ElektroRad - 34 Touren- und Trekkingbikes von 2599 bis 10.909 Euro Testsieger

34 Touren- und Trekkingbikes von 2599 bis 10.909 Euro im Test-Vergleich von ElektroRad

ElektroRad

01/2025 - ElektroRad

Trekking-E-Bikes im Test: Vielseitige Begleiter für Alltag und Abenteuer

Das Magazin ElektroRad hat 34 Trekking-E-Bikes getestet und zeigt, wie breit die Auswahl in diesem Segment ist. Vom leichten, agilen Tourenrad bis zum massiven SUV-Bike reicht die Bandbreite. Doch welche Variante ist die richtige? Während einige Fahrer auf ein möglichst geringes Gewicht und eine hohe Agilität setzen, bevorzugen andere kraftvolle Motoren mit großen Akkus für lange Distanzen. Das klassische Trekking-E-Bike ist nach wie vor der Allrounder unter den Fahrrädern. Es eignet sich für den Stadtverkehr, für ausgedehnte Touren und sogar für leichte Offroad-Passagen. Im Testfeld waren sowohl Räder mit Diamantrahmen als auch Tiefeinsteiger-Modelle vertreten. Auch bei der Antriebstechnik gibt es große Unterschiede: Ketten- und Nabenschaltungen, Riemenantriebe und sogar vollautomatische Schaltungen standen im Vergleich.

Leicht oder kraftvoll: Welcher Motor ist die beste Wahl?

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der getesteten Räder ist die Motorleistung. Die Full-Power-Modelle im Test sind mit kraftvollen Aggregaten wie dem Bosch Performance Line CX oder Shimano EP8 ausgestattet. Diese bieten eine hohe Unterstützung und sind besonders für bergiges Terrain oder das Ziehen von Anhängern geeignet. Demgegenüber stehen leichtere Tourenräder mit weniger kraftvollen Motoren und kleineren Akkus. Sie sprechen Fahrer an, die zwar die Unterstützung eines Motors wünschen, aber dennoch möglichst viel selbst treten möchten. Im Vergleich zu den Full-Power-Modellen bieten sie ein Fahrgefühl, das dem eines klassischen Trekkingrads näherkommt. Interessant ist auch die Entwicklung der Akkukapazitäten. Bosch setzt beim neuen CX-Motor auf einen 800-Wh-Akku, der eine enorme Reichweite ermöglicht. Allerdings wächst mit der Kapazität auch das Gewicht der Räder. Modelle mit kleineren Akkus sind dagegen oft deutlich agiler und lassen sich leichter handhaben.

Sind automatische Schaltungen die Zukunft?

die getesteten Räder zeigen, dass automatische Schaltungen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Neben klassischen Kettenschaltungen kommen zunehmend stufenlose Nabenschaltungen wie die Enviolo Trekking oder die Rohloff Speedhub E14 zum Einsatz. Besonders spannend sind Systeme wie die Motor-Getriebe-Einheit von Pinion oder der Owuru-Antrieb, die das Schalten komplett automatisieren. Das Prinzip ist einfach: Der Fahrer wählt seine bevorzugte Trittfrequenz, und die Elektronik sorgt dafür, dass stets der passende Gang eingelegt ist. Gerade für Einsteiger ist das eine interessante Lösung, da man sich nicht mehr um das Schalten kümmern muss. Allerdings benötigen automatische Schaltungen eine gewisse Eingewöhnungszeit, da die Gangwechsel oft unbemerkt, aber spürbar erfolgen.

Federung und Komfort: Was ist wirklich wichtig?

Ein weiteres zentrales Thema des Tests von ElektroRad ist der Fahrkomfort. Viele Trekkingbikes setzen auf eine Federgabel, um Stöße abzufangen. Hochwertige Luftfedergabeln bieten dabei eine bessere Anpassungsmöglichkeit als einfache Stahlfedergabeln. Doch nicht alle Modelle im Test sind gefedert – einige Hersteller setzen bewusst auf starre Gabeln, um das Gewicht niedrig zu halten. Auch die Reifen spielen eine wichtige Rolle. Breitere Pneus mit hohem Volumen bieten eine natürliche Dämpfung und können den Fahrkomfort deutlich erhöhen. Hier zeigt sich, dass nicht zwingend eine Federgabel nötig ist, wenn das Rad gut abgestimmt ist. Ein weiteres Komfort-Feature sind gefederte oder absenkbare Sattelstützen. Sie sorgen für eine angenehmere Sitzposition und ermöglichen es, beim Anhalten beide Füße bequem auf den Boden zu setzen. Besonders im Stadtverkehr oder für Fahrer mit geringer Körpergröße kann das eine wertvolle Ergänzung sein.

Welche Ausstattung sollte ein Trekking-E-Bike haben?

Im Test zeigte sich, dass eine gute Ausstattung den Unterschied machen kann. Alle getesteten Räder verfügen über eine vollständige Beleuchtung, Schutzbleche und Gepäckträger – ein Muss für den Einsatz im Alltag und auf Touren. Einige Modelle bieten zudem Extras wie GPS-Module oder integrierte Anhängerkupplungen. Ein entscheidender Punkt ist die Qualität der Bremsen. Hier gehen die Hersteller keine Kompromisse ein: Alle getesteten Räder sind mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet. Wichtig ist dabei die Größe der Bremsscheiben. Besonders bei schwereren E-Bikes oder Modellen mit hoher Zuladung sollten die Scheiben groß genug dimensioniert sein, um eine zuverlässige Bremskraft zu gewährleisten. Auch die Belastbarkeit der Gepäckträger ist ein Kriterium. Während einige Modelle bis zu 27 Kilogramm zuladen können, bieten andere nur eine geringe Tragfähigkeit. Wer regelmäßig mit Gepäcktaschen oder Kindersitzen unterwegs ist, sollte hier genau hinschauen.

Fazit: Welches Trekking-E-Bike passt zu wem?

Die Testreihe von ElektroRad zeigt, dass es für jeden Fahrertyp das passende Trekking-E-Bike gibt. Wer ein leichtes, agiles Rad mit natürlichem Fahrgefühl sucht, sollte zu einem Modell mit kleinerem Motor und Akku greifen. Wer hingegen Wert auf maximale Unterstützung legt oder oft mit Gepäck fährt, ist mit einem Full-Power-Modell besser bedient. Automatische Schaltungen sind auf dem Vormarsch und könnten sich in den nächsten Jahren weiter durchsetzen. Auch bei der Federung gibt es keine pauschale Empfehlung – hier kommt es darauf an, ob man lieber ein leichtes Rad mit breiten Reifen oder ein vollgefedertes Modell bevorzugt. Letztlich gilt: Vor dem Kauf sollte man unbedingt eine Probefahrt machen, um das Fahrverhalten und den Komfort des Rads selbst zu testen. Denn die Vielfalt an Trekking-E-Bikes war noch nie so groß wie heute.

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