selbst ist der Mann - 7 Akku-Multiwerkzeuge für den Garten Testsieger

7 Akku-Multiwerkzeuge für den Garten im Test-Vergleich von selbst ist der Mann

selbst ist der Mann

09/2025 - selbst ist der Mann

Was können Akku-Kombigeräte im Garten wirklich?

„Selbst ist der Mann“ hat gemeinsam mit dem TÜV Rheinland eine Reihe aktueller Akku-Multitools geprüft – also Grundgeräte mit wechselbaren Vorsätzen für Hochentaster, Heckenschere und Rasentrimmer. Die Idee: ein Antrieb, mehrere Werkzeuge, weniger Platzbedarf. Im Praxistest zeigte sich: Vieles klappt gut, aber Ergonomie, Balance und Details der Wechselsysteme entscheiden darüber, ob die Geräte im Alltag überzeugen.

Für wen lohnt sich ein Multitool statt Einzelgeräte?

Adressiert sind vor allem Privatnutzerinnen und -nutzer mit größerem Garten, die verschiedene Aufgaben mit einem System erledigen möchten. Je nach Hersteller kommen weitere Aufsätze hinzu – vom Freischneider bis zur Schaftverlängerung. „Selbst ist der Mann“ weist jedoch darauf hin, dass die aufgerufenen Paketpreise teils hoch sind; Ersparnisse gegenüber drei separaten Geräten hängen stark von den benötigten Funktionen ab.

Wie wurde getestet – und was war dem TÜV wichtig?

Der Test von „Selbst ist der Mann“ umfasste einen praxisnahen Parcours mit Hecken, Bäumen, Rasen und Wiese. Bewertet wurden Montage, Anleitung, Handhabung, Ergonomie, Schnittqualität und Reichhöhe. Beim Rasentrimmer erfolgte die Schalldruckmessung am Ohr, zusätzlich prüfte der TÜV Rheinland sicherheitsrelevante Punkte im Kurzcheck. Im Fokus standen außerdem Kettenschmierung und Ölstandskontrolle beim Hochentaster sowie die Fadenqualität an Rasenkanten.

Wo liegen die großen technischen Unterschiede?

Die meisten Systeme führen den Motor im Grundgerät und übertragen die Leistung mechanisch über eine Welle. Husqvarna geht einen Sonderweg: Akku, Griff und Bedienung sitzen im Basisteil, der eigentliche Antrieb steckt in jedem Aufsatz. Das macht das Grundgerät leicht, kann die Kombination in der Höhe aber kopflastiger wirken lassen. Deutlich wurde auch, wie stark sich Wechselsysteme unterscheiden: Stihl und Makita rasten sauber und werkzeuglos ein; bei Husqvarna kann die rein elektrische Steckverbindung klemmen, bei Ikra fehlen Markierungen für die Steckrichtung.

Wie schneiden die drei Kernfunktionen ab?

Beim Trimmen zählen Fadenführung und Dosierung. Hier zeigte sich, dass ein ungünstiger Faden das Gras eher umlegt als schneidet und dass die Nachführung fein dosierbar sein sollte. Beim Hochentaster sind Kettenschmierung und Sicht auf den Ölstand entscheidend; ein schmaler Ölstrich nach kurzer Einlaufphase gilt als gutes Zeichen. In der Hecke bestimmen Kopfgewicht, Balance und Griffposition den Komfort über Kopf – ein gut verstellbarer Tragegurt hilft, löst aber nicht jede Kopflastigkeit.

Welche Modelle setzten im Test die Maßstäbe?

Im Fazit von „Selbst ist der Mann“ zählen Stihl KMA 80 und Makita UX01G zu den besten Lösungen, auch weil ihre Systeme zahlreiche weitere Vorsätze anbieten. Sie sind allerdings teuer. Positiv fiel das Set von Ikra als günstigere, dennoch gute Alternative auf. Einzelne Besonderheiten stachen hervor: Ikra ist als Einziger mit einem neigbaren Schienenkopf am Hochentaster unterwegs, bei Stihl überzeugte die werkzeuglose Griffverstellung, und gut ablesbare Haftöl-Tanks erleichtern die Wartung.

Welche Ergonomie-Details entscheiden im Alltag?

Balance ist Trumpf. Kopflastige Kombinationen strengen beim Horizontal- und Kopfschnitt an. Verstellbare Aufhängepunkte, ausreichend lange Gurte und sinnvolle Griffpositionen machen den Unterschied, insbesondere über Schulterhöhe. Rundgriffe direkt am Schaft erwiesen sich als nachteilig, Schnellspannlösungen erleichtern den Wechsel zwischen Trimmen, Entasten und Hecken­schnitt. „Selbst ist der Mann“ empfiehlt, vorab realistisch zu klären, welche Einsätze tatsächlich anfallen und ob eine Schaftverlängerung nötig ist.

Wie steht es um Lautstärke und Sicherheit?

Im Test wurden am Trimmer die Schalldruckpegel am Ohr ermittelt – wichtig für den Gehörschutz im Dauereinsatz. Der TÜV Rheinland ergänzte einen Sicherheits-Kurzcheck mit Blick auf mechanische und elektrische Gefahren sowie die Kennzeichnung. Ergebnis: Die geprüften Geräte erfüllten die Anforderungen, im Detail helfen aber klare Aufschriften, saubere Ölstandsanzeigen und passgenaue Schutzkappen, die Wartung sicher zu halten.

Was ist das Gesamtfazit von „Selbst ist der Mann“ und TÜV Rheinland?

Multitools nehmen Privatanwendern viel Organisationsaufwand ab und können drei bis vier Aufgaben solide abdecken. Wer höchste Leistung und Erweiterbarkeit wünscht, findet sie bei umfassenden Systemen wie Stihl und Makita – zu entsprechenden Preisen. Wer Preis und Nutzen balancieren will, bekommt mit Ikra eine stimmige Wahl. Unabhängig vom Modell gilt: Gute Balance, verlässliche Wechselsysteme, klare Sicht auf Öl und ein sauber eingestellter Gurt entscheiden darüber, wie zufrieden man nach einem langen Gartentag wirklich ist.

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