ElektroRad - 10 E-Mountainbikes von 1.599 bis 14.499 Euro Testsieger
10 E-Mountainbikes von 1.599 bis 14.499 Euro im Test-Vergleich von ElektroRad
In diesem Vergleich wurden getestet:
04/2025 - ElektroRad
Inhaltsverzeichnis
- Wie vielseitig sind moderne E-Mountainbikes wirklich?
- Welche Motoren treiben den E-MTB-Markt an?
- Was bedeutet Reichweite heute – und was wiegt sie?
- Was sagt der Test über Fahreigenschaften und Zielgruppen?
- Wie komfortabel sind moderne E-Mountainbikes?
- Welche Bikes wurden besonders empfohlen?
- Fazit: Für wen lohnt sich welches Bike?
Wie vielseitig sind moderne E-Mountainbikes wirklich?
Der aktuelle Vergleichstest des Magazins ElektroRad widmet sich einer besonders dynamischen Fahrradkategorie: den E-Mountainbikes. Zehn aktuelle Modelle, die sich in Preis, Ausstattung und Ausrichtung teils erheblich unterscheiden, wurden ins Gelände geschickt – vom 1.599-Euro-Hardtail bis zum fast 15.000 Euro teuren Carbon-Enduro. Ziel des Tests war es, die Bandbreite heutiger E-MTBs greifbar zu machen: Wie viel Technik steckt in den Rädern? Welches Bike passt zu welchem Fahrtyp? Und wie gut meistern die Bikes ihren eigentlichen Zweck – das Fahren auf Trails?
Mit dabei waren günstige Einsteigermodelle, robuste Allrounder und kompromisslose High-End-Enduros. Im Zentrum der Analyse standen Motorleistung, Akkukapazität, Handling, Gewicht, Ausstattung und die Eignung für verschiedene Einsatzbereiche – von Tour bis Trail, von Flow bis ruppiger Downhill.
Welche Motoren treiben den E-MTB-Markt an?
Der Test zeigt eindrucksvoll, wie stark sich E-Mountainbike-Antriebe weiterentwickelt haben. Marken wie Shimano, Bosch, Brose (Specialized), ZF, Pinion und DJI lieferten ihre jeweils neuesten Systeme – mit teils revolutionären Leistungsdaten. Besonders auffällig: Der DJI Avinox M1 im Amflow-Bike brachte es auf satte 120 Nm Drehmoment und bis zu 1000 Watt Leistung, dabei wiegt das ganze System nur 2,5 Kilogramm – ein neuer Maßstab im High-End-Bereich.
Ebenfalls leistungsstark: der S-Works 3.1 Motor von Specialized mit 111 Nm, der besonders feinfühlig regelbar ist. Auch Shimano beeindruckte mit dem neuen EP801, der in vielen Bikes für Schub sorgt. Die Motoren erlauben individuelle Fahrmodi-Anpassung via App – ein deutlicher Trend in Richtung Personalisierung.
Was bedeutet Reichweite heute – und was wiegt sie?
Große Akkus sind im Trend – fast alle Testbikes verfügen über Kapazitäten von 700 bis 840 Wh, was Tourenreichweite mit voller Motorunterstützung garantiert. Doch je größer der Akku, desto schwerer das Bike. Einige Modelle wie das Crivit-Hardtail (26,2 kg) oder das BESV TRS (fast 27 kg) zeigen die Kehrseite dieser Entwicklung.
Ein Highlight in puncto Leichtbau war das Amflow PL Carbon Pro mit gerade einmal 20,6 kg Gesamtgewicht – trotz großer Batterie und kraftvollem Motor. Möglich macht das eine besonders leichte Rahmenkonstruktion aus Carbon in Kombination mit optimierter Ausstattung. Für anspruchsvolle Fahrer ein echtes Argument – gerade wenn die Fahrdynamik im Vordergrund steht.
Was sagt der Test über Fahreigenschaften und Zielgruppen?
