Haus & Garten Test - 3 Inhalatoren Testsieger

3 Inhalatoren im Test-Vergleich von Haus & Garten Test

Haus & Garten Test

06/2025 - Haus & Garten Test

Wie funktionieren moderne Inhalatoren zu Hause?

Elektrische Inhalatoren haben sich bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Bronchitis oder Asthma längst etabliert. Anders als beim klassischen Dampfinhalieren mit heißem Wasser werden bei diesen Geräten Flüssigkeiten wie Kochsalzlösung oder Medikamente fein zerstäubt, sodass sie gezielt in Mund, Nase und Lunge gelangen. Haus & Garten Test hat drei aktuelle Modelle untersucht: zwei handliche Akkugeräte und ein klassischer Tischinhalator mit Kompressor.

Die größten Unterschiede liegen in der Technik: Während das Tischgerät von Newgen Medicals über einen Luftkompressor arbeitet und damit Druckluft erzeugt, nutzen die beiden kompakten Modelle von Hygelink und IEA Medical Ultraschalltechnik. Beide Varianten erzeugen feinen Aerosolnebel, der über Mundstück oder Maske eingeatmet wird. Im praktischen Einsatz zeigt sich, dass sich die mobilen Geräte leichter handhaben lassen – insbesondere dann, wenn Kinder inhalieren sollen oder es auf eine leise Anwendung ankommt.

Wo liegen die Stärken und Schwächen der Modelle?

In der praktischen Nutzung gab es teils deutliche Unterschiede. Der Tischinhalator benötigt einen Stromanschluss, bietet aber durch seinen 2 Meter langen Luftschlauch ausreichend Bewegungsfreiheit beim Sitzen. Das Geräusch beim Betrieb wurde von Testpersonen jedoch als deutlich störender empfunden als bei den leisen Akkugeräten. Letztere lassen sich flexibel einsetzen, sind transportabel und besonders bei Kindern einfacher im Umgang. Beide mobilen Modelle überzeugen mit stabilem Aufbau, sicherem Verschluss des Medikamentenbehälters und einfacher Bedienbarkeit.

Auffällig war im Test auch die Qualität der Masken. Während Hygelink und IEA Medical auf flexible Silikonmaterialien setzen, bestehen die mitgelieferten Masken des Tischgeräts aus PVC, was bei mehreren Personen zu einem ungenügenden Sitz führte. Die Handhabung wurde ebenfalls untersucht: Das Öffnen der Behälter, das Aufsetzen der Masken sowie die Inbetriebnahme gelangen bei den Akkugeräten schneller und sicherer. Unterschiede gab es auch bei der Dauer der Inhalation: Die mobilen Geräte benötigten je nach Modell bis zu 12 Minuten für 5 Milliliter Kochsalzlösung, der Kompressor-Inhalator war etwas schneller.

Wie hygienisch und nachhaltig sind die getesteten Geräte?

Die hygienische Reinigung ist bei Inhalatoren besonders wichtig, um eine Verkeimung zu vermeiden. Alle getesteten Modelle mussten nach jeder Nutzung gründlich gereinigt werden. Keines der drei Geräte bietet die Möglichkeit, die Einzelteile durch Abkochen zu desinfizieren. Stattdessen muss auf alkoholhaltige Reinigungsmittel zurückgegriffen werden. Das führt zu Zusatzkosten, ist aber bei täglicher Anwendung unerlässlich. Bei den beiden Handgeräten lässt sich der Medikamentenbehälter immerhin schnell entnehmen, was die Reinigung erleichtert.

In puncto Nachhaltigkeit schnitten alle drei Modelle eher durchschnittlich ab. Verpackung und Zubehör erzeugen Müll, Ersatzteile wie Masken oder Filter sind aber zumindest nachbestellbar. Der Tischinhalator wird laut Anleitung nicht mit anderen Personen geteilt, was die Nutzungsdauer im Haushalt zusätzlich einschränkt. Beim mobilen Modell von IEA Medical sorgt eine Selbstreinigungsfunktion für zusätzlichen Komfort. In allen Fällen ist ein bewusster Umgang mit den Geräten und eine regelmäßige Wartung Voraussetzung für einen sicheren und langfristigen Einsatz.

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