende Preise warten.

Fazit: Revolution oder überteuerte Luxuslösung?

Die Blackwell-Karten von Nvidia bieten beeindruckende Technik – GDDR7, neue Raytracing-Cores, extreme Bildraten und DisplayPort 2.1b sind zukunftsweisend. Für heutige Spiele sind die Karten aber fast zu stark – zumindest, wenn es nicht explizit um 4K-Gaming oder High-FPS-Shooter geht. In der Praxis zeigt sich: Die RTX 5070 Ti ist ein solider Allrounder für ambitionierte Gamer, während die RTX 5080 eher für Enthusiasten und Early Adopter interessant ist. Beide Karten sind leistungsstark, aber teuer – wer clever ist, wartet auf bessere Preise oder die nächste Generation.

PCgo + PC Magazin empfehlen: Geduld zahlt sich aus – die Revolution ist teuer, aber noch nicht zwingend nötig.