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Navigationssystem Ratgeber

1. Bye Bye Atlas - Hallo Navigationsgerät

Wenn es früher auf eine lange Reise mit dem Auto in fremde Gefilde ging, dann wurde in der Regel der große Atlas herausgeholt oder zumindest eine kleine Version in Form einer Straßenkarte für bestimmte Regionen. Vor der Reise musste sich der Fahrer oder auch der Beifahrer eine Route heraussuchen und es bedurfte einer gewissen Vorbereitung für die Fahrt in den Urlaub oder in die fremde Stadt.

Dass dies dann gleichbedeutend mit einer problemlosen Fahrt ans Ziel gleichzusetzen war, hieß dies in der Regel aber noch lange nicht. Staus auf der Autobahn, Sperrungen nach einem Unfall oder einfach die richtige Abfahrt verpasst, auch unterwegs musste häufig der Atlas bzw. die Straßenkarte hervorgeholt werden, was die geplante Fahrzeit häufig deutlich verlängerte.

Natürlich gibt es auch heute noch Staus auf den Straßen, mehr denn je sogar, und auch unvorhergesehene Änderungen auf der Route bleiben auch heute nicht aus. Doch der Autofahrer von heute hat hier einen besonders nützlichen Partner an seiner Seite: das Navigationsgerät.

2. Die Vorteile des modernen Navigationsgeräts

  • Entspannteres Fahren
  • kein Kartenlesen notwendig
  • individuelle Routen möglich
  • zuverlässige Zielführung
  • Sprachausgabe -> Augen können auf der Straße bleiben
  • automatische Routenanpassung bei Nichtbeachtung der angesagten Route
  • Staus, Verkehrsbehinderungen, etc. werden erkannt und wenn möglich umfahren
  • Hinweise auf Sonderziele wie Sehenswürdigkeiten, Tankstellen, Parkplätze, Hotels etc.
  • Anzeige von Tempolimits und weiteren Hinweisen

3. Welche Rolle spielt das Kartenmaterial?

Ohne die klassische Landkarte kommt auch ein Navigationsgerät nicht aus. Doch anders als beim Atlas liegt diese hier nicht in Papierform auf der Hutablage des Autos, sondern ist in digitaler Form im Navi integriert. In Kombination mit einer Satelliten-gestützen Positionsbestimmung, findet so eine Zielführung statt.

Der Umfang des Kartenmaterials kann sich von Navi zu Navi unterscheiden, wobei es hier in der Regel um Karten der einzelnen Länder geht. So werden Navigationsgeräte mit den Zusätzen “deutschlandweit”, “europaweit” oder gar “weltweit” verkauft. Beschränkt man sich beim Kauf auf nur wenige Karten, kann dies eine deutliche Einsparung bedeuten. Im Gegenzug ist es häufig sehr teuer nachträglich weiteres Kartenmaterial hinzu zu kaufen. Eine vorherige Abwägung welche Karten tatsächlich benötigt werden ist daher immer sinnvoll. Bei der Kaufentscheidung sollte demnach immer auch ein Blick in die Auflistung der Länder erfolgen, auch weil beispielsweise das Paket “Europa” von Modell zu Modell anders interpretiert sein kann. Mal verbergen sich mehr, mal weniger Länder hinter diesem Paket.

Auch sollte man immer mal wieder auf eine mögliche Aktualisierung des Kartenmaterials achten. Im Idealfall bieten Hersteller ein lebenslanges, kostenloses Update. Ist dies nicht der Fall kann ein Update zusätzliche Kosten verursachen. Ohne regelmäßige Updates kann die Navigation bei geänderter Straßenführung, bei neuen Straßen oder auch den Sonderzielen eventuell nicht mehr richtig zur richtigen Adresse führen. Updates lassen sich durch die Verbindung mit dem PC per USB-Kabel, durch eine integrierte Speicherkarte oder auch per Bluetooth oder WLAN herstellen.

4. Auf eine gute Anzeige kommt es an

Die Anzeige des Navigationsgerät spielt in vielen Belangen eine wichtige Rolle. Auf der einen Seite wird das Display mit Touchscreen für die Eingabe und Bedienung genutzt, auf der anderen Seite werden hier die notwendigen Informationen zur Routenführung ausgegeben. Wie auch bei Smartphones oder Fernseher erfolgt die Größenangabe des Bildschirms in Zoll und Zentimeter. Kleinere Navis besitzen ein 2-4 Zoll (5-10 cm) großes Display und eignen sich so gut für Radfahrer, Wanderer und Fußgänger. Ab einer Bildschirmgröße von 4-5 Zoll (10-13 cm) eignen sich Navis auch gut für das Auto oder das Motorrad. Große oder gar extragroße Bildschirme mit 5-7 Zoll (13-18 cm) großer Diagonale erhöhen den Komfort aber deutlich. Je größer der Bildschirm, desto besser gelingen Darstellung und Lesbarkeit der Inhalte. An der Windschutzscheibe montiert könnten allzu große Geräte je nach Auto aber auch wichtige Bedienelemente verdecken, hier gilt es genau abzuwägen.

