PC Games Hardware - 5 X870E-Highend-Mainboards Testsieger
5 X870E-Highend-Mainboards im Test-Vergleich von PC Games Hardware
In diesem Vergleich wurden getestet:
09/2025 - PC Games Hardware
Inhaltsverzeichnis
- High-End für Ryzen: Fünf X870E-Mainboards im Härtetest
- Was bieten X870E-Mainboards wirklich?
- Die Kandidaten im Überblick:
- Ein Chipsatz, viele Auslegungen
- Ausstattung: Nicht alles, was glänzt, ist durchdacht
- Spannungsversorgung und Temperaturen
- Praxis: Mehr ist nicht immer besser
- Besonderheiten im Test:
- Fazit: Teuer ≠ besser
High-End für Ryzen: Fünf X870E-Mainboards im Härtetest
Luxus, Leistung oder Luftnummer? PC Games Hardware zieht Bilanz.
Was bieten X870E-Mainboards wirklich?
Mit dem X870E-Chipsatz stellt AMD die neue Speerspitze für Ryzen-CPUs der AM5-Plattform vor. PC Games Hardware hat fünf Mainboards mit X870E genauer unter die Lupe genommen – von rund 300 bis 770 Euro. Das Ergebnis: Viel Leistungspotenzial, aber nicht jeder Hersteller nutzt es gleich geschickt.
Die Kandidaten im Überblick:
- Asrock X870E Taichi
- Asus ROG Crosshair X870E Apex
- Gigabyte X870E Aorus Elite WiFi7
- MSI MAG X870E Edge Ti WiFi
- NZXT N9 X870E (White)
Ein Chipsatz, viele Auslegungen
Alle Boards setzen auf den neuen IO-Hub Promontory 21, bieten PCI-Express 5.0 für GPU und M.2-SSD und kombinieren die verfügbaren Lanes unterschiedlich – teils mit Sharing, teils ohne. Asus und MSI setzen etwa auf Split-Lösungen für Dual-SSD-Optionen, NZXT verzichtet auf Erweiterungs-Slots zugunsten von M.2-Plätzen.
Ausstattung: Nicht alles, was glänzt, ist durchdacht
- Asus Apex ist das teuerste Board im Test (ca. 770 €) und zielt mit Extrem-OC-Features und cleveren USB-Lösungen auf Overclocker – aber ohne 7.1-Audio, dafür mit PS/2.
- MSI Edge punktet mit einem sehr guten Allround-Paket, Dual-5.0-M.2 ohne GPU-Sharing, aber etwas höheren Temperaturen.
- Asrock Taichi bietet viel fürs Geld: 4x M.2, 6x SATA, gute Audio-Lösung – aber mit zweifelhafter Slotverteilung und Lüfterdesign.
- Gigabyte Elite ist der Preis-Leistungs-Tipp: Für rund 300 € gibt es PCIe-5.0-Grafikkarte, zwei x4-Slots, aber der Audiochip ist veraltet.
- NZXT N9 überzeugt optisch und setzt voll auf M.2 – allerdings mit klaren Schwächen bei Erweiterungsslots und einem hohen Preis.
Spannungsversorgung und Temperaturen
Alle Boards halten die Spannungswandler auch bei CPU+GPU-Vollast im Griff. Die Kühlung funktioniert – aber nicht immer elegant. NZXT und Asrock setzen auf kleine, wenig effektive Lüfter. MSI bleibt trotz passiver Lösung kühl, während Gigabyte etwas wärmer wird.
Praxis: Mehr ist nicht immer besser
Einige Hersteller schießen über das Ziel hinaus: Asus etwa integriert viele OC-Schalter, die im Alltag überflüssig sind. Gleichzeitig fehlen einfache Komfortfunktionen. NZXT punktet optisch, leistet sich aber Designpatzer bei der M.2-Kühlung.
Besonderheiten im Test:
- MSI Edge: Dual-5.0-M.2 ohne Einschränkung, gutes Layout.
- Asrock Taichi: Viel USB, günstiger Preis, aber kein optimaler Slotaufbau.
- Gigabyte Elite: Der Spar-Tipp, bietet solide Grundausstattung.
- Asus Apex: OC-Traum, aber teuer und nicht alltagstauglich.
- NZXT N9: Stylisch, aber zu teuer für die gebotene Funktionalität.
Fazit: Teuer ≠ besser
Ein Mainboard für über 700 Euro liefert nicht automatisch die beste Nutzererfahrung. Der Testsieg geht an das Asus Apex, aber vor allem wegen der Gesamtleistung – nicht wegen seiner OC-Spielereien. Wer ausgewogene Performance für Ryzen 9000 sucht, findet sie bei MSI Edge oder Asrock Taichi deutlich günstiger. Gigabyte Elite bietet den günstigsten Einstieg in die X870E-Welt – und macht dabei erstaunlich wenig falsch. Nur NZXT muss beim Preis-Leistungs-Verhältnis nachbessern.