Öko-Test - 22 Gesichtswasser Testsieger

22 Gesichtswasser im Test-Vergleich von Öko-Test

Öko-Test

08/2025 - Öko-Test

Welche Gesichtswässer überzeugen wirklich?

ÖKO-TEST hat 22 Gesichtswässer geprüft – von günstigen Drogeriemarken bis zu teuren Naturkosmetikprodukten. Im Fokus standen vor allem die Inhaltsstoffe und mögliche Schadstoffbelastungen. Das Ergebnis fällt erfreulich aus: Die Mehrheit der Produkte schnitt mit „sehr gut“ ab. Vor allem Naturkosmetik überzeugte durch klare Rezepturen und den Verzicht auf problematische Zusätze. Doch auch viele günstige Eigenmarken von dm, Rossmann oder Müller zeigten, dass milde Formulierungen keine Frage des Preises sind.

Was wurde bei ÖKO-TEST untersucht?

Die Expertinnen und Experten von ÖKO-TEST prüften die Toner in zwei Bereichen – die Zusammensetzung und die Verpackung. Im Labor wurde nach Formaldehyd/-abspaltern, PEG-Verbindungen, Silikonen, allergenen Duftstoffen und problematischen Weichmachern gesucht. Außerdem nahm man die Kunststoffverpackungen unter die Lupe: Wie viel Rezyklat ist enthalten? Gibt es unnötige Umkartons oder fragwürdige Umweltversprechen?
Das Fazit: Die meisten Gesichtswässer sind frei von bedenklichen Substanzen, die Unterschiede liegen heute vor allem im Detail – etwa bei Duftstoffen oder der Nachhaltigkeit der Verpackung.

Welche Marken überzeugten besonders?

Zahlreiche Produkte erhielten von ÖKO-TEST die Bestnote. Dazu zählen sowohl zertifizierte Naturkosmetik wie Alterra Bio-Rose, Lavera Basis Sensitiv oder Dr. Scheller Rose, als auch konventionelle Produkte wie Balea, CV Cadea Vera oder Jean & Len. Auch bei Luxusmarken wie Dr. Hauschka fiel das Urteil sehr positiv aus. Unterschiede zeigten sich eher in der Deklaration: Manche Produkte enthielten Duftstoffe, die zwar deklariert, aber unproblematisch waren – andere verzichteten ganz darauf.

Warum bekamen manche Produkte Punktabzug?

Einige Gesichtswässer verloren Punkte nicht wegen ihrer Rezeptur, sondern wegen Mängeln bei der Verpackung oder Kennzeichnung. Fehlende Nachweise über den Rezyklatanteil, irreführende Umweltversprechen oder unnötige Umkartons führten zu Abwertungen. Auch PEG/PEG-Derivate und Silikone in einzelnen konventionellen Tonern kosteten Noten. Insgesamt blieben die Kritikpunkte aber moderat – die meisten getesteten Produkte können bedenkenlos verwendet werden.

Was rät ÖKO-TEST bei der Anwendung?

Gesichtswasser sollte nach der Reinigung mit einem Wattepad oder sanft mit den Händen aufgetragen werden – ohne zu reiben. Duftempfindliche Haut reagiert oft besser auf Produkte ohne ätherische Öle. ÖKO-TEST betont, dass Toner kein Ersatz für Feuchtigkeitspflege sind, sondern die Haut auf diese vorbereiten sollen. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, achtet zusätzlich auf eine nachhaltige Verpackung mit hohem Rezyklatanteil und klarer Kennzeichnung.