Die Anzeige beim klassischen PKW-Navi ist in der Regel im Querformat, bei Motorradnavis oder den Outdoornavis für Wanderer wird hingegen gerne das Hochformat genutzt, so ist eine längere Routenvorschau oder das tragen in der Hand angenehmer. Displays mit Pivotfunktion können zwischen Quer- und Hochformat wechseln und sind so besonders flexibel.

Die Bedienung eines Navis erfolgt oftmals per Touchscreen. Dieses kann resistiv sein, was bedeutet dass diese auf Druck reagieren. Dieser Druck kann mit dem Finger erfolgen, aber auch mit Stiften oder einem Handschuh, was solche Navis für Motorradfahrer interessant macht. Deutlich schneller und präziser reagieren jedoch Navigationsgeräte mit einem kapazitiven Bildschirm. Hier ist zur Eingabe kein Druck notwendig, jedoch lassen sich auch nur die Finger verwenden, keine Fingernägel oder Handschuhe. Neben der präziseren und schnelleren Eingabe ist auch die Multitouch-Funktion ein entscheidender Vorteil, hier kann die Bedienung mit mehreren Fingern gleichzeitig erfolgen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium hinsichtlich des verwendeten Displays ist die Ablesbarkeit. Hier kann zwischen transflektiven und transmissiven Displays gewählt werden. Transflektive Bildschirme sind halbdurchlässig und nutzen das Umgebungslicht. Dies ermöglicht eine optimale Ablesbarkeit unter freiem Himmel, zumal auch weniger Energie benötigt wird als bei transmissiven also durchlässigen Displays. Diese wiederum bieten aber deutlich mehr Kontraste und klare Farben. Bei direkter Sonneneinstrahlung sind durchlässige Bildschirme jedoch schwerer abzulesen.

5. Beifahrer an Bord

Neben den vielen weiteren Vorteilen eines Navigationsgeräts ist es vor allem auch die Sprachausgabe, welche ein solches zu einem tollen Beifahrer macht. Dank der Sprachausgabe muss der Blick nicht zwingend auf dem Bildschirm sein um die Route zu verfolgen, was die Sicherheit im Straßenverkehr wesentlich erhöht.

Generell gibt es bei der Sprachausgabe zwei Systeme die unterschieden werden:

  • Echte Sprachausgabe: Hier wurden Textbausteine von einer realen Person aufgezeichnet. Dies macht den “Beifahrer” etwas realer, die Ansagemöglichkeiten eines solchen Navis sind aber begrenzt. Straßennamen beispielsweise kann ein solches Navi nicht ausgeben, lediglich Aufforderungen zum Abbiegen und ähnliches.
  • Text-to-Speech (TTS): Deutlich häufiger in modernen Navigationsgeräten kommt diese computergenerierte Ansage zum Einsatz. Die integrierte Software sorgt dafür, dass jeder Text als natürlich klingende Sprachansage ausgegeben werden kann, sodass auch komplexe Ansagen möglich sind. Straßennamen, aktuelle Warnmeldungen oder bei Kopplung mit dem Smartphone auch das Vorlesen von Textnachrichten sind für TTS-Navis kein Problem. Der Nutzer kann dabei in der Regel aus verschiedenen Stimmen wählen.

6. Assistenten für erhöhten Fahrkomfort

Ein gutes Navigationsgerät kann auf eine Reihe an praktischen Assistenten zurückgreifen. Einer dieser Assistenten ist beispielsweise der Fahrspurassistent. Dieser hilft dabei bei Abfahrten und Autobahnkreuzen die richtige Fahrspur einzunehmen. Verkehrsknotenpunkte mit mehreren Spuren lassen sich so deutlich entspannter befahren. Fahrspurassistenten erhöhen die Sicherheit durch realistische Straßenansichten spürbar.

Ein weiterer Assistent kann ist beim Thema Geschwindigkeit zu finden. Der Geschwindigkeitsassistent zeigt die aktuelle Geschwindigkeit im Display an, ebenso die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Bei überschreiten einer vorher persönlich definierten Geschwindigkeit oder der zulässigen Höchstgeschwindigkeit warnt ein Navi mit dieser Funktion zudem akustisch oder optisch.

Spezielle Sicherheitsassistenten sind ebenso ein hilfreiches Ausstattungs-Feature. So warnen Navigationssysteme vor falschem Befahren in eine Einbahnstraße, vor scharfen Kurven oder Bahnübergängen.

