Professional Tools - Novus Tacker J-120 und J151 Testsieger
Novus Tacker J-120 und J151 im Test-Vergleich von Professional Tools
In diesem Vergleich wurden getestet:
03/2024 - Professional Tools
Inhaltsverzeichnis
Novus Tacker J-120 und J-151 im Test: Ein Generationenwechsel bei Novus
Die neuen Tacker von Novus repräsentieren eine neue Generation von Tackergeräten, die im Hause Novus überarbeitet und modernisiert wurden. Sowohl die Technik als auch das Design wurden einer Generalüberholung unterzogen, um die Effizienz und Handhabung der Geräte weiter zu optimieren. Besonders für Anwender im handwerklichen Bereich, ob Profi oder ambitionierter Heimwerker, bietet dieser Generationenwechsel Anlass, die Neuerungen genauer zu betrachten. Professional Tools hat beide Geräte einem Test unterzogen.
Design und Ausstattung: Mehr als nur frische Farben
Schon auf den ersten Blick fallen die neuen Gehäusefarben der Tacker ins Auge. Doch abseits des äußeren Erscheinungsbildes hat Novus bei der Ausstattung ebenfalls nachgebessert. Der J-120 und J-151 kommen in informativ bedruckten Kartons, die nicht nur die Typbezeichnung, sondern auch den vorgesehenen Einsatzzweck der Geräte klar benennen. So richtet sich der J-120 vor allem an Anwender, die Stoffe und Leisten befestigen möchten, während der J-151 für die Befestigung von Folien und Leisten optimiert wurde.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Werkzeugen liegt in der Art der verwendeten Klammern: Der J-120 ist für Feindrahtklammern ausgelegt, während der J-151 mit Flachdrahtklammern bestückt wird. Beide Tacker sind in der Lage, Klammern mit einer Länge von 6 bis 14 mm zu verarbeiten, und Nägel können bis zu einer Länge von 16 mm eingesetzt werden. Trotz der technischen Unterschiede liegen beide Geräte mit einem Gewicht von knapp über 900 Gramm in ähnlichen Bereichen, wobei der J-151 durch einen verstellbaren Anschlagfuß und eine stufenlose Schlagkraftregulierung etwas mehr Ausstattung bietet. Besonders positiv ist die großzügige Kabellänge von fast 3 Metern, was den Tacker im Einsatz besonders flexibel macht, da er in verschiedenen Arbeitspositionen komfortabel genutzt werden kann.
Handhabung und Bedienung: Einfache Inbetriebnahme
Die Handhabung der Novus Tacker gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Um den J-120 zu beladen, muss der Klammerstreifen lediglich in den Schacht gelegt werden, nachdem das Gerät auf den Kopf gestellt wurde. Ähnlich funktioniert das auch beim J-151. Ein kleines, aber hilfreiches Detail: Die Klammern und Nägel sind bei Novus mit Buchstaben gekennzeichnet, was die Auswahl der passenden Munition erleichtert. Der J-120 verwendet beispielsweise Klammern des Typs „A“ und Nägel des Typs „E“, während der J-151 mit „D“ Klammern und „E“ Nägeln arbeitet. Einmal geladen und mit dem Stromnetz verbunden, kann es auch schon losgehen.
Im Test lieferte der J-120 in Weichholz eine einwandfreie Leistung ab. Die 10 mm langen Klammern wurden zuverlässig und bündig im Material versenkt. Bei härteren Materialien wie Multiplex oder Hartholz zeigten sich je nach Klammerlänge leichte Überstände, was darauf hinweist, dass vor dem Einsatz immer ein Probedurchgang sinnvoll ist. Der J-151 konnte dank seiner stufenlosen Schlagkraftregelung und dem verstellbaren Anschlagfuß ein noch präziseres Ergebnis liefern. Der Anschlagfuß ermöglicht bei Serienarbeiten ein gleichbleibendes Schussbild, da die Klammern immer mit dem gleichen Randabstand ins Material geschossen werden. Das sorgt für ein besonders sauberes Ergebnis, welches vor allem bei sichtbaren Arbeiten von Vorteil ist.
Praxisleistung: Präzise und ergonomisch
In der Praxis erwiesen sich beide Geräte als zuverlässig und leistungsstark. Besonders angenehm fiel die ergonomische Gestaltung der Griffe auf, die auch bei längeren Arbeitsphasen für ein komfortables Handling sorgt. Die Griffe sind profiliert und beschichtet, was nicht nur einen festen Halt, sondern auch ein gutes „Maschinengefühl“ vermittelt – ein Aspekt, der maßgeblich zum sauberen Arbeitsergebnis beiträgt. Allerdings zeigte unser Testgerät des J-151 eine kleine Schwachstelle: Das Stellrad zur Regelung der Schlagkraft war recht schwergängig und die Skala nur schwer ablesbar. Hier könnte Novus in zukünftigen Modellen nachbessern, um die Bedienfreundlichkeit weiter zu erhöhen. Positiv hervorzuheben ist das integrierte Sichtfenster bei beiden Modellen, das jederzeit Auskunft über den aktuellen Klammer-Vorrat gibt. Auch die einfache Staubeseitigung durch ein großes Magazin zählt zu den Pluspunkten beider Tacker.
Fazit: Evolution statt Revolution
Mit den Modellen J-120 und J-151 zeigt Novus, dass eine behutsame Weiterentwicklung von bewährten Geräten ein Erfolgsrezept sein kann. Anstelle einer radikalen Neuentwicklung setzt der Hersteller auf eine Evolution, die die bekannten Stärken – wie Zuverlässigkeit und Stabilität – beibehält und durch sinnvolle Verbesserungen ergänzt. Die neuen Tacker sind leicht zu bedienen, ergonomisch gestaltet und bieten eine hohe Präzision, insbesondere durch die Anpassungsmöglichkeiten beim J-151.
Wer auf der Suche nach einem soliden und zuverlässigen Tacker ist, der sowohl im Heimwerkerbereich als auch im professionellen Einsatz bestehen kann, ist mit dem J-120 oder J-151 gut beraten. Die klare Empfehlung gilt insbesondere für Anwender, die häufig mit unterschiedlichen Materialien arbeiten und Wert auf eine saubere Verarbeitung legen. Besonders der J-151 punktet hier durch seine vielseitige Einsetzbarkeit und die präzise Einstellungsmöglichkeiten.