MountainBIKE - 4 E-MTBs ab 3.000 Euro Testsieger
4 E-MTBs ab 3.000 Euro im Test-Vergleich von MountainBIKE
In diesem Vergleich wurden getestet:
09/2025 - MountainBIKE
Inhaltsverzeichnis
- Was steckt 2025 in den neuen Bosch-E-MTBs?
- Worum ging’s im Test – und wer profitiert wovon?
- Wie positioniert sich das günstige E-Hardtail?
- Was leistet ein Bosch-Enduro mit High-Spec?
- Tourenfully statt Trailbolide – wo punktet das Trek?
- Leicht, edel, teuer – was kann das Carbon-Enduro?
- Was bleibt vom Bosch-Update im Sattel wirklich hängen?
- Für wen ist welches Konzept stimmig?
Was steckt 2025 in den neuen Bosch-E-MTBs?
Bosch hebt mit dem Performance Line CX Gen 5 die Messlatte bei Serien-E-MTBs: per Update sind bis zu 100 Nm und 750 Watt Spitzenleistung möglich, dazu große 800-Wh-Akkus und – je nach Bike – Range-Extender. Im großen Vergleich von MOUNTAINBIKE haben Florian Storch, Lukas Hoffmann und Chris Pauls vier sehr unterschiedliche E-Bikes mit diesem Antrieb gefahren: vom alltagstauglichen Hardtail bis zum sportlichen Enduro.
Worum ging’s im Test – und wer profitiert wovon?
Der Fokus lag auf Charakter, Einsatzspektrum und Abstimmung von Motor, Geometrie und Ausstattung – weniger auf Laborwerten. Ergebnis: Der CX Gen 5 überzeugt überall mit kräftigem, fein dosierbarem Schub; die Bikes setzen ihn aber sehr verschieden um. Touren- und Pendelräder holen Reichweite und Alltagstauglichkeit heraus, Enduros nutzen die Power für technische Anstiege und ruppige Abfahrten. Die Redaktion von MOUNTAINBIKE hat dabei bewusst auf Vielfalt gesetzt, um typische Nutzerprofile abzudecken.
Wie positioniert sich das günstige E-Hardtail?
Canyons Grand Canyon:ON AL 7 zielt klar auf Alltag und Tour. Entnehmbarer, abschließbarer Akku, Anhängerfreigabe bis 50 kg, Montagepunkte für Träger und ein sauber integriertes Purion-200-Bedienteil machen es praktisch. Im Gelände bleibt es ein Hardtail: komfortabel auf Forstwegen, limitiert auf echten Trails. Kritisch: hohes Gewicht, einfache Gabel und ab Werk keine Variostütze – nachrüstbar ist sie aber.
Was leistet ein Bosch-Enduro mit High-Spec?
Das Radon Deft 10.0 800 tritt mit Fox-Factory-Fahrwerk, kräftigen Reifen und moderner Geometrie als potentes Trail-Werkzeug an. Bergauf schiebt der CX druckvoll, bergab überzeugt das Fahrwerk mit Sensibilität und Support. Die Kehrseite: für die Klasse spürbares Gewicht und Details wie die kurze 120-mm-Stütze. Unterm Strich viel Performance pro Euro – genau das wollte die MOUNTAINBIKE-Redaktion herausarbeiten.
Tourenfully statt Trailbolide – wo punktet das Trek?
Das Trek Powerfly+ FS 8 ist für lange, steile Anstiege und ausgedehnte Runden gebaut. Hohe Front, lange Kettenstreben und 170-mm-Dropper sorgen für Sicherheit und Kletterfreude, optional gibt’s 1050 Wh Gesamtkapazität mit Range-Extender. In Abfahrten bleibt es berechenbar und komfortabel, ohne Enduro-Ambitionen. Kritik: hohes Systemgewicht und gemessen am Preis eher einfache Parts – dafür viel Vielseitigkeit im Alltag.
Leicht, edel, teuer – was kann das Carbon-Enduro?
Megamos Flame CRB 01 kombiniert geringes Gewicht mit komfortstarkem, dennoch stabilem Fahrwerk und dem neuen Kiox-400C im Oberrohr. Das Bike klettert feinfühlig und bleibt in rauem Terrain gelassen. Grenzen setzen die Serienbereifung (Grip/Pannenschutz) und eine kurze Stütze; zudem ist der Akku fest verbaut und der Preis hoch. Für Flow-Trails und schnelle Touren sehr attraktiv, für harte Enduro-Einsätze braucht es Tuning.
Was bleibt vom Bosch-Update im Sattel wirklich hängen?
Mehr Reserven am Berg, bessere Dosierbarkeit im technischen Uphill und große Reichweiten prägen alle vier Räder. Wie „sportlich“ sich das anfühlt, entscheidet die Bike-Plattform: Hardtail = Nutzen und Reichweite, Tourenfully = Sicherheit und Komfort, Enduro = Präzision und Reserven im Groben. Genau diese Unterschiede hat das Team von MOUNTAINBIKE im Fahrbetrieb klar herausgearbeitet – hilfreicher für die Kaufentscheidung als ein reines Rankingspiel.
Für wen ist welches Konzept stimmig?
Wer ein robustes Alltags- und Tourenrad mit Bosch-Power sucht, wird beim Canyon fündig. Sportliche Trail-Fahrerinnen und -Fahrer, die viel Ausstattung fürs Geld wollen, sehen sich das Radon an. Tourenliebhaber mit Uphill-Fokus greifen zum Trek. Wer minimales Gewicht und viel Komfort möchte und bereit ist, zu investieren – inklusive möglicher Reifen-/Stützen-Upgrades – schaut aufs Megamo.