Eine optische Hilfe können auch fotorealistische Ansichten oder 3D-Darstellungen sein. Erstere helfen bei der Orientierung durch echte Fotos auf denen komplexe Kreuzungen oder Autobahnausfahrten aus Fahrerperspektive angezeigt werden. Aufgrund von kürzlichen Änderungen oder Baustellen kann das zudem statische und unbewegte Bild von der tatsächlichen Realität abweichen. 3D-Darstellungen zeigen einen Blick aus der Vogelperspektive auf Fahrzeug und Route, was Übersicht und Orientierung vereinfacht. Durch die 3D-Darstellung von Landschaften, Gebäuden oder auch Sehenswürdigkeiten wird dem Fahrer ein noch realistischeres Bild geboten.

7. Die ersten Navigations- und Abstandswarngeräte in Autos

Externer Inhalt: Youtube Video

8. Glossar

ANT/ANT+

Eine energiesparende Funktechnologie, welche zur Übertragung von Sensordaten im Bereich Sport und Gesundheit genutzt wird. Eine solche Funktion kommt vor allem bei Freizeitnavigationssystemen zum Einsatz, welche so beispielsweise an externe Sensoren zur Herzfrequenzmessung angeschlossen werden können.

Echtzeit-Verkehrsdaten

Ein Navi mit solchen Echtzeit-Verkehrsdaten liefert besonders genaue, zuverlässige und aktuelle Verkehrsdaten. Diese Daten ruft das Navigationsgerät über das Internet (per SIM-Karte oder Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone) oder das digitale Radio DAB+ ab.

Halterung

Generell kann man hier zwischen Aktiv- und Passivhalterung unterscheiden. Eine Aktivhalterung liefert den notwendigen Strom und eine Antenne sobald das Navi in der Halterung sitzt. Die Installation ist etwas aufwendig, dafür der Komfort jedoch hoch. Passivhalterungen hingegen sind deutlich einfacher zu installieren, Strom und zusätzliche Antennen müssen jedoch ein jedes Mal selbst angeschlossen werden.

IP-Zertifizierung

Zeigt die Widerstandsfähigkeit eines technischen Geräts gegenüber Staub und Wasser. Dabei steht die erste Ziffer (0-6) für den Schutz gegen Staub und Fremdkörper wie Sand, die zweite Ziffer (0-9) gibt den Schutz vor Wasser an. IP69 steht so beispielsweise für vollkommenden Schutz gegen Staub und Wasser.

LKW-Navigationsgerät

Hierbei handelt es sich um spezielle Navigationsgeräte für Lastkraftwagen, Busse oder auch Wohnmobile. Dieses berücksichtigt in seiner Routenführung die Größe, das Gewicht und anhand weiterer Merkmale die Zielführung. So können beispielsweise zu flache Tunnel, scharfe Kurven, Mautstrecken oder auch Umweltzonen umfahren werden. Auch die POIs sind speziell auf die Bedürfnisse dieser Fahrzeugtypen abgestimmt, beispielsweise stehen diese für Rastplätze, Waschanlagen oder Trucker-Unterkünfte zur Verfügung.

Outdoor-Navigation

Eine besondere Form des Navis in kompakter und leichter Bauart. In der Regel sind solche Navis wetterfest, bieten Routen auch über Feldwege und ermöglichen Routen selbstständig zu planen. Sie kommen vor allem bei Fußgängern, Wanderern ,Bergsteigern, Skifahrern, Fahrradfahrern oder auch Geocachern zum Einsatz.

POI

POI oder Point of Interest steht für “interessanter Ort” oder “Ort von Interesse”. Navigationsgeräte mit einer solchen Funktion bieten verschiedene Kategorien aus denen der Nutzer interessante Ziele wählen kann. So werden beispielsweise alle Tankstellen in der Nähe angezeigt, alle Hotels, Sehenswürdigkeiten, Parkplätze, Bankautomaten oder auch andere Kategorien die von Interesse sein könnten.

TMC

TMC steht für Traffic Message Channel. Es handelt sich dabei um einen kostenlosen Dienst zur Stauwarnung, welcher zudem Daten zur weiteren Verkehrslage berücksichtigt. Da dieses System hinsichtlich Aktualität und Genauigkeit eher grob ist, stellt dieses lediglich die Einstiegsversion in das Thema Staumeldung dar.

WLAN

Navigationsgeräte mit integriertem WLAN bieten einen besonderen Komfort. Kartenmaterial und Software lässt sich so bequem kabellos aktualisieren, ohne dass dabei ein ein Anschluss an den PC oder ein Notebook erfolgen muss.