Öko-Test - 19 Kajalstifte Testsieger

19 Kajalstifte im Test-Vergleich von Öko-Test

Öko-Test

02/2025 - Öko-Test

Öko-Test: Wie sicher sind Kajalstifte wirklich?

Kajal gehört für viele zur täglichen Schminkroutine. Doch der aktuelle Test von Öko-Test zeigt, dass einige Produkte nicht nur die Augen betonen, sondern auch bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Besonders problematisch sind potenziell krebserregende Substanzen, Nickelbelastung und die Herkunft des Glitzerpigments Mica, das oft mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht wird. Nur fünf der 19 getesteten Kajalstifte wurden mit „gut“ bewertet, während vier Produkte mit „ungenügend“ durchfielen. Besonders Naturkosmetik schnitt im Vergleich besser ab.

Kinderarbeit für Glitzerpigmente?

Viele Kajalstifte enthalten Mica, ein Mineral, das für den schimmernden Effekt sorgt. In Ländern wie Indien, Madagaskar oder Brasilien wird es häufig unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut – oft sogar von Kindern. Öko-Test wollte von den Herstellern wissen, woher ihr Mica stammt und ob sie eine transparente Lieferkette nachweisen können.

Acht Hersteller konnten belegen, dass ihr Mica aus Ländern wie den USA oder Spanien stammt, wo Kinderarbeit unwahrscheinlich ist. Einige Marken verweigerten jedoch jegliche Auskunft oder nannten nur vage Herkunftsländer, was zu einer schlechteren Bewertung führte.

Welche Schadstoffe sind bedenklich?

Ein großes Problem ist der Nachweis von aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) in fünf Produkten. Diese Stoffe können krebserregende Verbindungen enthalten. Auch Nickel wurde in mehreren Kajals in erhöhten Mengen gefunden, was für Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergien problematisch sein kann. Besonders umstritten ist zudem Talkum. Dieses Mineral wird in Kosmetik als Bindemittel eingesetzt, wurde aber von der Europäischen Chemikalienagentur als potenziell krebserregend eingestuft. Einige der getesteten Kajals enthielten Talkum, was sich negativ auf die Bewertung auswirkte.

Wie nachhaltig sind die Produkte?

Neben der Inhaltsstoffanalyse untersuchte Öko-Test auch die Verpackung der Kajalstifte. Viele Produkte sind unnötig in Plastik verpackt oder besitzen eine zusätzliche Folienversiegelung, die über eine sinnvolle Hygienesicherung hinausgeht. Kein getesteter Kajal verwendete recyceltes Plastik für Kappen oder Umverpackungen, obwohl dies zur Müllvermeidung beitragen könnte.

Was sollten Verbraucher beachten?

Augenärzte raten dazu, Kajalstifte sparsam zu verwenden, da sie die Meibomdrüsen am Augenlidrand verstopfen und so zu trockenen Augen oder Entzündungen führen können. Zudem sollten Kajals nicht mit anderen Personen geteilt und regelmäßig angespitzt werden, um eine Verunreinigung mit Keimen zu vermeiden.

Beim Kauf empfiehlt es sich, auf Naturkosmetik zu setzen, da diese in der Regel weniger problematische Inhaltsstoffe enthalten und oft nachhaltiger produziert werden. Zudem lohnt sich ein Blick auf die Herkunft des Mica, um Produkte zu meiden, die möglicherweise mit Kinderarbeit in Verbindung stehen.

Fazit: Augen auf beim Kajalkauf!

Der Test zeigt, dass nicht jeder Kajal unbedenklich ist. Während einige Produkte mit guten Inhaltsstoffen und einer transparenten Lieferkette überzeugen, enthalten andere problematische Stoffe oder stammen aus fragwürdigen Quellen. Wer Wert auf Sicherheit und Nachhaltigkeit legt, sollte sich für Naturkosmetikprodukte entscheiden und genau hinschauen, was im eigenen Schminketui landet.

Die besten Deals aufs HandyBlitzangebote & echte Rabatte WhatsApp Telegram