PC Games Hardware - 4 Günstige Mainboards für Core Ultra 200 Testsieger

4 Günstige Mainboards für Core Ultra 200 im Test-Vergleich von PC Games Hardware

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06/2025 - PC Games Hardware

Wie günstig darf’s sein? Mainboards für Intels LGA1851 im Check

Mit der Einführung von Arrow Lake zeigt sich, dass Intels neue CPU-Generation nicht nur auf High-End ausgelegt ist. Wer sich für einen günstigen Core Ultra 5 oder 7 interessiert, braucht passende Mainboards – am besten mit LGA1851-Sockel und ohne Z890-Aufpreis. Genau hier setzt der Test von PC Games Hardware an: Vier aktuelle Platinen zwischen 170 und 290 Euro wurden auf Ausstattung, Effizienz und Praxistauglichkeit geprüft.

Ist günstig gleich schwach?

Nicht unbedingt. Zwar zeigen sich klare Unterschiede im Leistungsbereich – insbesondere bei der Spannungsversorgung –, doch nicht jede günstige Platine fällt automatisch durch. Biostars Z890AX-E Pro etwa überrascht mit viel Ausstattung für wenig Geld: Vier M.2-Slots, anständiger Onboard-Sound und ein attraktiver Preis. Die Kühlung allerdings lässt zu wünschen übrig, was bei hoher Last zum Problem werden kann.

Noch preiswerter, aber auch eingeschränkt nutzbar: Das Asrock B860M Pro RS WiFi. Mit etwa 170 Euro das günstigste Board im Test, bietet es solide PCIe-Anbindung und sogar Wi-Fi 6E. Allerdings verhindert eine interne Limitierung den Dauerbetrieb mit voller CPU-Leistung – für OC-Fans also ungeeignet.

Wo liegt die (gehobene) Mittelklasse?

Asus positioniert das Strix B860-F Gaming WiFi am oberen Ende des B860-Feldes. Mit rund 290 Euro ist es fast schon in Z890-Gefilden angesiedelt – liefert dafür aber ein starkes Gesamtpaket. Gute Spannungswandlerkühlung, hochwertige Audio-Lösung und viele USB-Anschlüsse zeigen: Asus will hier mehr bieten als B-Klasse. Auffällig: Die Platine ist sogar für eingeschränkte Taktanpassungen bei Arrow-Lake-Prozessoren gewappnet – ein seltenes Feature in dieser Klasse.

Gigabytes B860 Aorus Elite WiFi7 wiederum zeigt sich als ausgewogener Kompromiss. Die Ausstattung stimmt, das Layout ist praxisnah, und trotz kleiner Schwächen bei der VRM-Kühlung liefert das Board gute Werte. Der Preis liegt bei rund 230 Euro – für viele Anwender wohl die goldene Mitte.

Warum limitiert Intel bei B860?

Ein Thema, das sich durch den gesamten Test zieht, ist die Einschränkung von Overclocking-Funktionen bei B860-Chipsätzen. Intel erlaubt auf diesen Boards offiziell nur RAM-OC, was viele Tuning-Optionen direkt ausschließt. Zwar lässt sich bei einzelnen Modellen noch mit Spannungsoffsets oder Interconnect-Taktraten experimentieren – wie beim Strix B860-F –, doch für klassische OC-Pläne braucht es weiterhin ein Z890-Board.

Gerade für preisbewusste Bastler ist das ärgerlich, denn die CPUs wären oft durchaus in der Lage, mehr Leistung abzurufen. In Kombination mit Intels DLVR-Technik (Digital Linear Voltage Regulation) ergeben sich zusätzliche Hürden für manuelle Einstellungen. Die Boards werden damit eher zu Plug-and-Play-Plattformen – was nicht jeder zu schätzen weiß.

Welche Platine passt zu wem?

Wer einfach ein solides System bauen möchte und keine großen Anpassungen plant, ist mit Gigabytes B860 Aorus Elite gut beraten. Es bietet fast alles, was man im Alltag braucht, und hält die Temperaturen weitgehend im Griff. Für mehr Features und eine hochwertige Umsetzung empfiehlt sich das Strix B860-F – allerdings mit einem Preisaufschlag, der gut überlegt sein will.

Sparfüchse können zum Biostar Z890AX-E greifen, sofern sie wissen, was sie tun. Das Board belohnt erfahrene Nutzer mit viel Anschlussfreude und guter Performance – solange die fehlende Kühlung nachgerüstet wird. Das Asrock B860M Pro RS bleibt als günstigster Kandidat im Feld letztlich ohne Wertung – aufgrund einer internen Leistungsdrossel, die eine objektive Bewertung verhindert.

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