MountainBIKE - 6 Trailbikes Testsieger
6 Trailbikes im Test-Vergleich von MountainBIKE
05/2025 - MountainBIKE
Inhaltsverzeichnis
- Was macht die Faszination von 130-mm-Trailbikes aus?
- Welche Bandbreite deckte der Test ab?
- Wie unterscheiden sich Geometrie und Fahrwerk in der Praxis?
- Zählt am Trailbike eher Leichtbau oder Potenz?
- Welche Ausstattungstrends fielen auf?
- Was bedeuten Rahmendepots, Toolmount & Co. im Alltag?
- Wie lautet das Gesamtbild des Tests?
Was macht die Faszination von 130-mm-Trailbikes aus?
Trailbikes setzen auf den puristischen MTB-Ansatz: effizientes Klettern, agiles Handling und genügend Reserven für alpine Trails. Statt „höher, weiter, schneller“ liefern sie die goldene Mitte zwischen Tourenfully und All-Mountain. Genau das hat die MOUNTAINBIKE-Redaktion mit sechs aktuellen Bikes geprüft.
Welche Bandbreite deckte der Test ab?
Von 12,3 bis 14,1 kg und von 3799 bis 11 299 Euro: Das Feld reichte vom fair bepreisten Versender-Bike bis zur Edelmaschine aus dem Fachhandel. Gemeinsamkeiten: Voll-Carbon-Rahmen, 29-Zoll-Laufräder, moderne Geometrien um ~66° Lenkwinkel und 120–140 mm Federweg am Heck/Front. Unterschiede: Drei Modelle bieten ein Rahmendepot, zwei günstigere setzen auf Leitungsführung durch den Steuersatz, die Premiumräder bleiben bei klassischer, servicestarker Führung durchs Steuerrohr.
Wie unterscheiden sich Geometrie und Fahrwerk in der Praxis?
Lange Radstände und moderate, nicht übertrieben steile Sitzwinkel (ca. 76–77°) sorgen für effiziente, sportliche Sitzpositionen ohne Tourenkomfort zu opfern. Fahrwerksseitig zeigte sich der Trend zu sensiblen, aber supportstarken Hinterbauten: Vom ausgewogenen Komfort-Tuning bis zur strafferen, progressiven Abstimmung für aktives Fahren war alles dabei. Ergebnis laut MOUNTAINBIKE: Viel Laufruhe auf schnellen Passagen, ohne die gewünschte Wendigkeit in engen Sektionen zu verlieren.
Zählt am Trailbike eher Leichtbau oder Potenz?
Beides kommt vor – und nicht immer dort, wo man es erwartet. Das leichteste Bike im Test (12,3 kg) kombiniert Agilität mit überraschend potenter Heckabstimmung. Umgekehrt setzt ein US-Modell trotz des höchsten Gewichts auf spürbare Trailpotenz und Sprungfreude. Spannend: Das zweitleichteste Rad ist zugleich eines der günstigsten – ein Hinweis, dass heimische Marken Gewicht noch immer stark gewichten. Das zeigt die Auswertung der MOUNTAINBIKE-Redaktion deutlich.
Welche Ausstattungstrends fielen auf?
Fünf von sechs Bikes kommen mit Sram-Schaltungen, teils als Transmission-Version; einmal Shimano XT. Beim Fahrwerk dominieren Fox 34 und RockShox Pike in gut abgestimmten Paarungen. Reifen? Maxxis durchweg, aber sehr unterschiedlich interpretiert – vom schnell rollenden Forekaster bis zum griffigen Minion-Setup. Das prägt Vortrieb und Downhill-Sicherheit merklich.
Was bedeuten Rahmendepots, Toolmount & Co. im Alltag?
Die Hälfte der Testbikes bietet ein Staufach im Unterrohr, mehrere zudem Toolmounts oder Serviceklappen. Das macht Rucksäcke kleiner und Wartung einfacher. Bei der Zugführung zeigt sich ein Service-Split: Premium setzt auf Gewinde-Innenlager und klassische Leitungswege, die günstigeren Modelle nutzen Steuersatz-Routing – optisch clean, beim Service allerdings aufwendiger. Genau diese Alltagspunkte hat MOUNTAINBIKE im Fazit gewichtet.
Wie lautet das Gesamtbild des Tests?
Die sechs Trailbikes verkörpern die Kategorie sehr klar: effizient bergauf, verspielt bis laufruhig bergab und bereit für lange Touren. Wer maximalen Vortrieb sucht, findet leichte Setups mit flotten Reifen; wer mehr Reserven will, greift zu progressiveren Fahrwerken und „zähmeren“ Pneus. Die MOUNTAINBIKE-Redaktion betont: Den besten Fit erhält, wer Einsatzzweck (Tour vs. Trailpotenz), Service-Vorlieben (Routing/Depot) und Reifentyp bewusst kombiniert.