PC Games Hardware - 8 360-mm-Kompaktwasserkühlungen Testsieger

8 360-mm-Kompaktwasserkühlungen im Test-Vergleich von PC Games Hardware

PC Games Hardware

07/2025 - PC Games Hardware

Warum jetzt 360 mm?

Mit dem Sommer kommt auch mehr Wärme in den PC – für viele Nutzer ein guter Moment, über ein Upgrade der CPU-Kühlung nachzudenken. Während 240-mm-AiOs schon länger zum Standard im mittleren Leistungssegment gehören, treten nun größere 360-mm-Modelle ins Rampenlicht. PC Games Hardware hat acht aktuelle Vertreter getestet – darunter Produkte von Arctic, NZXT, Be Quiet und Asus – und zeigt, was diese Kühler wirklich leisten und ob der Aufpreis zur kleineren Variante gerechtfertigt ist.

Welche Rolle spielt der Preis?

Zwischen unter 100 Euro (MSI A15, Enermax Liqmax IV) und mehr als 300 Euro (Asus Ryuo IV) liegen Welten – zumindest beim Blick aufs Etikett. In der Praxis zeigt sich allerdings: Teurer bedeutet nicht automatisch besser. Während die günstige Arctic Liquid Freezer III Pro 360 in der Gesamtwertung überzeugt, punktet das Premium-Modell von Asus vor allem mit Display und Design – nicht aber durchgängig bei der Kühlleistung im lautheitsnormierten Vergleich.

Wie wird getestet?

Im Mittelpunkt des PCGH-Tests steht die Kühlleistung in Relation zur Lautheit – ein praxisnahes Kriterium, das zeigt, wie effizient ein Kühlsystem bei verschiedenen Geräuschgrenzen arbeitet. Für realistische Ergebnisse wird eine festgelegte CPU-Leistungsaufnahme von 200 Watt simuliert. Die fünf getesteten Lautheitsstufen von besonders leise bis maximale Last bilden typische Szenarien vom Office-Betrieb bis zum Dauerzocken ab. Alle Systeme wurden unter identischen Bedingungen geprüft.

Wer kühlt am besten – und wie leise?

Am meisten überzeugt im Test die NZXT Kraken Elite 360 RGB. Die Kombination aus sehr leisen Lüftern und guter Performance macht sie zur starken Wahl – auch wenn die verbaute Pumpe hörbar bleibt. Direkt dahinter landet Arctic mit der Liquid Freezer III Pro 360, die besonders bei mittleren Lautstärken eine konstant starke Leistung liefert. Im hinteren Feld finden sich Modelle wie Deepcools LQ360, die trotz RGB und Display mit einer seltsam schwachen Kühlleistung auffielen.

Warum schwächeln manche Modelle trotz großer Radiatoren?

Ein interessanter Effekt: Größer ist nicht automatisch besser. Einige 360er-AiOs müssen ihre Lüfter weiter herunterregeln, um die gleiche Lautheit wie 240er-Modelle zu erreichen. Dadurch kann die Kühlleistung trotz größerem Radiator geringer ausfallen – vor allem bei besonders dicken Radiatoren wie dem 38-mm-Modell der Arctic Pro. Entscheidend ist hier die Abstimmung von Lüfterdruck, Radiatordicke und Pumpenleistung.

Wie wichtig ist die Pumpe?

Ein oft unterschätzter Faktor: die Lautheit der Pumpe. Viele Hersteller verbauen sie direkt im Wasserblock – wo sie teilweise deutlich hörbar ist. Besonders leise agiert Be Quiet mit der Pure Loop 2 360 mm, bei der die Pumpe in den Schlauch ausgelagert wurde. Mit nur 0,1 Sone bleibt sie auch unter Volllast angenehm zurückhaltend. Andere Modelle wie Asus Ryuo IV oder Deepcool LQ360 leisten sich hier hörbare Schwächen, teils mit Lautheitswerten über 1,0 Sone.

Welche AiO passt zu welchem System?

Wer auf maximale Leistung und Optik Wert legt, greift zur NZXT Kraken Elite – auch wenn sie teuer ist. Arctics Liquid Freezer III Pro bietet für rund 100 Euro ein starkes Gesamtpaket ohne RGB-Overkill. Wer leise Komponenten bevorzugt, ist mit der Pure Loop 2 von Be Quiet gut bedient. Für Preisbewusste bleibt MSIs Coreliquid A15 eine solide Wasserkühlung mit ausgewogenem Verhältnis zwischen Lautheit, Leistung und Preis.

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