Computer Bild - 8 smarte Heizregler mit App-Steuerung Testsieger
8 smarte Heizregler mit App-Steuerung im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
22/2024 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- Computer Bild Test: Smarte Thermostate mit App-Steuerung
- Funktionen und Automatik: Komfort durch App-Steuerung und Zeitpläne
- Steuerung und Display: Gradgenaue Einstellung und gute Lesbarkeit
- Smart-Home-Integration: Kompatibilität und Matter-Standard
- Montage und Installation: Einfache Nachrüstung möglich
- Geräuschpegel und Präzision: Leises Arbeiten und genaue Temperaturmessung
- Kosten und Energieeinsparungen: Lohnt sich die Investition?
- Fazit: Smarte Thermostate – Komfort trifft auf langfristige Amortisation
Computer Bild Test: Smarte Thermostate mit App-Steuerung
In einer umfassenden Analyse hat Computer Bild smarte Thermostate von acht Herstellern getestet. Diese Modelle bieten zahlreiche Funktionen wie App-Steuerung, energieeffizientes Heizen und Fenster-Offen-Erkennung. In diesem Bericht fassen wir die Testergebnisse zusammen und vergleichen die Geräte hinsichtlich Automatik, Energieeffizienz und Benutzerfreundlichkeit.
Mit intelligenten Thermostaten lässt sich das Raumklima individuell und präzise anpassen, was besonders in der Heizperiode von Vorteil ist. Die Modelle von Tado, Bosch, AVM, Homematic-IP, Aqara, Eve, Nedis und Lupus wurden auf Funktionalität, Bedienung und Heizkomfort getestet. Ein zentrales Bewertungskriterium war die Integration der Thermostate in Smart-Home-Systeme wie Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit.
Funktionen und Automatik: Komfort durch App-Steuerung und Zeitpläne
Alle getesteten Thermostate lassen sich per Smartphone-App steuern, sodass die Temperatur auch von unterwegs geregelt werden kann. Besonders komfortabel ist die Einstellung von Heizplänen, die automatisch zu festgelegten Zeiten die gewünschte Temperatur sicherstellen. Die wichtigsten Funktionen im Überblick:
- Zeitpläne: Alle Thermostate im Test unterstützen zeitgesteuerte Heizpläne, die Räume zu bestimmten Zeiten auf die optimale Temperatur bringen.
- Boost-Modus: Ein praktischer Modus, um die Heizung kurzfristig auf Maximaltemperatur hochzufahren. Allerdings beschleunigt dies in den meisten Fällen das Aufheizen nicht signifikant.
- Fenster-Offen-Erkennung: Einige Modelle, wie die von Homematic-IP, Aqara und AVM, bieten Sensoren, die geöffnete Fenster erkennen und die Heizung entsprechend herunterregeln. Bei Tado ist diese Funktion kostenpflichtig und nur über ein monatliches Abo verfügbar.
Steuerung und Display: Gradgenaue Einstellung und gute Lesbarkeit
Die Thermostate erlauben eine gradgenaue Temperatureinstellung und sind mit Displays ausgestattet, die die exakte Raumtemperatur anzeigen. Die Modelle von Tado, Bosch und Eve bieten hier besonders gut lesbare Displays, die nur bei Bedarf aufleuchten und damit zusätzlich Energie sparen. Einige Geräte, wie die von Nedis, verfügen über keine Hintergrundbeleuchtung, was die Ablesbarkeit im Dunkeln erschwert.
Smart-Home-Integration: Kompatibilität und Matter-Standard
Für Smart-Home-Nutzer ist die Integration der Thermostate in bestehende Systeme ein wichtiges Kriterium. Die meisten Modelle sind mit den gängigen Plattformen kompatibel:
- Alexa, Google Assistant und Apple Home: Tado, Bosch, Aqara und Eve unterstützen alle drei Systeme und sind zudem Matter-kompatibel, was die Flexibilität im Smart Home erhöht.
- Einbindung in vorhandene Technik: Die AVM-Thermostate lassen sich über den FritzBox-Router steuern und benötigen keine zusätzliche Bridge. Eve und Homematic-IP hingegen erfordern eine Smart-Home-Zentrale, was zusätzliche Kosten verursachen kann.
Montage und Installation: Einfache Nachrüstung möglich
Die Installation der Thermostate gestaltet sich bei allen getesteten Modellen unkompliziert. Die meisten Geräte können einfach am Heizkörper montiert werden und nutzen AA-Batterien als Energiequelle. Eine Ausnahme bildet Tado, das auf einen wiederaufladbaren Akku setzt, der über einen USB-C-Anschluss aufgeladen wird.
- Benötigte Brücken: Fast alle Modelle benötigen eine Bridge, um ins WLAN eingebunden zu werden. Die AVM-Thermostate funktionieren jedoch direkt mit dem FritzBox-Router.
- Kompatibilität mit Heizungsarten: Für die Steuerung von Fußbodenheizungen oder modernen Heizkesseln ist bei manchen Modellen spezielles Zubehör erforderlich, was den Installationsaufwand erhöhen kann.
Geräuschpegel und Präzision: Leises Arbeiten und genaue Temperaturmessung
Die Thermostate regulieren die Heizung über kleine Motoren, deren Betriebsgeräusche im Test genau überprüft wurden. Die Modelle von Tado, Bosch und AVM arbeiteten besonders leise, während der Lupus-Thermostat mit 48 Dezibel lauter war und in ruhigen Räumen störend wirken könnte.
- Messgenauigkeit: Die meisten Thermostate weichen nur minimal von der tatsächlich gemessenen Raumtemperatur ab. Nur Lupus und Nedis zeigten regelmäßig Abweichungen von über 0,5 Grad Celsius, die jedoch durch eine Kalibrierung in der App ausgeglichen werden können.
Kosten und Energieeinsparungen: Lohnt sich die Investition?
Die Preise der getesteten Modelle variieren stark, mit Sets zwischen 130 und 426 Euro. Einige Hersteller, wie Tado, bieten zusätzliche Funktionen im Rahmen eines monatlichen Abonnements an. Laut Energieberatern ist eine Ersparnis von 10 bis 20 Prozent bei den Heizkosten realistisch, abhängig von der Qualität der Dämmung und den Nutzungsgewohnheiten.
- Lange Amortisationszeit: Laut den Berechnungen von Computer Bild amortisieren sich die Thermostate erst nach etwa vier bis acht Jahren.
- Folgekosten: Die meisten Geräte benötigen herkömmliche AA-Batterien, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Viele Thermostate akzeptieren jedoch keine wiederaufladbaren Akkus.
Fazit: Smarte Thermostate – Komfort trifft auf langfristige Amortisation
Smarte Heizkörperthermostate bieten eine komfortable Möglichkeit, die Heizleistung zu steuern und gleichzeitig Energie zu sparen. Besonders das Tado X System überzeugte im Test durch intuitive Bedienung, zuverlässige Heizregelung und umfangreiche Zusatzfunktionen. Wer ein Modell ohne monatliche Gebühren bevorzugt, findet in Homematic-IP eine gute Alternative mit ähnlichem Funktionsumfang. Grundsätzlich gilt jedoch: Die Investition in smarte Thermostate lohnt sich vor allem für den zusätzlichen Komfort und weniger als kurzfristige Sparmaßnahme bei den Heizkosten.