Öko-Test - 35 Duschgele Testsieger
35 Duschgele im Test-Vergleich von Öko-Test
In diesem Vergleich wurden getestet:
04/2025 - Öko-Test
Inhaltsverzeichnis
Warum hat Ökotest Duschgele getestet?
Ökotest wollte wissen, wie gut Duschgele tatsächlich sind – für die Haut, die Umwelt und die Gesundheit. Duschgel ist ein Produkt, das wir alle fast täglich nutzen, und die Auswahl in den Regalen ist riesig. Deshalb hat das Magazin in seiner aktuellen Untersuchung (Magazin 4/2025) 35 parfümierte Duschgele aus Drogerien, Supermärkten und Online-Shops genau unter die Lupe genommen. Getestet wurde nicht nur, ob die Produkte gut reinigen, sondern vor allem, ob sie bedenkliche Stoffe enthalten, wie sie verpackt sind und wie umweltfreundlich ihre Rezepturen sind. Auch die Frage, wie Duftstoffe deklariert werden, stand im Fokus.
Was wurde genau untersucht?
Ökotest hat sich auf mehrere Schwerpunkte konzentriert. Besonders wichtig war die Frage, ob die Duschgele problematische Inhaltsstoffe wie allergene Duftstoffe oder synthetische Polymere enthalten. Diese Polymere werden oft als Weichmacher eingesetzt, können aber auch die Umwelt belasten. Außerdem wurde geprüft, ob kritische Stoffe wie polyzyklische Moschusverbindungen vorkommen, die sich in der Umwelt anreichern können.
Ein weiterer Aspekt: die Verpackung. Viele Hersteller setzen auf Plastikflaschen – aber enthalten diese auch recyceltes Material? Ökotest hat die Hersteller gefragt und geprüft, wie transparent sie hier sind.
Auch das Thema Kunststoffe in der Rezeptur wurde beleuchtet. Die gute Nachricht: In fast allen getesteten Produkten stecken keine Mikroplastikpartikel, und die Umweltbelastung ist bei Duschgel insgesamt geringer als bei anderen Kosmetika, weil es direkt ins Abwasser gelangt.
Wie schneiden die getesteten Duschgele ab?
Die meisten Duschgele im Test schnitten sehr gut oder gut ab. Nur ein Produkt, das Playboy Play It Sexy Shower Gel, fällt mit „mangelhaft“ durch. Der Grund: Es enthält kritische Duftstoffe wie Galaxolid, einen künstlichen Moschusduft, der sich im Fettgewebe des Menschen anreichern kann und als potenziell hormonwirksam gilt. Auch Hydroxycitronellal, ein bekanntes Allergen, wurde gefunden. Besonders problematisch: Solche Stoffe müssen bis 2026 nicht als eigenständige Inhaltsstoffe deklariert werden und können sich hinter der Sammelbezeichnung „Parfum“ verstecken.
Die Testergebnisse zeigen auch: Kunststoffverbindungen in den Rezepturen sind fast kein Thema mehr. Das ist eine positive Entwicklung im Vergleich zu früheren Tests. Dennoch gibt es Verbesserungsbedarf – vor allem bei der Verpackung. Nur wenige Hersteller konnten nachweisen, dass sie mindestens 30 Prozent recyceltes Plastik verwenden.
Was bedeutet der Test für Verbraucher?
Wer Duschgel kauft, hat heute eine große Auswahl an „sehr guten“ und „guten“ Produkten – auch für wenig Geld. Das günstigste empfohlene Produkt kostet gerade einmal 0,38 Euro pro 250 Milliliter. Für die Gesundheit lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe: Produkte ohne bedenkliche Duftstoffe sind die bessere Wahl, vor allem für Menschen mit Allergien oder empfindlicher Haut.
Für die Umwelt sind laut Ökotest feste Duschseifen die nachhaltigere Wahl, weil sie ohne Verpackung auskommen oder weniger Plastik benötigen. Auch beim Wasserverbrauch lässt sich sparen: Den Hahn beim Einseifen zudrehen oder auf Sparduschköpfe setzen, hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel.
Das Magazin macht in diesem Test klar: Wer bewusst einkauft, kann problemlos auf problematische Inhaltsstoffe verzichten – und sollte die Hersteller mit seiner Kaufentscheidung dazu ermutigen, weiter umzudenken und nachhaltiger zu produzieren.