Rennrad Radsportmagazin - 10 Rennräder Testsieger

10 Rennräder im Test-Vergleich von Rennrad Radsportmagazin

Rennrad Radsportmagazin

08/2025 - Rennrad Radsportmagazin

Worum ging es im großen RennRad-Vergleich?

Die Redaktion des Magazins RennRad wollte wissen, wie breit das Spektrum der aktuellen Race-, Endurance- und Allroad-Rennräder wirklich ist. Dazu stellte das Testteam – unter anderem David Binnig und Sebastian Pusch – Neuheiten aus Carbon, Titan und sogar einem rahmenlosen Exoten auf den Prüfstand. Vom 4450-Euro-Einsteigermodell bis zum 15 950 Euro teuren Design-Unikat reichte die Preisskala, vom ultraleichten 6,5-Kilogramm-Flitzer bis zum robusten Titan-Langstreckler das Einsatzspektrum.

Wie hat RennRad die Räder geprüft?

Alle Bikes rollten auf identisch bestückten Teststrecken: Sprintabschnitte offenbarten Steifigkeit und Beschleunigung, lange Anstiege die Klettereigenschaften, Kopfsteinpflaster den Dämpfungskomfort. Spätestens in den Alpenabfahrten zeigte sich, wie stabil Cockpits und Laufräder wirklich sind. Das Team von RennRad wog jedes Komplettrad, dokumentierte Reifenbreiten, Stack-to-Reach-Werte und prüfte, ob Marketingversprechen – etwa zu Aero-Vorteilen oder zusätzlichem Stauraum – tatsächlich eine Rolle spielen.

  • Mehr Reifenfreiheit: Selbst rennorientierte Rahmen nehmen heute 32- oder 35-Millimeter-Pneus auf; manche Allroad-Sets wie das Basic Allroad nutzen tubeless 42 mm.
  • Integration statt Basteln: Unterrohrfächer, verborgene Stauraum­klappen und werksseitig gewachste Ketten-Kits werden zum Serienstandard.
  • Elektronik wird Alltag: Nur noch vereinzelte Modelle kommen ohne Di2-, AXS- oder WRL-Schaltung – und selbst günstige Gruppen kombinieren inzwischen weite Übersetzungs­bereiche mit zuverlässiger Funkbedienung.

Ist Gewicht nach wie vor das Maß aller Dinge?

Nicht unbedingt: Ein UCI-taugliches Minimum von 6,8 Kilogramm unterschritt im Feld nur das Benotti Blade SL (6,5 kg), doch auch acht-Kilo-Endurance-Rahmen wie das Simplon Kiaro oder das Bixs Gran Turismo punkteten mit Laufruhe, Stauraum und Komfort. RennRad betont, dass breit abgestützte Tretlager und Aero-Formen häufig wichtiger für die Praxisgeschwindigkeit sind als das letzte Dekagramm an der Waage.

Wie unterscheiden sich Carbon und Titan?

Carbon dominiert, weil es sich gezielt auf Steifigkeit oder Nachgiebigkeit trimmen lässt – Bestbeispiele sind das Aero-Storck Aerfast 5 Pro und das Komfort-Simplon Kiaro. Die beiden Titan-Frames von Vanwoid und Pure Bros setzen dagegen auf Langlebigkeit und Vibrations­filterung; ihr Gewicht liegt naturgemäß etwas höher, der Anschaffungspreis auch. RennRad lobt jedoch die Wartungsarmut und Robustheit, die Vielfahrer ansprechen dürfte.

Welche Räder fielen den Testern besonders auf?

  • Preis-Leistungs-Kandidat: Basic Allroad – 4450 Euro, 7,8 kg, GRX-Di2 und 42-mm-Reifen für Asphalt und Schotter.
  • Langstrecken-Liebling: Simplon Kiaro – integriertes Werkzeugfach, viele Gepäck­ösen, spürbarer Flex an Heck und Gabel.
  • Aero-Spezialist: Storck Aerfast 5 Pro – breite Gabelscheiden, 80-mm-Frontprofil, trotzdem 7,8 kg.
  • Konstrukteurs-Exot: Baldiso B1 – rahmenloses Sitzrohr für maximalen Hinterbau-Flex, limitierte Kleinserie.
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