Computer Bild - Blackwell Chips Testsieger
Blackwell Chips im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
07/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- Neue Mittelklasse-Grafikkarten im Test: RTX 5070 Ti und RTX 5070 von Zotac überzeugen
- Was steckt in den neuen Blackwell-Grafikchips?
- RTX 5070 Ti vs. RTX 5070 – wo liegen die Unterschiede?
- Wie schnell sind die neuen Grafikkarten wirklich?
- Stromverbrauch, Lautstärke und Ausstattung
- Overclocking und Zusatzfunktionen
- Fazit: Mittelklasse auf Oberklasse-Niveau
Neue Mittelklasse-Grafikkarten im Test: RTX 5070 Ti und RTX 5070 von Zotac überzeugen
Mit der GeForce RTX 5070 Ti und der RTX 5070 bringt Nvidia frischen Wind in die hart umkämpfte Mittelklasse – und Computer BILD hat die ersten beiden Modelle von Zotac auf Basis der neuen Blackwell-Architektur getestet. Das Ergebnis: Die neuen Grafikkarten zeigen in Full-HD, WQHD und selbst bei 4K ein starkes Tempo bei vergleichsweise geringem Stromverbrauch – und das zu Preisen unterhalb der High-End-Konkurrenz.
Was steckt in den neuen Blackwell-Grafikchips?
Nvidia fertigt auch die neue Blackwell-Serie im 4NP-Prozess bei TSMC, was zwar weiterhin auf 5-Nanometer-Strukturen basiert, aber durch höhere Transistordichte eine gesteigerte Effizienz mit sich bringt. Die größten Blackwell-Chips fassen bis zu 92 Milliarden Transistoren – bei der RTX 5070 Ti sind es 45,6 Milliarden, bei der kleineren RTX 5070 immerhin 31 Milliarden.
Neu ist auch die Architektur rund um den Stromverbrauch: Separate Stromversorgungsleitungen für Kerne und Grafikspeicher und dynamisch anpassbare Taktraten helfen, die Leistungsaufnahme in Grenzen zu halten – besonders im Leerlauf.
RTX 5070 Ti vs. RTX 5070 – wo liegen die Unterschiede?
Obwohl beide Karten aus der gleichen Serie stammen, gibt es einige entscheidende Unterschiede:
- Die RTX 5070 Ti AMP Extreme Infinity besitzt 8960 Cuda-Kerne, während die RTX 5070 Solid mit 6144 Kernen ausgestattet ist.
- Der Grafikspeicher ist mit 16 GB GDDR7 (256 Bit) bei der Ti-Version größer und schneller angebunden als die 12 GB GDDR7 (192 Bit) der Basisversion.
- Auch in puncto Taktfrequenz ist die Ti-Version mit bis zu 2475 MHz Boost leicht im Vorteil gegenüber den 2520 MHz der RTX 5070, deren geringere Basistaktrate (2235 MHz) jedoch ausgeglichen wird.
Wie schnell sind die neuen Grafikkarten wirklich?
Im Praxistest zeigt sich die RTX 5070 Ti durchweg stark:
- 4K-Gaming mit Raytracing und DLSS 4 meistert sie flüssig und auf hohem Niveau – vergleichbar mit einer RTX 4080 Super.
- Der Tempovorteil gegenüber der RTX 4070 Ti Super liegt bei etwa 10 Prozent.
- Auch bei rechenintensiven Aufgaben wie Rendern von Fotos und Videos überzeugt die Ti-Version – COMPUTER BILD vergab hier eine Teilnote von 1,0.
Die RTX 5070 ohne Ti ist naturgemäß etwas langsamer, doch mit 110 Bildern pro Sekunde im Durchschnitt in aktuellen Spielen (Full-HD/WQHD) liegt sie nur rund fünf Prozent hinter der 4070 Ti Super. Auch 4K ist mit leichten Einschränkungen möglich. Hier lohnt sich der Preisvorteil: Mit 649 Euro ist sie 400 Euro günstiger als die Ti-Version.
Stromverbrauch, Lautstärke und Ausstattung
- Die RTX 5070 Ti zieht unter Volllast 300 Watt und erreicht dabei 3,0 Sone – hörbar, aber nicht störend.
- Die RTX 5070 bleibt mit 249 Watt sogar noch effizienter und deutlich leiser (1,6 Sone).
Beide Modelle bieten:
- 3x DisplayPort 2.1
- 1x HDMI 2.1
- Unterstützung für DLSS 4.0, das durch die sogenannte Multi-Frame-Generation deutlich flüssigere Bildraten ermöglicht (allerdings aktuell nur in ca. 75 Spielen verfügbar).
Overclocking und Zusatzfunktionen
Die getestete Zotac RTX 5070 Ti AMP Extreme Infinity kommt bereits mit werkseitigem OC-Boost und kann per FireStorm-Utility weiter übertaktet werden. Der Aufpreis zur Referenzkarte ist mit 1049 Euro allerdings hoch – offiziell liegt der Preis bei 879 Euro, doch zum Testzeitpunkt war diese Variante kaum verfügbar. Die getestete Zotac RTX 5070 Solid entspricht dem Referenzdesign und ist derzeit mit 649 Euro deutlich attraktiver bepreist.
Fazit: Mittelklasse auf Oberklasse-Niveau
Die neuen RTX-5000-Grafikkarten von Nvidia zeigen eindrucksvoll, was moderne Mittelklasse heute leisten kann. Die RTX 5070 Ti ist ideal für ambitionierte Gamer mit 4K-Monitor, die viel Leistung wollen, aber keine 2000 Euro für eine RTX 5090 ausgeben möchten. Die RTX 5070 wiederum überzeugt als preisbewusste Wahl, die aktuelle Games locker in WQHD stemmt und sogar bei 4K gut mithält.
COMPUTER BILD zieht ein klares Fazit:
„Spiele in 4K mit allen Details zocken? Kein Problem mit den neuen Grafikchips.“
Wer bereits eine RTX 4070 Ti Super besitzt, braucht nicht unbedingt ein Upgrade. Wer aber aktuell nach einer neuen Karte sucht, trifft mit den RTX 5070 Ti und 5070 eine zukunftssichere Entscheidung – inklusive DLSS 4, moderner Architektur und optimiertem Stromverbrauch.