Computer Bild - 2 neue Amazon Soundbars Testsieger
2 neue Amazon Soundbars im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
02/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- Design und Anschlüsse: Klein, schlicht und schnell eingerichtet
- Bedienung: Simpel und selbsterklärend
- Soundqualität: Satter Klang für Filme, Musik und Gaming
- Raumklang: Virtuell, aber nicht überzeugend
- Musikwiedergabe: Kabellos oder per USB
- Was fehlt? Kein Fire TV, kein Alexa
- Fazit: Viel Sound für wenig Geld
Amazon Fire TV Soundbars im Test: Günstiger Klang-Booster für den Fernseher? Der Fernseher klingt blechern, doch eine teure Heimkinoanlage ist keine Option? Die Amazon Fire TV Soundbars versprechen Abhilfe – und das zu einem erstaunlich niedrigen Preis. Die kleinere Amazon Fire TV Soundbar ist für rund 140 Euro zu haben, während das größere Modell, die Fire TV Soundbar Plus, mit 270 Euro immer noch im preiswerten Segment liegt. Doch können die kompakten Klangriegel im Alltag überzeugen? COMPUTER BILD hat beide getestet.
Design und Anschlüsse: Klein, schlicht und schnell eingerichtet
Beide Soundbars präsentieren sich in einem schlichten, schwarzen Design, das zu jedem Wohnzimmer passt. Die kleinere Variante misst 61 Zentimeter in der Breite und eignet sich somit auch für kleinere Fernseher ab 32 Zoll, während die Fire TV Soundbar Plus mit ihren 94 Zentimetern perfekt zu TVs ab 42 Zoll passt. Mit einer Höhe von nur 6,5 Zentimetern passen die Geräte problemlos vor die meisten Fernseher, können aber bei besonders kurzbeinigen Modellen leicht ins Bild ragen. Für eine saubere Optik lässt sich die Soundbar auch an der Wand montieren – das nötige Montagematerial liegt bei.
Der Anschluss erfolgt denkbar einfach: Das mitgelieferte HDMI-Kabel wird an den HDMI-ARC- oder eARC-Anschluss des Fernsehers gesteckt. Über diesen Anschluss kann der Fernseher nicht nur den Ton ausgeben, sondern auch die Lautstärke der Soundbar steuern. Alternativ steht ein optischer Digitaleingang zur Verfügung, falls der Fernseher kein HDMI-ARC unterstützt. Allerdings fehlt hier das passende Kabel im Lieferumfang. Zudem ist die Lautstärkesteuerung über diesen Anschluss nicht möglich, sodass man in diesem Fall mit zwei Fernbedienungen hantieren muss.
Bedienung: Simpel und selbsterklärend
Die Bedienung der Amazon Fire TV Soundbars ist bewusst einfach gehalten. Beide Modelle werden mit einer kompakten Fernbedienung geliefert, über die sich Lautstärke, Klangmodi und Basspegel steuern lassen. Die verfügbaren Klangmodi sind „Music“, „Movie“ und „Dialog“, während die Bass-Taste drei Stufen bietet – von dezent bis kräftig. Ein virtueller Raumklang lässt sich ebenfalls aktivieren.
Etwas unpraktisch ist die Statusanzeige: Statt eines Displays gibt es nur kleine LEDs, die die aktuellen Einstellungen anzeigen. Diese sind jedoch schwer zu entziffern und bieten kaum Feedback. Dafür punktet die Soundbar mit einer besonders schnellen Inbetriebnahme – nach dem Anschluss an den Fernseher sind die Geräte sofort einsatzbereit, ohne komplizierte Konfiguration.
Soundqualität: Satter Klang für Filme, Musik und Gaming
Für ihre Preisklasse liefern die Amazon Fire TV Soundbars einen überraschend guten Klang. Die kleinere Variante bietet einen warmen und vollen Sound, der sich besonders für Musik und Filme eignet. Dialoge werden klar wiedergegeben, wenn auch mit einer leicht nasalen Färbung. Der Klangmodus „Dialog“ soll die Sprachverständlichkeit verbessern, verfälscht den Ton jedoch zu stark. Im Test erwies sich der Modus „Music“ als die natürlichste Wahl – sowohl für Musik als auch für TV-Ton.
Die Fire TV Soundbar Plus hebt sich vor allem durch ihr voluminöseres Klangbild ab. Dank ihrer sechs eingebauten Lautsprecher liefert sie mehr Tiefgang und einen satteren Bass, ohne dabei Stimmen zu verfälschen. Während günstigere Konkurrenten mit Subwoofer oft im Bass übertreiben und dadurch Stimmen dünn wirken lassen, bietet die Plus-Variante eine ausgewogene Mischung aus Druck und Klarheit.
Raumklang: Virtuell, aber nicht überzeugend
Beide Modelle verfügen über einen virtuellen Raumklangmodus, der mit der Technologie DTS:X arbeitet. Dieser soll den Klang breiter und räumlicher machen. In der Praxis ist der Effekt jedoch eher subtil. Der Klang wird etwas weiter, bleibt aber flach und wenig beeindruckend. Das ist bei Soundbars ohne separate Surround-Lautsprecher allerdings kein ungewöhnliches Manko.
Musikwiedergabe: Kabellos oder per USB
Für Musikliebhaber bieten beide Soundbars eine Bluetooth-Funktion, mit der sich Musik vom Smartphone, Tablet oder Laptop kabellos abspielen lässt. Die Verbindung erfolgt schnell und unkompliziert, die Klangqualität überzeugt mit warmen Bässen und klaren Mitten – ideal für Hintergrundmusik oder das Hören von Podcasts. Alternativ lassen sich USB-Sticks mit Musik anschließen, doch hier zeigt sich eine Schwäche: Der USB-Port befindet sich auf der Rückseite der Soundbars und ist dadurch schwer erreichbar. Zudem fehlt eine Anzeige für die Musiktitel, sodass die Navigation im Blindflug erfolgt – wenig alltagstauglich.
Was fehlt? Kein Fire TV, kein Alexa
Trotz des Namens „Fire TV Soundbar“ bieten die Geräte weder integrierte Fire-TV-Funktionen noch die Sprachassistentin Alexa. Stattdessen sind sie einfach nur Soundbars, die mit jedem Fernseher kompatibel sind. Das ist zwar kein Nachteil, könnte aber bei manchen Käufern für Verwirrung sorgen. Immerhin lassen sich die Geräte problemlos mit einem separaten Fire TV Stick oder einem Smart-TV nutzen.
Fazit: Viel Sound für wenig Geld
Mit den Fire TV Soundbars liefert Amazon günstige Klanglösungen, die vor allem im Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Die kleinere Variante für 140 Euro bietet bereits einen ordentlichen Sound, eignet sich aber eher für kleinere Räume und Fernseher. Die Fire TV Soundbar Plus für 270 Euro liefert hingegen spürbar mehr Volumen und Bass, ohne dabei Stimmen zu verfälschen – ein klarer Mehrwert für den moderaten Aufpreis.
Wer kein High-End-Heimkino erwartet, sondern einfach nur besseren Klang für Filme, Musik und Spiele möchte, ist mit beiden Modellen gut beraten. Für größere Fernseher und Wohnzimmer lohnt sich jedoch die Plus-Variante, die mit ihrem klareren und kräftigeren Klang das beste Gesamtpaket bietet.