Guter Rat - 6 Strommessgeräte Testsieger

6 Strommessgeräte im Test-Vergleich von Guter Rat

Guter Rat

01/2025 - Guter Rat

Strommessgeräte im Test: Welche Modelle lohnen sich wirklich?

Steigende Energiepreise sorgen dafür, dass viele Haushalte ihren Stromverbrauch genauer unter die Lupe nehmen. Doch welche Geräte sind wahre Stromfresser? Lohnt es sich, den Stand-by-Modus konsequent zu vermeiden? Und ab wann rechnet sich die Anschaffung eines neuen Kühlschranks? Strommessgeräte helfen dabei, solche Fragen zu beantworten, indem sie den Verbrauch einzelner Geräte erfassen und die anfallenden Kosten berechnen.

Was wurde getestet?

Das Magazin Guter Rat hat sechs aktuelle Strommessgeräte auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Dabei wurde untersucht, wie genau die Geräte messen, wie einfach sie zu bedienen sind und welche zusätzlichen Funktionen sie bieten. Da Strommessgeräte aktuell stark nachgefragt sind, war die Beschaffung schwierig – viele Modelle waren im Handel ausverkauft und mussten online bestellt werden. Die getesteten Geräte kosteten zwischen 15,90 Euro und 39,95 Euro, hinzu kamen Versandkosten.

Welche Unterschiede gibt es?

Alle getesteten Modelle werden zwischen Steckdose und das zu überprüfende Gerät gesteckt. Die Messgeräte zeigen dann den aktuellen Stromverbrauch an, manche berechnen auch die monatlichen oder jährlichen Kosten. Ein entscheidender Unterschied liegt in der Bedienung: Während klassische Modelle oft nur kleine, schwer ablesbare Displays haben, bieten smarte Geräte eine komfortable Steuerung per App.

Welches Gerät konnte überzeugen?

Der Testsieger Eve Energy punktete mit smarter Technologie. Das Gerät kann nicht nur den Stromverbrauch messen, sondern auch angeschlossene Geräte aus der Ferne steuern. Die Bedienung über eine App ist deutlich einfacher als die manuelle Eingabe über kleine Tasten und unbeleuchtete Displays. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, eine langfristige Kostenprognose zu erstellen. Ein kleiner Minuspunkt war die fehlende Angabe des unteren Messbereichs – kleine Verbräuche unter einem Watt werden nicht erfasst.

Wo gibt es Probleme?

Nicht alle getesteten Geräte konnten überzeugen. Während einige Modelle mit gut ablesbaren Displays punkten konnten, waren andere nur mit Mühe zu entziffern. Ein Gerät fiel sogar komplett durch: Der Smart Plug SP1 von Gosund ließ sich im Test nicht mit dem WLAN verbinden und konnte ohne Registrierung und Zustimmung zur Datennutzung nicht einmal in Betrieb genommen werden.

Wie groß sind die Einsparpotenziale?

Die Messgeräte zeigen schnell, wo sich Strom sparen lässt. Ein Test im Homeoffice ergab, dass allein Computer, Drucker und Schreibtischlampe rund 18 Euro pro Monat an Stromkosten verursachen. Auch der Stand-by-Verbrauch vieler Geräte ist höher als erwartet. Die Erkenntnisse aus dem Test können helfen, gezielt Stromfresser abzuschalten oder in sparsamere Geräte zu investieren.

Lohnt sich die Anschaffung?

Ein gutes Strommessgerät kann helfen, unnötigen Verbrauch zu reduzieren und langfristig Kosten zu sparen. Besonders smarte Modelle mit App-Steuerung erleichtern die Bedienung und liefern hilfreiche Analysen. Wer sich für ein klassisches Modell entscheidet, sollte auf eine einfache Eingabe des Strompreises und ein gut lesbares Display achten. Wer sich nicht sicher ist, welches Gerät geeignet ist, sollte Erfahrungsberichte und Tests berücksichtigen – denn nicht jedes Modell hält, was es verspricht.

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