Computer Bild - Zwei 27 Zoll Monitore von Sony und KTC Testsieger
Zwei 27 Zoll Monitore von Sony und KTC im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
04/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- COMPUTER BILD im Test: KTC gegen Sony – welcher 27-Zoll-Monitor lohnt sich mehr?
- Ergonomie und Verarbeitung: Überraschung durch den günstigen Kandidaten
- Bildqualität: Wo liegen die Unterschiede?
- Gaming-Performance: Gleichstand bei Bildrate und Reaktionszeit
- Ausstattung: Wo bietet Sony mehr?
- COMPUTER BILD empfiehlt: Lohnt sich der Aufpreis für den Sony?
COMPUTER BILD im Test: KTC gegen Sony – welcher 27-Zoll-Monitor lohnt sich mehr?
Gaming-Monitore mit hoher Bildrate und 4K-Auflösung sind für anspruchsvolle Spieler unverzichtbar. Während die OLED-Technik für Spitzenmodelle sorgt, bleibt sie oft kostspielig. COMPUTER BILD hat zwei 27-Zoll-LCD-Monitore mit nahezu identischen Spezifikationen getestet: den Sony Inzone M9II für knapp 1000 Euro und den KTC H27P22S für rund 360 Euro. Kann der günstigere Monitor mit dem Premium-Modell mithalten?
Ergonomie und Verarbeitung: Überraschung durch den günstigen Kandidaten
Beide Monitore sind solide verarbeitet, obwohl der KTC in einigen Bereichen sogar sauberer gefertigt ist. Sony punktet mit einem platzsparenden, um 360 Grad drehbaren Standfuß, während der KTC auf einen konventionellen Standfuß mit begrenztem Schwenkbereich setzt. Dafür bietet er mehr Flexibilität: Neben Höhenverstellung und Neigung lässt er sich im Pivot-Modus hochkant nutzen, was beim Sony-Modell fehlt.
Bildqualität: Wo liegen die Unterschiede?
Beide Monitore bieten eine 4K-Auflösung mit 3840 x 2160 Pixeln, eine Bildwiederholrate von 160 Hertz und eine schnelle Reaktionszeit um die 5,8 Millisekunden. Das sorgt für flüssige Bewegungen und eine scharfe Darstellung. Der größte Unterschied zeigt sich jedoch in der Farbwiedergabe und Helligkeit. Der Sony Inzone M9II überzeugt mit kräftigeren und natürlicheren Farben, während der KTC etwas blasse Hauttöne zeigt. Zudem ist die maximale Helligkeit des Sony-Monitors mit 899 Candela pro Quadratmeter fast doppelt so hoch wie die des KTC mit 406 Candela pro Quadratmeter. Ein weiterer Vorteil des Sony-Modells ist das Local Dimming mit 96 Zonen, das dunkle Bildbereiche gezielt abdunkelt und helle stärker betont. Dadurch kann der Monitor HDR-Inhalte besser darstellen, auch wenn beide aufgrund der IPS-Technologie nicht mit OLED-Modellen konkurrieren können. Der Kontrast bleibt mit 1014:1 beim KTC und 894:1 beim Sony eher durchschnittlich.
Gaming-Performance: Gleichstand bei Bildrate und Reaktionszeit
Im Gaming-Test mit „Need for Speed Heat“ zeigte sich, dass das Spielerlebnis auf beiden Monitoren nahezu identisch ist. Dank der hohen Bildfrequenz von 160 Hertz und kurzen Reaktionszeiten gibt es keine Verzögerungen oder Schlieren. Gamer profitieren von einer reibungslosen Darstellung – egal ob sie sich für den KTC oder den Sony entscheiden. Der Inzone M9II bietet jedoch einen Vorteil für PlayStation-5-Nutzer. Er erkennt die Konsole automatisch, wechselt in den Spielemodus für eine optimierte Darstellung und aktiviert den Kinomodus bei Filmen und Streaming.
Ausstattung: Wo bietet Sony mehr?
Beide Monitore sind mit zwei HDMI-Anschlüssen und einem DisplayPort ausgestattet. Während der Sony zusätzlich einen USB-Hub mit drei USB-A-Anschlüssen bietet, fehlt dieser beim KTC. Zudem hat der Inzone M9II integrierte Lautsprecher, die für Systemtöne oder einfache Videos ausreichen – beim KTC gibt es keine Audioausgabe. Der Stromverbrauch fällt beim Sony etwas niedriger aus. Er benötigt im Betrieb 35 Watt, während der KTC mit 47 Watt etwas mehr Energie zieht.
COMPUTER BILD empfiehlt: Lohnt sich der Aufpreis für den Sony?
Beide Monitore bieten eine starke Gaming-Performance, doch der Sony Inzone M9II hat bei Farbdarstellung, Helligkeit und HDR-Wiedergabe klar die Nase vorn. Wer Wert auf ein besonders brillantes Bild legt oder seine PlayStation 5 optimal nutzen möchte, ist mit dem Sony besser beraten. Für preisbewusste Gamer ist der KTC H27P22S jedoch eine sehr attraktive Alternative. Er kostet mehr als 600 Euro weniger, bietet nahezu identische Leistung in Spielen und hat sogar mehr Ergonomie-Funktionen. Wer auf HDR und bessere Farbwiedergabe verzichten kann, bekommt mit dem KTC einen exzellenten 4K-Gaming-Monitor zum kleinen Preis.