Rennrad Radsportmagazin - 12 Sportgetränke Testsieger

12 Sportgetränke im Test-Vergleich von Rennrad Radsportmagazin

Rennrad Radsportmagazin

04/2025 - Rennrad Radsportmagazin

Wie sinnvoll sind Sportgetränke wirklich? Der große RennRad-Test 2025

Wer auf dem Rennrad über längere Distanzen unterwegs ist oder intensive Einheiten absolviert, verliert nicht nur Wasser – sondern auch wichtige Mineralstoffe. Gleichzeitig sinken die körpereigenen Kohlenhydratspeicher rapide. Ein gutes Sportgetränk soll genau das ausgleichen: Es liefert Energie, gleicht den Flüssigkeitsverlust aus und versorgt den Körper mit Elektrolyten. Im großen Sporternährungs-Test von RennRad standen deshalb auch 12 Sportgetränke im Fokus. Der Test bewertet nicht nur die Zusammensetzung, sondern auch Geschmack, Verträglichkeit und Anwendung im Training sowie im Wettkampf.

Was muss ein Sportgetränk leisten?

Ein klassisches isotonisches Getränk soll Kohlenhydrate und Elektrolyte in einer Konzentration liefern, die der Körper schnell aufnehmen kann. Ziel ist es, Flüssigkeit, Natrium und Energie gleichzeitig bereitzustellen – und zwar so, dass Magen und Darm möglichst wenig belastet werden. Denn unter Belastung sinkt die Durchblutung des Verdauungstrakts, und was im Alltag unproblematisch ist, kann im Training schnell zu Beschwerden führen.

Besonders wichtig ist dabei das richtige Verhältnis der Zuckerarten. Viele Hersteller setzen auf eine Kombination aus Glukose und Fruktose. So lässt sich die Aufnahme im Dünndarm erhöhen, da die beiden Zucker unterschiedliche Transportwege nutzen. Das kann sinnvoll sein – aber nicht jeder Körper verträgt Fruktose gleich gut. Gerade in hohen Mengen kann sie bei empfindlichen Sportlern zu Blähungen, Übelkeit oder Durchfall führen. Die Verträglichkeit ist also individuell – und sollte, wie alles im Bereich Sporternährung, im Training getestet werden.

Wie unterscheiden sich die getesteten Produkte?

Im RennRad-Test zeigten sich große Unterschiede, was Geschmack, Zusammensetzung und Energiegehalt betrifft. Manche Produkte setzen auf einen hohen Kohlenhydratanteil – ideal für Wettkämpfe und lange, intensive Ausfahrten. Andere sind deutlich zurückhaltender dosiert und eignen sich eher für kürzere Trainings oder Hobbysportler. Auch die enthaltenen Elektrolyte variieren. Natrium, Kalium, Magnesium und Kalzium sind häufig vertreten, aber in sehr unterschiedlichen Mengen. Wer stark schwitzt oder bei großer Hitze fährt, braucht vor allem Natrium – und sollte bei der Auswahl darauf achten.

Neben den Hauptzutaten fanden sich in einigen Getränken auch Vitamine oder Aminosäuren, bei manchen Varianten auch Koffein. Ob diese Zusätze sinnvoll sind, hängt stark vom Einsatzbereich ab. Für die meisten Sportler sind einfache Mischungen ohne Zusatzstoffe die verträglichere Wahl.

Wie steht es um Geschmack und Alltagstauglichkeit?

Ein guter Geschmack ist kein reines Komfortthema. Gerade bei längeren Fahrten entscheidet er mit darüber, ob man regelmäßig trinkt – oder lieber darauf verzichtet. Zu süße oder künstlich aromatisierte Getränke können den Durst nicht löschen und werden bei Hitze schnell unangenehm. Der Test von RennRad zeigt: Einige Produkte treffen den Nerv, andere enttäuschen geschmacklich. Besonders gut schnitten solche Pulver ab, die dezent aromatisiert sind und auch bei höheren Konzentrationen noch angenehm trinkbar bleiben. Negativ fielen Produkte auf, die bei längerer Lagerung in der Flasche klebrig wurden oder unangenehm nachsüßten. Einige Anbieter setzen auf natürliche Aromen oder verzichten auf künstliche Süßstoffe – ein Trend, der auch in der Sporternährung an Bedeutung gewinnt.

Wie wichtig ist das Preis-Leistungs-Verhältnis?

Die getesteten Sportgetränke lagen preislich weit auseinander. Günstige Varianten kosten pro Portion weniger als einen Euro, während Premiumprodukte mit speziellen Kohlenhydrat-Mischungen oder Bio-Zertifizierungen deutlich darüber liegen – teils bei über drei Euro pro 500-ml-Flasche. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt vom persönlichen Anspruch und der Trainingsintensität ab. Für Vieltrainierende oder Wettkampfsportler kann es sinnvoll sein, auf komplexe Kohlenhydratmischungen wie Cluster Dextrin oder Isomaltulose zu setzen, die langsamer ins Blut übergehen und so eine kontinuierliche Energieversorgung ermöglichen. Wer dagegen eine kurze Einheit am Feierabend fährt, ist auch mit einem klassischen Getränk auf Glukosebasis gut bedient.

Wie sieht es mit Nachhaltigkeit und Verpackung aus?

Neben der Funktionalität spielte im Test auch das Thema Verpackung eine Rolle. Einige Hersteller bieten Großpackungen oder Nachfüllbeutel an, andere liefern ihre Produkte in Einzeldosen oder praktischen Portionssticks. Hier zeigte sich: Wer regelmäßig unterwegs ist, profitiert von wiederverschließbaren Beuteln oder Softflasks, wie sie bei Gels mittlerweile üblich sind. Das reduziert Müll – und spart auf Dauer Geld.

Einige Anbieter setzen auf recycelbare oder kompostierbare Verpackungen, was vor allem für umweltbewusste Sportler ein Pluspunkt ist. Andere Produkte setzen auf hochwertige Inhaltsstoffe, aber verpacken diese noch immer klassisch in Einwegkunststoff – hier gibt es also noch Potenzial zur Verbesserung.

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