CT Magazin - 10 USB-SSDs und -Sticks Testsieger

10 USB-SSDs und -Sticks im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

15/2025 - CT Magazin

Welche USB-Speicher hat c’t diesmal unter die Lupe genommen?

Die Redaktion von c’t hat zehn aktuelle USB-Speicher in zwei Gruppen eingeteilt: drei kompakte Sticks und sieben externe SSDs. Alle Kandidaten bieten mindestens 1 TByte, erreichen beim sequentiellen Lesen mehr als 1 GByte/s und kosten mit dieser Kapazität größtenteils unter 100 Euro. Getestet wurde an USB-3.2-Ports mit 10 Gbit/s und 20 Gbit/s – schnellere USB4- oder Thunderbolt-Laufwerke gehörten ausdrücklich nicht zum Vergleich, ebenso wenig die langsameren 5-Gbit/s-Geräte.

Wie prüft c’t Tempo, Ausdauer und Alltagstauglichkeit?

Im Labor kopierten die Tester der c’t große Videopakete, Tausende Quelltext-Dateien sowie ganze MP3-Sammlungen und überwachten dabei Schreibraten, Temperatur und Leistungsaufnahme. Ein zweiter Durchgang mit H2testw zeigte, wie konstant die SSDs über die komplette Kapazität schreiben. Strombedarf im Leerlauf und unter Dauerlast floss in die Bewertung ein, weil er beim Einsatz am Notebook oder Smartphone die Akkulaufzeit beeinflusst.

Was trennt Sticks von kleinen SSD-Boxen?

  • Bauform: Die Sticks – etwa Patriots Viper-Duo mit A-und-C-Stecker – passen direkt in den Port, verzichten aber auf Kühlreserven. Lange Kopierorgien drosseln sie daher früher als die meist gekühlten Mini-SSDs.
  • Geschwindigkeit: Die Top-SSDs mit 20 Gbit/s wie Crucial X10, Intenso TX800 oder Verbatim Metal Mini verdoppeln das Lesetempo auf rund 2 GByte/s, erreichen beim Schreiben aber nur dann ähnlich hohe Werte, wenn der SLC-Cache nicht erschöpft ist.
  • Komfortfeatures: Mehrere Kandidaten richten sich an Videofilmer: Lexar ES4 und Sandisk Creator Phone SSD haften magnetisch am Smartphone und starten die Aufzeichnung direkt auf das externe Laufwerk.

Welche Messergebnisse fallen besonders auf?

  • Konstantes Schreiben war die größte Hürde. Adata SC740 und Kioxia Exceria Plus G2 brachen nach längeren Transfers auf 170 bis 200 MByte/s ein, während Verbatims Metal Mini selbst am Ende noch rund 1 GByte/s hielt.
  • Energiebedarf schwankt stark: Crucial X10 begnügte sich im Leerlauf mit nur 0,4 Watt, Lexar ES4 zog beim Dauer­schreiben fast 4 Watt – relevant, wenn das Laufwerk stundenlang am Tablet hängt.
  • Gehäusequalität reicht von einfachem Kunststoff (Adata) bis zu massivem Alu (Intenso, Verbatim). Das wirkt sich auf Haptik, Kühlung und Robustheit gleichermaßen aus.

Welche Empfehlung gibt c’t für typische Einsatzszenarien?

  • Schnelles Backup am PC: Wer primär große Projekte zwischen Homeoffice und Büro schiebt, fährt mit einer 20-Gbit/s-SSD wie Crucial X10 oder Intenso TX800 am besten – das Kopieren einer 100-GByte-Mediathek dauert nur knapp eine Minute.
  • Smartphone-Filmer: Magnetlösungen von Lexar und Sandisk sparen das Auslesen und liefern genug Durchsatz für 4K-30p-Videos direkt auf die SSD.
  • Minimalisten: Ein Duo-Stick wie Patriot PVP30 deckt USB-A- und USB-C-Buchsen ab und vermeidet zusätzliche Kabel, solange Transfers selten länger als ein paar Dutzend Gigabyte dauern.
  • Preisbewusste Archivierung: Kioxia G2 oder PNY Pro Elite V3 bieten ordentliche 1-GByte/s-Leistung für unter 100 Euro; wer große Mengen seltener umschreibt, merkt die Einbrüche im Dauerschreiben kaum.

Der Test der c’t zeigt damit klar: Selbst die langsamsten Geräte im Feld sind modernen Notebook-Festplatten deutlich voraus, doch je nach Workload variieren Tempo, Ausdauer und Stromhunger spürbar. Wer vor dem Kauf sein Hauptszenario ehrlich abgleicht, findet im aktuellen Angebot problemlos einen USB-Speicher, der unterwegs wie im Büro gleichermaßen überzeugt – und das ohne tiefe Löcher ins Reisebudget zu reißen.

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