Auch bei der Fahrperformance wurden große Unterschiede deutlich. Einige Bikes wie das Simplon Cure:E, das Merida eOne-Sixty 6000 oder das Specialized S-Works Turbo Levo 4 zeigten sich als echte Allrounder: kletterfreudig, agil und mit hohem Abfahrtskomfort.
Andere, etwa das Crivit Peak 709, sind eher für Tourenfahrer und E-MTB-Einsteiger geeignet. Hier steht einfache Bedienbarkeit im Vordergrund, allerdings auf Kosten von Geländegängigkeit und Komponentenqualität.
Im mittleren Preisbereich überzeugte das Centurion No Pogo R3000 mit einem sehr ausgewogenen Setup, starkem Motor und gutem Handling. Besonders vielseitig zeigte sich auch das Raymon Tarok, das mit dem neuen ZF-Motor debütierte und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet – trotz leichtem Geräuschpegel.
Wie komfortabel sind moderne E-Mountainbikes?
Nicht nur Leistung und Technik zählen – auch Sitzposition, Dämpfung, Federwege und Ausstattung beeinflussen das Fahrgefühl erheblich. In vielen Fällen kamen hochwertige Federgabeln und Dämpfer von Fox oder Rock Shox zum Einsatz, teilweise ergänzt durch moderne Teleskopstützen mit großem Hub. Viele Bikes setzen auf Mullet-Laufradformate (29" vorne, 27.5" hinten), um Agilität und Laufruhe zu kombinieren.
Erfreulich ist, dass fast alle Testbikes auch mit cleveren Detaillösungen punkten – etwa integrierte Beleuchtung, Werkzeugfächer, Fidlock-Trinkflaschenhalter oder gut ablesbare Displays. Selbst Einsteigerbikes bieten inzwischen Komfortfeatures, die noch vor wenigen Jahren High-End-Modellen vorbehalten waren.
Welche Bikes wurden besonders empfohlen?
Das Magazin ElektroRad sprach mehrere Empfehlungen aus – je nach Einsatzschwerpunkt. Besonders positiv bewertet wurden unter anderem:
- Merida eOne-Sixty 6000: vielseitig, stark bergab, solide ausgestattet
- Centurion No Pogo R3000: komfortabel, starkes Fahrwerk, hervorragendes Gesamtpaket
- Amflow PL Carbon Pro: sehr leicht, kraftvoll, extrem modern – ein Blick in die Zukunft
- Specialized S-Works Turbo Levo 4: edel, leistungsstark und individualisierbar, aber teuer
Auch Modelle wie das Simplon Rapcon E-Pinion oder das Cilo Kyano HC konnten überzeugen – vor allem mit ihrem durchdachten Setup und Fahrkomfort auf technisch anspruchsvollem Terrain.
Fazit: Für wen lohnt sich welches Bike?
Der Test von ElektroRad macht deutlich, dass der E-MTB-Markt so vielfältig ist wie nie zuvor. Vom Einsteiger über den Tourenfreund bis hin zum Enduro-Profi findet jeder das passende Modell – wenn er weiß, was er sucht. Wer viel Wert auf Klettereigenschaften und Motorleistung legt, ist mit Shimano- oder Brose-Systemen gut beraten. Wer maximale Kontrolle auf Abfahrten wünscht, sollte auf Fahrwerksqualität und Geometrie achten.
Letztlich entscheidet der Einsatzbereich – und das Budget. Gute Bikes gibt es ab 1.600 Euro, wer aber maximale Performance und Leichtbau sucht, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Dass diese Investition sich lohnen kann, zeigen vor allem die Topmodelle im Test eindrucksvoll.
ElektroRad bietet mit diesem Test einen hilfreichen Überblick – und unterstreicht, dass E-Mountainbikes heute mehr sind als technische Spielerei. Sie sind ernsthafte Sportgeräte, Tourenbegleiter und Abenteuermaschinen. Egal ob auf dem Hausberg, im Bikepark oder bei der Wochenendtour.