Car&Hifi - 3 Hifonics Verstärker Testsieger
3 Hifonics Verstärker im Test-Vergleich von Car&Hifi
In diesem Vergleich wurden getestet:
05/2024 - Car&Hifi
Inhaltsverzeichnis
Testbericht: Hifonics Mercury IV/800, I/1500 und I/2000 – Bezahlbare Power-Endstufen im Test
Die Marke Hifonics ist für leistungsstarke und hochwertige Car-HiFi-Endstufen bekannt. Besonders die Zeus-Serie hat sich in der Szene als Premium-Option etabliert. Doch auch für den etwas schmaleren Geldbeutel bietet Hifonics eine interessante Alternative: die Mercury-Serie. In diesem Test beleuchtet das Car&Hifi Magazin die Modelle Mercury IV/800, I/1500 und I/2000 – eine Vierkanal-Endstufe und zwei Mono-Endstufen, die durch solides Design, hohe Leistung und einen fairen Preis überzeugen sollen.
Technische Details der Mercury-Serie
Die Mercury-Serie von Hifonics richtet sich an Nutzer, die keine extrem kompakten Endstufen oder moderne DSP-Technologie benötigen, sondern auf traditionelle und bewährte Verstärkertechnik setzen. Die Modelle sind robust, mit massiven Kühlkörpern ausgestattet und bieten eine gute Grundausstattung für ihre Preisklasse. Insgesamt umfasst die Serie verschiedene Modelle, darunter Zwei- und Vierkanal-Endstufen sowie Mono-Endstufen, die im Vergleich zur Zeus-Serie etwas abgespeckt, aber keineswegs billig gefertigt sind.
Ausstattung
Die Modelle im Test zeichnen sich durch eine solide Verarbeitung und gute Ausstattung aus. Die Mono-Endstufen I/1500 und I/2000 bieten nützliche Funktionen wie:
- Subsonic-Filter: Filtert unerwünschte, tieffrequente Signale heraus.
- Bass Boost: Ermöglicht eine Bassanhebung von bis zu 12 dB.
- Regelbare Phase: Für eine präzise Anpassung des Signals an die Lautsprecher.
- Fernbedienung: Bequeme Steuerung aus der Ferne.
Auch die Vierkanal-Endstufe IV/800 bietet eine sinnvolle Ausstattung, darunter einen Bassboost und Bandpass-Funktion für das zweite Kanalpaar, was die Flexibilität erhöht. Mit Trennfrequenzen bis zu 4 kHz können alle gängigen Lautsprecherkonfigurationen angesteuert werden. Die Aktivweichen der Endstufe machen sie besonders vielseitig.
Aufbau und Verarbeitung
Die Verarbeitung der Mercury-Verstärker ist beeindruckend. Alle Modelle verfügen über massive Strangguss-Kühlkörper, die nicht nur für eine effektive Wärmeableitung sorgen, sondern auch durch ihre Haptik einen hochwertigen Eindruck hinterlassen. Auch die Anschlüsse und Bedienelemente sind aus Aluminium gefertigt, was für zusätzliche Langlebigkeit sorgt.
Im Inneren zeigt sich die IV/800 als klassisch aufgebaute Class-AB-Endstufe mit einem Doppelnetzteil. Diese Schaltung sorgt für ein robustes Design, das weniger auf Miniaturisierung, sondern auf Zuverlässigkeit und Leistung setzt. Die Mono-Endstufen I/1500 und I/2000 sind im Vergleich vollgepackt mit großen Netzteilen und Pufferkondensatoren. Besonders die I/2000 punktet mit einem noch stärkeren Netzteil und mehr Transistoren, was für die hohen Leistungsanforderungen bei extremen Bassanwendungen unerlässlich ist.
Klangtest und Leistung
Mercury IV/800
Die IV/800 bietet solide Leistungswerte mit 125 Watt an 4 Ohm und 195 Watt an 2 Ohm pro Kanal. Der Klang ist für eine Endstufe dieser Preisklasse beeindruckend: Sie liefert einen kraftvollen, klaren und dynamischen Sound, der auch bei höheren Lautstärken wenig Verzerrungen zeigt. Besonders im Bassbereich zeigt sich die IV/800 durchsetzungsstark und sorgt für einen präzisen, tiefen Klang.
Die Vierkanal-Endstufe ist ideal für Nutzer, die auf der Suche nach einer preiswerten Lösung sind, ohne auf Leistung und Klangqualität verzichten zu wollen. Der harmonische Klirrverlauf der Class-AB-Schaltung sorgt für einen angenehmen Klangcharakter, der auch anspruchsvolle Hörer zufriedenstellt.
Mercury I/1500 und I/2000
Die Mono-Endstufen I/1500 und I/2000 sind speziell für Subwoofer-Anwendungen ausgelegt. Mit satten 1585 Watt (I/1500) bzw. 2080 Watt (I/2000) an 1 Ohm bieten sie ausreichend Leistung für nahezu alle Bassanwendungen. Im Test überzeugten beide Endstufen durch druckvollen, tiefen Bass und eine saubere Wiedergabe bis in die untersten Frequenzen.
Obwohl die I/2000 mit ihrer höheren Leistung eher für extrem leistungsstarke Auto-Subwoofer empfohlen wird, zeigte sich die I/1500 ebenfalls als leistungsstark und gut geeignet für den Alltagseinsatz. In Bezug auf Klang und Dynamik liegen beide Endstufen auf einem ähnlich hohen Niveau, sodass nur in Extremfällen der Griff zur stärkeren I/2000 erforderlich ist.
Messwerte und Laborergebnisse
- Klirrfaktor: Alle Modelle zeigen sehr niedrige Verzerrungswerte. Die IV/800 bleibt auch bei hohen Lautstärken unter 0,01 % Klirrfaktor, was für eine Endstufe dieser Preisklasse bemerkenswert ist. Die I/1500 und I/2000 zeigen etwas höhere Klirrwerte (um 0,2 % bei Halblast), was jedoch im Betrieb kaum wahrnehmbar ist.
- Dämpfungsfaktor: Besonders die I/2000 überzeugt mit einem Dämpfungsfaktor von bis zu 559 bei 40 Hz, was für eine präzise Basskontrolle sorgt.
- Rauschabstand: Der Rauschabstand aller Modelle ist mit 85 bis 91 dB sehr gut, sodass auch bei niedrigen Lautstärken kein störendes Grundrauschen auftritt.
Fazit
Die Hifonics Mercury-Serie bietet eine beeindruckende Leistung zu einem erschwinglichen Preis. Besonders die IV/800 sticht als eine großartige Wahl für Klangliebhaber heraus, die ein ausgewogenes und dynamisches Klangbild wünschen. Die I/1500 und I/2000 sind kraftvolle Mono-Endstufen, die für Bass-Enthusiasten konzipiert wurden und selbst anspruchsvolle Subwoofer mühelos antreiben können.
Für Anwender, die maximale Leistung und Flexibilität suchen, bieten die teureren Zeus-Modelle zwar noch mehr, aber die Mercury-Serie zeigt, dass Hifonics auch im Einstiegs- bis Mittelklassebereich großartige Verstärker anbietet, die in der Praxis überzeugen.