Computer Bild - 2 Gaming-Zubehöre von Razer Testsieger
2 Gaming-Zubehöre von Razer im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
26/2024 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
Gaming-Zubehör im Test: Razer Freyja und Kraken V4 Pro
Die neue Sensa-Serie von Razer möchte Gaming-Erlebnisse auf eine neue Ebene heben, indem sie Vibrationen ins Spiel bringt. Mit der Sitzauflage Razer Freyja und dem Headset Kraken V4 Pro können Spieler Explosionen, Motorengeräusche oder Schritte nicht nur hören, sondern auch spüren. Computer Bild hat beide Produkte getestet und untersucht, wie sinnvoll und spaßig diese Technik wirklich ist.
Was macht die Sensa-Serie besonders?
Razers Ansatz ist es, durch gezielte Vibrationen ein intensives Erlebnis zu schaffen. Sowohl das Sitzkissen Freyja als auch das Headset Kraken V4 Pro nutzen Motoren, die basierend auf Audiosignalen Vibrationen erzeugen. Besonders tiefe Töne wie Explosionen oder Motorengeräusche werden dabei hervorgehoben, um das Spielgeschehen physisch erlebbar zu machen.
Das Sensa-System unterstützt zwei Modi:
- Audio-zu-Haptik: Jede beliebige Tonquelle erzeugt Vibrationen.
- Sensa HD Games: Optimierte Integration für bestimmte PC-Spiele wie Final Fantasy 16 oder Hogwarts Legacy, bei denen die Vibration direkt an die Klangwelt gekoppelt ist.
Wie schlägt sich die Sitzauflage Freyja?
Die Sitzauflage Freyja passt auf fast jeden Gaming-Stuhl und wird mit drei verstellbaren Riemen befestigt. Sie ist robust verarbeitet, aber durch die Technik recht fest, was den Sitzkomfort nach längerem Gebrauch einschränkt.
Highlights der Freyja:
- Kräftige Vibrationen: Besonders bei actionreichen PC-Spielen oder Filmen spürt man Explosionen oder Schüsse eindrucksvoll.
- Einfache Montage: Die Sitzauflage lässt sich schnell anbringen und sitzt stabil.
- Steuerung: Anpassung der Vibrationsstärke direkt am Kissen oder über die Razer-Software.
Schwächen:
- Unbequem bei langer Nutzung: Die harte Oberfläche drückt auf Dauer.
- Kurzes Stromkabel: Das 2,4 Meter lange Kabel reicht nicht immer aus, und es kann sich beim Zurückrollen des Stuhls lösen.
Wie performt das Headset Kraken V4 Pro?
Das Headset Kraken V4 Pro kombiniert hochwertige Audioqualität mit Vibrationsfeedback in den Ohrmuscheln. Es bietet verschiedene Voreinstellungen für Games, Filme und Musik, die sich über die Razer-Software weiter anpassen lassen.
Vorteile des Kraken V4 Pro:
- Klangqualität: Saubere, kraftvolle Klangausgabe mit guter räumlicher Ortung dank THX Spatial Audio.
- Vibrationsfeedback: Intensiv und passend abgestimmt auf die Tonlage, sorgt für mehr Immersion in Spielen.
- Guter Tragekomfort: Weiche Polster, relativ leicht, angenehmes Tragegefühl auch bei längeren Gaming-Sessions.
- Vielseitige Verbindungsmöglichkeiten: USB-C, Klinke und Bluetooth machen das Gaming-Headset mit fast jeder Plattform kompatibel.
Schwächen:
- Mikrofonqualität: Sprache klingt leicht blechern und nasal.
- Wärmeentwicklung: Die Ohrpolster können bei längerer Nutzung warm werden.
Wie praktisch ist die Sensa-Technologie?
Die Idee, Vibrationen in die Gaming-Welt zu integrieren, ist innovativ, aber die Umsetzung hat noch Luft nach oben. Die Unterstützung für „Sensa HD Games“ ist aktuell auf wenige Titel beschränkt, sodass der Hauptnutzen derzeit auf der Audio-zu-Haptik-Funktion basiert. Diese funktioniert zwar in jedem Spiel, bietet aber weniger präzises Feedback als die optimierte Integration.
Fazit: Wie gut ist das Gaming-Zubehör von Razer?
Die Sensa-Serie bietet eine spannende Möglichkeit, Spiele noch immersiver zu erleben. Besonders die Sitzauflage Freyja bringt mit ihren kraftvollen Vibrationen eine neue Dimension ins Gaming. Allerdings leidet der Komfort unter der Technik, und die Kabellänge ist nicht ideal.
Das Kraken V4 Pro überzeugt mit gutem Klang, vielseitigen Anschlüssen und starkem Tragekomfort. Die Vibrationen sind hier eher ein nettes Extra als ein essenzielles Feature. Schwächen gibt es beim Mikrofon und der Wärmeentwicklung.
Unterm Strich zeigt Razer mit der Sensa-Serie ein vielversprechendes Konzept, das für Gaming-Enthusiasten reizvoll ist. Bis zur Perfektion bleibt aber noch Entwicklungspotenzial, vor allem bei der Spieleunterstützung und dem Komfort.